MV Agusta Turismo Veloce 800 2016 vs. Ducati Diavel 1200 2012
Bewertung
MV Agusta Turismo Veloce 800 2016 vs. Ducati Diavel 1200 2012 - Vergleich im Überblick
Der MV Agusta Turismo Veloce 800 mit ihrem 4-Takt 3-Zylinder-Motor und einem Hubraum von 798 Kubik steht die Ducati Diavel 1200 mit ihrem Motor mit 1.198 Kubik gegenüber.
Das maximale Drehmoment der Diavel 1200 von 128 Newtonmeter bei 8.000 Touren bietet einen deutlich stärkeren Punch als die 84 Nm Drehmoment bei 8.600 Umdrehungen bei der Turismo Veloce 800.
Bei der Turismo Veloce 800 federt vorne eine Telegabel Upside-Down von Sachs und hinten ein Federbein von Sachs. Die Diavel 1200 setzt vorne auf eine Telegabel Upside-Down von Marzocchi und hinten arbeitet ein Monofederbein von Marzocchi.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der MV Agusta vorne eine Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe Zweikolben-Zange. Die Ducati vertraut vorne auf eine Vierkolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe Zweikolben-Zange verbaut.
Bei der Bereifung setzt Turismo Veloce 800 auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 17 vorne und 190 / 55 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Diavel 1200 Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 240/45-17 hinten.
Der Radstand der MV Agusta Turismo Veloce 800 misst 1.420 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 870 Millimeter. Die Ducati Diavel 1200 ist von Radachse zu Radachse 1.590 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 770 Millimeter.
Mit einem Trockengewicht von 210 kg ist die Ducati deutlich schwerer als die MV Agusta mit 194 kg.
In den Tank der Turismo Veloce 800 passen 20 Liter Sprit. Bei der Diavel 1200 sind es 17 Liter Tankvolumen.
Von der MV Agusta Turismo Veloce 800 gibt es aktuell 4 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Ducati Diavel 1200 sind derzeit 5 Modelle verfügbar. Für die MV Agusta gibt es aktuell 5 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, Ducati wurde derzeit 408 Mal pro Monat gesucht.
Technische Daten im Vergleich
MV Agusta Turismo Veloce 800 2016 |
Ducati Diavel 1200 2012 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Zylinderzahl | 3 | |
| Taktung | 4-Takt | |
| Ventile pro Zylinder | 4 | |
| Ventilsteuerung | DOHC | Desmodromik |
| Hubraum | 798 ccm | 1198,4 ccm |
| Bohrung | 79 mm | 106 mm |
| Hub | 54,3 mm | 67,9 mm |
| Leistung | 125 PS | 162 PS |
| U/min bei Leistung | 11600 U/min | 9500 U/min |
| Drehmoment | 84 Nm | 127,5 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 8600 U/min | 8000 U/min |
| Verdichtung | 13,3 | 11,5 |
| Starter | Elektro | |
| Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad | Mehrscheiben im Ölbad, Antihopping |
| Antrieb | Kette | Kette |
| Ganganzahl | 6 | 6 |
| Chassis | ||
| Rahmen | Aluminium | Stahl |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | Gitterrohr |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Telegabel Upside-Down | Telegabel Upside-Down |
| Marke | Sachs | Marzocchi |
| Fahrwerk hinten | ||
| Aufhängung | Einarmschwinge | Einarmschwinge |
| Marke | Sachs | Marzocchi |
| Federbein | Monofederbein | |
| Bremsen vorne | ||
| Kolben | Vierkolben | Vierkolben |
| Technologie | radial | radial, Monoblock |
| Marke | Brembo | Brembo |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Kolben | Zweikolben | Zweikolben |
| Fahrassistenzsysteme | ||
| Assistenzsysteme | Ride by Wire | |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 120 mm | 120 mm |
| Reifenhöhe vorne | 70 % | 70 % |
| Reifendurchmesser vorne | 17 Zoll | 17 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 190 mm | 240 mm |
| Reifenhöhe hinten | 55 % | 45 % |
| Reifendurchmesser hinten | 17 Zoll | 17 Zoll |
| Länge | 2080 mm | 2257 mm |
| Breite | 900 mm | |
| Radstand | 1420 mm | 1590 mm |
| Sitzhöhe von | 870 mm | 770 mm |
| Gewicht trocken (mit ABS) | 194 kg | 210 kg |
| Tankinhalt | 20 l | 17 l |
| Höchstgeschwindigkeit | 245 km/h | |
| Führerscheinklassen | A | A |
| Höhe | 1192 mm | |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 239 kg | |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Geht man davon aus, dass die Turismo Veloce 800 MV Agustas Erstschlag im Bereich der Tourenmotorräder ist, darf sie durchaus als extrem gelungen gewertet werden. Das Design alleine ist schon hinreißend, die Fahrleistungen setzten noch eins drauf. Vor allem Motor und Handling spielen auf extrem hohem Niveau, das einerseits den nötigen Touring-Komfort nicht ignoriert, andererseits aber auch die sportliche Tradition von MV Agusta berücksichtigt. Insgesamt macht das ganze Paket einfach nur unheimlich viel Spaß - sowohl im engeren Kurvengewirr als auch auf weiteren Strecken. Einzig wahrer Schwachpunkt ist der hohe Preis, allerdings wird dadurch auch die gewisse Exklusivität gewahrt. Wer diese Hürde an der Kassa genommen hat, wird mit einem universell einsetzbaren Motorrad belohnt, das immer und überall Spaß und Freude macht - vor dem Eissalon genauso wie auf kurvigen Pässen.
Die Ducati Diavel 1200 ist ein gelungenes Prestigeobjekt, das wirklich niemanden kalt lässt. In der Cromo-Version kommt dieses gediegene, elitäre Flair, das eine Diavel ausmacht besonders gut zur Geltung, ohne dabei aufdringlich oder gar peinlich zu werden.
- kräftiges, durchzugsstarkes Triebwerk
- ausgezeichnetes, agiles Handling
- ausgewogene Fahrwerksabstimmung
- angenehme Sitzposition
- wunderschönes, eigenständiges Design
- ABS serienmäßig, abschaltbar
- Traktionskontrolle, 8-fach verstell- und abschaltbar
- Farb-TFT-Display
- Tempomat
- 2 Ladebuchsen, 2 USB-Anschlüsse
- hoher Grundpreis
- Windschild etwas zu niedrig
- Koffersystem nur gegen Aufpreis
- Eigenwillige Optik
- sportliche, aufrechte Sitzhaltung
- agil
- geringes Gewicht
- dynamische Fahrbarkeit
- sanfte, aber kräftige Bremse.
- Fahrwerk im Vergleich zur Konkurrenz schlechter.