Gesucht! Die grausamste Kurve am Pannonia-Ring!

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Nachdem sowohl der Lietz Peter als auch ich letztes Wochenende, unsere schönen Kawas in der 12er Kurve weggeschmissen haben bin ich jetzt auf der Suche nach der grausamsten Kurve am Pannoniaring. Für mich ist ja sonnenklar das die 12er Kurve das grauslichste Stück Asphalt am P-Ring darstellt. Ich wollte der Sache auf den Grund gehen und habe einmal ein paar Ring-Experten nach den Tücken der 12er Kurve befragt...

 

Kurz und bündig der Friseer: "Verleitet bei relativ großer Schräglage schon Vollgas zu geben, da du mit den Gedanken schon auf der geraden bist."
   
Der Grammer Klausi  meint: "Die Kurve 11 ist langsamer als die Kurve 12. Daher ist man in einer Phase der Beschleunigung (gering aber doch). Wenn man dadurch die Ideallinie ein bisschen verfehlt, muss das Bike sehr schnell umgelegt und in große Schräglage gebracht werden bei gleichzeitig leicht geöffneter Drosselklappe. Dadurch erhält das Vorderrad in einer Phase in der es 100 % an Seitenführungskräften übertragen müsste nicht den notwendigen Druck und kann wegrutschen."
   
Savo analysiert ausführlich: "Bei meinem ersten Sturz, mit der R1 als blutiger Ringanfänger, brachte ich meinen Hintern nicht schnell genug von rechts nach links, die R1 hebelte sich sozusagen am Fußraster aus.

Beim zweiten Mal hatte ich einen Gegner im Visier, wollte überholen, d.h. schneller mit der Kurver fertig werden, daher engerer Kurvenradius - mehr, bzw. zu viel Schräglage... und ab ging die Post.

Diese beiden Stürze in besagter Kurve waren einfach reine Fahrfehler meinerseits. Ich meine aber, dass man die Sturzursache meistens nicht allein in dieser Linken findet, sondern in der rechten 11er davor. Mehrere Faktoren spielen hier zusammen:

1) Linienwahl in Kurve 11 wichtig (am Scheitelpunkt sollte man Nahe der weißen Linie sein) (natürlich rechts)

2) darauf muss sehr schnelles umsitzen erfolgen, wesentlich für Ideallinie in Kurve 12

3) ehestmögliches gerade stellen des Bikes um die nun folgende Kuppe nicht in Schräglage zu überfahren Diese Passage ist eine Schlüsselstelle, auch von der Zeit her kann man dort einige Sekunden gutmachen, oder aber auch verlieren. Daher üben, üben, üben ..."

   
Knobi´s Statement: "Der Turn 12 hat's insofern "in sich", da man nach abruptem Schräglagenwechsel von rechts nach links durch die folgende harte Beschleunigungsphase auch einen Lastwechsel dazubekommt; da die Ideallinie kurz nach Lastwechsel auch noch über die innere Bodenmarkierung führt, die etwas weniger Grip aufweist, kann´s da bei schlechtem Timing oder wenn man zuviel Gewicht über den Lenker abstützt, schon mal ins Grün" gehen"
   
Kurzanalyse von Susi Schleiss: "Ich selber denke, daß man bei einer so langgezogenen Kurve mit einer darauffolgenden Geraden zu viel Gas gibt, so daß das Vorderrad etwas abhebt, oder zumindest "leichter" wird, und somit keinen richtigen Grip mehr hat. Dann rutscht´s natürlich leichter weg."
   
Helmut "Hell" Treitler: Also meine Theorie ist folgende, wobei ich anmerken muss, dass ich mit anderen Passagen schon weit mehr Schwierigkeiten hatte als mit der 12er Kurve(eigenlich noch gar keine):

Man beschleunigt aus der langsamsten Kurve am Pann-Ring brutal heraus schaltet üblicherweise einen Gang hoch und befindet sich schon am Kurveneingang zur 2. Rechtskurve die aber kurz davor eine Bodenwelle enthält auf der man durch Fahrwerksunruhen bzw. Konzentrationsmängel seinen optimalen Einlenkpunkt leicht verpasst. Danach gilt es blitzschnell auf links umzulegen und so früh als möglich ans Gas zu gehen um optimal Schwung auf die Gerade mitzunehmen. Genau hier liegt die Tücke des Objekts, wenn man halbwegs bemüht ist auf gute Zeiten zu kommen ist immer im Unterbewusstsein verankert so früh wie möglich ans Gas zu gehen. Ist man aber die Doppelrechts relativ weit gefahren so ist man bei der 12er Kurve einfach zu spitz dran und muss das entweder durch langsamere Durchfahrtsgeschwindigkeiten oder größere Schräglagen kompensieren, somit sind die eingangs angesprochenen Stürze an dieser Stelle vorprogrammiert.

Meine Erfahrung ist folgende:

  • Doppelrechts: so eng und schnell als möglich (Im Zweifelsfall lieber etwas Geschwindigkeit verschenken als die Linie preiszugeben - gilt nur an dieser Stelle)
  • Umlegen: So rasch und kontrolliert als möglich
  • 12er-Kurve: So früh als möglich sanft ans Gas gehen und auf der Kuppe schalten um den Wheelie zu killen.
  • Mit der R1 etwas sanfter mit der 6er CBR voll am Stift, soweit ich mich erinnern kann :o).
  • Stürze übers Vorderrad liegen meiner Meinung nach, an einer zu langen Rollphase am Kurveneingang.
  • Highsider sind ein Resultat von zu engagiertem und unkontrolliertem (zu ruckartigem) Gasgeben. Alles bezogen auf die 12er Kurve.

Anmerkung: Hatte selbst erst einen Highsider mit Sturzfolge.

Ride fast, brake late and slide the rear - Gruss HELL

Danke meine Dame und meine Herren für die Tipps. Ich denke der Hell hat mit der "zu langen Rollphase" den Nagel zumindest bei mir auf den Kopf getroffen. Jetzt seit ihr dran. Wir suchen die grauslichste Kurve vom Pannonia Ring! Welche Kurve zaubert Angstschweiß auf eure Stirn? In welcher Kurve habt ihr schon mehr Geld liegen lassen als beim Stammwirten? Welche Kurve macht euch die meisten Probleme. Einfach unten die Kurve auswählen und auf Abstimmen drücken.

Bitte um zahlreiches mitmachen.

 Die grauslichste Kurve am P-Ring ist..

Kurve 1
Kurve 2
Kurve 3
Kurve 4
Kurve 5
Kurve 6
Kurve 7
Kurve 8
Kurve 9
Kurve 10
Kurve 11
Kurve 12
Kurve 13
Kurve 14
Kurve 15
Kurve 16

 

Ihr könnt auch unten auf Antwort schreiben klicken und eure Erfahrungen mit eurer Lieblingskurve schildern. Gerne gesehen werden auch Tipps um einzelne Kurven besonders schnell zu nehmen.

Hier findest Du übrigens eine Liste von Ring-Veranstaltungen am P-Ring.

Bericht vom 24.03.2003 | 12.595 Aufrufe

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