Crazy Job 2016

Hard Enduro Rallye Bulgarien

Es wart hart aber auch herzlich! Tolle Endurowoche in Bulgarien. 1000PS war mittendrin und auch erfolgreich.

Die Rahmenbedingungen für die Six Days Crazyjob Hardenduro Rallye sind rasch erklärt. Das Event dauert insgesamt 6 Tage. Am ersten Tag steht ein kerniger Prolog auf dem Plan. Danach 2 Rallyetappen mit rund 100 km langen Tracks am GPS. Am Mittwoch ist ein Tag Pause angesagt und danach folgen 2 weitere Rallyetage.

Neu 2016: 3 Klassen

Eine richtig gute Idee war die Aufteilung des Fahrerfeldes in 3 Klassen. Die “Standard” Klasse bot feinstes Enduro in einer wunderschönen Landschaft mit 80-120km langen Tagesetappen. Die Teilnehmer waren happy und haben viel geschwitzt aber nicht geblutet. Das Niveau ist ungefähr vergleichbar mit dem beliebten und bekannten Krka Enduro Raid in Kroatien. In der “Expert” Klasse war das Niveau schwerer. Dort waren auch knifflige Passagen mit relativ hohen Felskanten und steilere Auf- und Abfahrten mit dabei. Erfahrene Piloten vergleichen das Niveau ungefähr mit der “Bronze” Klasse bei der Romaniacs. Wobei hier in Bulgarien in der Expertklasse pro Tag zwischen 90 und 110km gefahren wurden. Bei der Romaniacs ist es mit 130-140 km doch spürbar länger. Noch deftiger war dann die Pro-Klasse. Hier waren auch Passagen mit dabei, welche ohne Hilfe kaum noch zu schaffen waren. Auch erfahrene Enduristen kamen am Ende des Tages ausgepowert zurück.

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Erfolgreiche Österreicher

In der Einzelwertung der Profiklasse schwang Benjamin Diesel die österreichische Flagge. Er war deutlich konstanter und souveräner als früher unterwegs. Er finalisierte täglich, hat aber im Prinzip schon am ersten Tag das Rennen gegen den stärksten Mann aus Bulgarien verloren: Teodor Kabakchiev. Anders als viele seiner Landsleute, fuhr er nicht nur schnell sondern auch beständig. Kabakchiev siegte am Ende vor Diesel und einem weiteren Bulgaren.

In der Expertklasse zeigte Klaus Huemer mit seiner Sherco groß auf. Inmitten von top trainierten und auch deutlich jüngeren Piloten punktete er mit Routine und konstanter Leistung. Beeindruckend war auch seine Charakterstärke im Wald. Er half direkten Gegnern aus dem Schlammloch oder auch bei technischen Problemen - alles innerhalb des gezeiteten Rennens. Für viele der Mann des Rennens! Klaus wir lieben Dich!

In der Expertklasse tummelten sich besonders viele Österreicher. Tobias Schindelar finalisierte auf Rang 4 vor Erwin Fasswald. In der Standardklasse finalisierte das “Vater / Sohn” Duo Christoph und Thomas Maa auf den Rängen 2 und 3. Das Super-Duo holte sich damit auch den Sieg in der Teamwertung der Standardklasse.

1000PS erfolgreich mit dabei - Sieg in der Profiklasse

Wenn wir bei 1000PS über Enduros schreiben und berichten, sollen unsere Zeilen und Worte ja auch möglichst viel Gewicht haben. Dabei machen wir es uns nicht leicht und stauben Pokale in irgendwelchen 2-Stunden Rennen ab. Wir treten bei einer harten und zähen Wochen-Veranstaltung an um unseren Mann zu stehen. 1000PS Vertriebsmann und Endurorakete Patrick “Arlo” Auer fuhr die megaharte Profiklasse erfolgreich zu Ende. Er fuhr mit seiner KTM 300 EXC auf Rang 5 in der Einzelwertung. Gemeinsam mit unserem Freund des Hauses, Manfred Kargl, holte er auch den Sieg in der Teamertung der Klasse Profi. Sensationell!

Ich selbst war mit meiner KTM 450 EXC in der Expertklasse mit dabei. An den ersten beiden Tagen war ich mit rund je 9h Fahrzeit offen gesagt schon etwas über meinem persönlichen Limit. 8 Liter Flüssigkeitsaufnahme pro Tag standen da am Programm - ohne Pipipause versteht sich. Eigentlich hab ich viel zu wenig trainiert um in dieser Klasse an den Start zu gehen. Doch mit mittlerweile ausreichend Erfahrung finalisierte ich stolz auf Rang 6 in der Expertklasse. Gegen Ende des Rennens war dann auch schon der nötige Speed und Rhythmus vorhanden. Am letzten Fahrtag legte ich die zweitschnellste Zeit in der Expertklasse hin. In Summe fehlt auf das Podest dann aber doch noch einiges. Wer hier punkten möchte, muss über eine Woche lang schnell, sicher und fehlerlos fahren können.

Six Days Crazy Job 2017

Die Rallye in Bulgarien begeistert Stammgäste mit der lockeren Abwicklung und den grandiosen Tracks in sagenhafter Landschaft. Ersttäter sind jedoch immer etwas von der etwas hemdsärmelig wirkenden Administration abgeschreckt. Die offizielle Website wird viel zu spät aktualisiert und die Truppe vor Ort sind in erster Linie verrückte Enduristen und keine Marketing- oder Eventexperten. Grundsätzlich lohnt es sich jedoch die erste Augustwoche 2017 im Kalender zu blockieren und die Rallye ins Auge zu fassen. Das Verhältnis von Kosteneinsatz zum Output an gefahrenen Enduro-Kilometern ist sagenhaft. Den Antransport der Motorräder und das Motorrad/Reifenservice vor Ort lässt man am besten vom unpackbar gut arbeitenden Härtl Andreas erledigen. http://www.haertl-tours.de/

Die Anreise nach Bulgarien kann man dann mit dem Flugzeug nach Bulgarien absolvieren. Um den Kosteneinsatz vor Ort richtig abschätzen zu können: Die Fahrt mit dem Taxi von Sofia nach Kazanlak (2,5h Fahrzeit) kostet zwischen 70 und 100 Euro. Ein Bier, ein Espresso oder ein Wasser im Restaurant kosten zwischen 50 Cent und 1 Euro.

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Bericht vom 08.08.2016 | 6.857 Aufrufe

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