Yamaha FJR1300A 2019 vs. BMW R 1250 RS 2022
Bewertung
Yamaha FJR1300A 2019 vs. BMW R 1250 RS 2022 - Vergleich im Überblick
Der Yamaha FJR1300A mit ihrem 4-Takt Reihe 4-Zylinder-Motor und einem Hubraum von 1.298 Kubik steht die BMW R 1250 RS mit ihrem 4-Takt Boxer 2-Zylinder-Motor mit 1.254 Kubik gegenüber. Die Yamaha bietet mit 144 PS bei 8.000 Umdrehungen eine vergleichbare Leistung im Vergleich zur BMW mit 136 PS bei 7.750 U / min.
Das maximale Drehmoment der R 1250 RS von 143 Newtonmeter bei 6.250 Touren bietet ähnlich viel Schub als die 134 Nm Drehmoment bei 7.000 Umdrehungen bei der FJR1300A.
Bei der FJR1300A federt vorne eine Telegabel konventionell. Die R 1250 RS setzt vorne auf eine Telegabel Upside-Down und hinten arbeitet auf ein in Federvorspannung, Zugstufe verstellbares Monofederbein.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Yamaha vorne eine Doppelscheibe und hinten eine Scheibe. Die BMW vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange. Hinten ist eine Scheibe mit 276 mm Durchmesser und Zweikolben-Zange verbaut.
Bei der Bereifung setzt FJR1300A auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 17 vorne und 180 / 55 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der R 1250 RS Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 180/55-17 hinten.
Der Radstand der Yamaha FJR1300A misst 1.545 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 805 Millimeter. Die BMW R 1250 RS ist von Radachse zu Radachse 1.530 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 820 Millimeter.
In den Tank der FJR1300A passen 25 Liter Sprit. Bei der R 1250 RS sind es 18 Liter Tankvolumen.
Der aktuelle Durchschnittspreis der Yamaha FJR1300A beträgt in unserer Neu- und Gebrauchtmotorradbörse 5.080 Euro und ist damit deutlich günstiger als der Preis der BMW R 1250 RS mit 16.053 Euro im Durchschnitt.
Von der Yamaha FJR1300A gibt es aktuell 7 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der BMW R 1250 RS sind derzeit 11 Modelle verfügbar. Für die Yamaha gibt es aktuell 44 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, BMW wurde derzeit 619 Mal pro Monat gesucht.
Technische Daten im Vergleich
Yamaha FJR1300A 2019 |
BMW R 1250 RS 2022 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Motorbauart | Reihe | Boxer |
| Zylinderzahl | 4 | 2 |
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Ventilsteuerung | DOHC | DOHC |
| Kühlung | flüssig | flüssig-Luft |
| Hubraum | 1298 ccm | 1254 ccm |
| Bohrung | 79 mm | 102,5 mm |
| Hub | 66,2 mm | 76 mm |
| Leistung | 144 PS | 136 PS |
| U/min bei Leistung | 8000 U/min | 7750 U/min |
| Drehmoment | 134,4 Nm | 143 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 7000 U/min | 6250 U/min |
| Verdichtung | 10,8 | 12,5 |
| Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad | Antihopping |
| Zündung | Digital, Transistor | |
| Antrieb | Kardan | Kardan |
| Ganganzahl | 5 | 6 |
| Ventile pro Zylinder | 4 | |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | |
| Drosselklappendurchmesser | 52 mm | |
| Starter | Elektro | |
| Getriebe | Gangschaltung | |
| A2-Drosselung möglich | ja | |
| Chassis | ||
| Rahmen | Aluminium | Stahl |
| Rahmenbauart | Brücken | Motor mittragend |
| Lenkkopfwinkel | 62,3 Grad | |
| Nachlauf | 110,8 mm | |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Telegabel konventionell | Telegabel Upside-Down |
| Federweg | 140 mm | |
| Bremsen vorne | ||
| Bauart | Doppelscheibe | Doppelscheibe |
| Durchmesser | 320 mm | |
| Kolben | Vierkolben | |
| Betätigung | hydraulisch | |
| Technologie | radial | |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Durchmesser | 276 mm | |
| Kolben | Zweikolben | |
| Aufnahme | Schwimmsattel | |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 120 mm | 120 mm |
| Reifenhöhe vorne | 70 % | 70 % |
| Reifendurchmesser vorne | 17 Zoll | 17 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 180 mm | 180 mm |
| Reifenhöhe hinten | 55 % | 55 % |
| Reifendurchmesser hinten | 17 Zoll | 17 Zoll |
| Länge | 2230 mm | 2202 mm |
| Breite | 750 mm | 925 mm |
| Höhe | 1450 mm | |
| Radstand | 1545 mm | 1530 mm |
| Sitzhöhe von | 805 mm | 820 mm |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 291 kg | 243 kg |
| Tankinhalt | 25 l | 18 l |
| Führerscheinklassen | A | A |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Die Yamaha FJR1300 zeigt sich als ausgereifter Sporttourer mit beeindruckender Langzeitqualität. Was im ursprünglichen Test durch Souveränität und Komfort überzeugte, bestätigt sich über Jahre hinweg in der Praxis. Sie begeistert nicht durch technische Experimente, sondern durch Verlässlichkeit, Fahrfreude und entspannte Stärke auf langen Distanzen.
Die BMW R 1250 RS verkörpert für mich den klassischen Sport-Tourer in Perfektion. Die Sitzposition, die Motorabstimmung, das Fahrwerk und die Elektronik - das ist einfach punktgenau richtig gemacht worden. Für mich kommt der beste Sporttourer am Markt von BMW.
- sanfter und souveräner Reihenvierzylinder
- sehr gut abgestuftes Fünfgang-Getriebe
- hoher Langstreckenkomfort
- stabile und vertrauenerweckende Fahrwerksabstimmung
- angenehm arbeitender Kardan
- ausgewogene Ergonomie
- zuverlässige Elektronikfunktionen
- gute Bremsdosierbarkeit
- hohe Laufkultur auch bei Autobahntempo
- hohes Gewicht beim Rangieren
- Bordcomputer-Anzeigen teilweise schlecht ablesbar
- begrenzte Fahrwerksverstellmöglichkeiten
- Serienbereifung bei sportlicher Gangart limitiert
- thermische Abstrahlung im Sommerbetrieb spürbar
- hohe Stabilität in langen Radien
- agiler, drehfreudiger Boxer-Motor
- gelungene Optik
- komfortable Sitzposition
- umfangreiche Zubhörliste
- tolles ESA Fahrwerk
- tolle Balance zwischen Sport und Tour
- Gutes Gefühl für die Front
- Breiter Lenker für präzise Kontrolle
- kompakte aber praxistaugliche Windschild Verstellung
- Gute Spiegel-Position
- Tiefe Position des Navis erfordert Blickabwendung von der Straße
- Kombiniertes Bremssystem mit ABS erfordert Gewöhnung
- Kardanantrieb bedingt etwas ruppigere Schaltvorgänge