Moto Guzzi V7 II Special 2015 vs. Benelli Imperiale 400 2021
Bewertung
Moto Guzzi V7 II Special 2015 vs. Benelli Imperiale 400 2021 - Vergleich im Überblick
Der Moto Guzzi V7 II Special mit ihrem 4-Takt Motor und einem Hubraum von 744 Kubik steht die Benelli Imperiale 400 mit ihrem 4-Takt 1-Zylinder-Motor mit 374 Kubik gegenüber. Die Moto Guzzi hat mit 48 PS bei 6.200 Umdrehungen einen mächtigen Leistungsvorsprung im Vergleich zur Benelli mit 20 PS bei 5.500 U / min.
Das maximale Drehmoment der V7 II Special von 60 Newtonmeter bei 2.800 Touren bietet einen deutlich stärkeren Punch als die 29 Nm Drehmoment bei 3.500 Umdrehungen bei der Imperiale 400.
Bei der V7 II Special federt vorne eine Telegabel konventionell von Marzocchi und hinten ein Federbein von Marzocchi. Die Imperiale 400 setzt vorne auf eine Telegabel konventionell mit 41 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet ein Stereo-Federbeine.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Moto Guzzi vorne eine Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe Zweikolben-Zange von Brembo. Die Benelli vertraut vorne auf eine Einzelscheibe mit 300 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange. Hinten ist eine Scheibe mit 240 mm Durchmesser und Einkolben-Zange verbaut.
Bei der Bereifung setzt V7 II Special auf Schlappen mit den Maßen 100 / 90 - 18 vorne und 130 / 80 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Imperiale 400 Reifen in den Größen 110/90-19 vorne und 130/80-18 hinten.
Der Radstand der Moto Guzzi V7 II Special misst 1.449 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 790 Millimeter. Die Benelli Imperiale 400 ist von Radachse zu Radachse 1.450 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 780 Millimeter.
In den Tank der V7 II Special passen 22 Liter Sprit. Bei der Imperiale 400 sind es 12 Liter Tankvolumen.
Technische Daten im Vergleich
Moto Guzzi V7 II Special 2015 |
Benelli Imperiale 400 2021 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Kühlung | Luft | Luft |
| Hubraum | 744 ccm | 373,5 ccm |
| Bohrung | 80 mm | 72,7 mm |
| Hub | 74 mm | 90 mm |
| Leistung | 48 PS | 20,4 PS |
| U/min bei Leistung | 6200 U/min | 5500 U/min |
| Drehmoment | 60 Nm | 29 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 2800 U/min | 3500 U/min |
| Zündung | Digital | |
| Antrieb | Kardan | Kette |
| Ganganzahl | 6 | 5 |
| Zylinderzahl | 1 | |
| Ventile pro Zylinder | 4 | |
| Ventilsteuerung | OHC | |
| Verdichtung | 8,5 | |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | |
| Starter | Elektro | |
| Getriebe | Gangschaltung | |
| Chassis | ||
| Rahmenbauart | Doppelschleife | |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Telegabel konventionell | Telegabel konventionell |
| Marke | Marzocchi | |
| Durchmesser | 41 mm | |
| Federweg | 110 mm | |
| Fahrwerk hinten | ||
| Marke | Marzocchi | |
| Aufhängung | Zweiarmschwinge | |
| Federbein | Stereo-Federbeine | |
| Federweg | 65 mm | |
| Bremsen vorne | ||
| Kolben | Vierkolben | Zweikolben |
| Marke | Brembo | |
| Bauart | Einzelscheibe | |
| Durchmesser | 300 mm | |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Kolben | Zweikolben | Einkolben |
| Marke | Brembo | |
| Durchmesser | 240 mm | |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 100 mm | 110 mm |
| Reifenhöhe vorne | 90 % | 90 % |
| Reifendurchmesser vorne | 18 Zoll | 19 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 130 mm | 130 mm |
| Reifenhöhe hinten | 80 % | 80 % |
| Reifendurchmesser hinten | 17 Zoll | 18 Zoll |
| Länge | 2203 mm | 2170 mm |
| Breite | 800 mm | 815 mm |
| Höhe | 1115 mm | 1140 mm |
| Radstand | 1449 mm | 1450 mm |
| Sitzhöhe von | 790 mm | 780 mm |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 189 kg | |
| Tankinhalt | 22 l | 12 l |
| Führerscheinklassen | A2 | |
| Gewicht trocken (mit ABS) | 200 kg | |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Die Neuerungen an der V7 II (Motorneigung, Getriebe, ABS, ASR und Fußrastenposition) sind allesamt gelungen und verbessern die Maschine aus technischer Sicht. Optisch wurde zum Glück nichts geändert. Denn die V7 II schaut einfach mörderisch fesch aus. Geblieben sind die 48 PS. Dabei würden ihr 70 wirklich gut stehen.
Mit der Imperiale 400 stellt Benelli einen würdige Kandidatin für den Anschluss an die glorreichen vergangenen Tage der italienischen Kultmarke vor. Der Ansatz ist was die Fahrdynamik betrifft, sogar etwas zu authentisch geraten. Die Rede ist dabei nicht vom Eintopf, der sich wacker schlägt und wunderbar zum Cruisen taugt. Es sind Fahrwerk und Bremssystem, die für ein Motorrad des 21. Jahrhunderts nicht mehr zeitgemäß sind. Wer sich dessen bewusst ist, kann mit der Imperiale 400 herrliche Stunden verbringen - Motorradfahren wie damals.
- Wirklich fesch und charismatisch
- gutmütiger, Aufsehen erregender Motor
- unkompliziertes, aber eigenständiges Fahrverhalten
- sehr gutes ABS
- schade, dass Moto Guzzi nicht 70 oder gar 80 PS eingefüllt hat
- hinreißende Optik
- wertige Materialien
- genug Platz für 2
- kerniger Langhuber
- Fahrwerk extrem weich
- Bremse schwach