Indian Scout Rogue 2022 vs. Harley-Davidson Sportster XL 1200X Forty-Eight 2020
Bewertung
Indian Scout Rogue 2022 vs. Harley-Davidson Sportster XL 1200X Forty-Eight 2020 - Vergleich im Überblick
Der Indian Scout Rogue mit ihrem 4-Takt 60 Grad V 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 1.133 Kubik steht die Harley-Davidson Sportster XL 1200X Forty-Eight mit ihrem 4-Takt 60 Grad V 2-Zylinder-Motor mit 1.202 Kubik gegenüber. Die Indian hat mit 94 PS bei 8.000 Umdrehungen ein ordentliches Mehr an Leistung im Vergleich zur Harley-Davidson mit 67 PS bei 6.000 U / min.
Das maximale Drehmoment der Scout Rogue von 97 Newtonmeter bei 5.600 Touren bietet ähnlich viel Schub als die 96 Nm Drehmoment bei 3.500 Umdrehungen bei der Sportster XL 1200X Forty-Eight.
Bei der Scout Rogue federt vorne eine Telegabel konventionell mit 41 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten ein Stereo-Federbeine. Die Sportster XL 1200X Forty-Eight setzt vorne auf eine Telegabel konventionell mit 49 Millimeter Standrohr-Durchmesser.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Indian vorne eine Einzelscheibe mit 298 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange und hinten eine Scheibe mit 298 Millimeter Durchmesser und Einkolben-Zange. Die Harley-Davidson vertraut vorne auf eine Einzelscheibe Zweikolben-Zange. Hinten ist eine Scheibe Zweikolben-Zange verbaut.
Bei der Bereifung setzt Scout Rogue auf Schlappen mit den Maßen 130 / 60 - 19 vorne und 150 / 80 - 16 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Sportster XL 1200X Forty-Eight Reifen in den Größen 130/90-16 vorne und 150/80-16 hinten.
Der Radstand der Indian Scout Rogue misst 1.576 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 649 Millimeter. Die Harley-Davidson Sportster XL 1200X Forty-Eight ist von Radachse zu Radachse 1.495 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 710 Millimeter.
Mit einem fahrfertigen Gewicht von 255 kg ist die Harley-Davidson ähnlich schwer wie die Indian mit 250 kg.
In den Tank der Scout Rogue passen 12,5 Liter Sprit. Bei der Sportster XL 1200X Forty-Eight sind es 7,9 Liter Tankvolumen.
Technische Daten im Vergleich
Indian Scout Rogue 2022 |
Harley-Davidson Sportster XL 1200X Forty-Eight 2020 |
|
|
|
|
| Motor und Antrieb | ||
| Motorbauart | V | V |
| Grad | 60 | |
| Zylinderzahl | 2 | 2 |
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Ventile pro Zylinder | 4 | |
| Ventilsteuerung | DOHC | OHV |
| Kühlung | flüssig | Luft |
| Hubraum | 1133 ccm | 1202 ccm |
| Bohrung | 99 mm | 88,9 mm |
| Hub | 74 mm | 96,8 mm |
| Leistung | 94 PS | 67 PS |
| U/min bei Leistung | 8000 U/min | 6000 U/min |
| Drehmoment | 97 Nm | 96 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 5600 U/min | 3500 U/min |
| Verdichtung | 10,7 | 10 |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | Einspritzung |
| Starter | Elektro | Elektro |
| Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad | Mehrscheiben im Ölbad |
| Antrieb | Riemen | Riemen |
| Getriebe | Gangschaltung | Gangschaltung |
| Ganganzahl | 6 | 5 |
| Zündung | Transistor | |
| Chassis | ||
| Lenkkopfwinkel | 61 Grad | 29,6 Grad |
| Nachlauf | 120 mm | 132 mm |
| Rahmen | Stahl | |
| Rahmenbauart | Doppelschleife | |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Telegabel konventionell | Telegabel konventionell |
| Durchmesser | 41 mm | 49 mm |
| Federweg | 120 mm | |
| Fahrwerk hinten | ||
| Aufhängung | Zweiarmschwinge | |
| Federbein | Stereo-Federbeine | |
| Federweg | 51 mm | |
| Einstellmöglichkeit | Federvorspannung | |
| Bremsen vorne | ||
| Bauart | Einzelscheibe | Einzelscheibe |
| Durchmesser | 298 mm | |
| Kolben | Zweikolben | Zweikolben |
| Aufnahme | Schwimmsattel | Schwimmsattel |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Durchmesser | 298 mm | |
| Kolben | Einkolben | Zweikolben |
| Aufnahme | Schwimmsattel | Schwimmsattel |
| Fahrassistenzsysteme | ||
| Assistenzsysteme | ABS | |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 130 mm | 130 mm |
| Reifenhöhe vorne | 60 % | 90 % |
| Reifendurchmesser vorne | 19 Zoll | 16 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 150 mm | 150 mm |
| Reifenhöhe hinten | 80 % | 80 % |
| Reifendurchmesser hinten | 16 Zoll | 16 Zoll |
| Länge | 2274 mm | 2165 mm |
| Breite | 995 mm | 820 mm |
| Höhe | 1181 mm | 1065 mm |
| Radstand | 1576 mm | 1495 mm |
| Sitzhöhe von | 649 mm | 710 mm |
| Gewicht trocken (mit ABS) | 241 kg | |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 250 kg | 255 kg |
| Tankinhalt | 12,5 l | 7,9 l |
| Höchstgeschwindigkeit | 180 km/h | |
| Führerscheinklassen | A | |
| Standgeräusch | 98 db | |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Der Schurke, der 2022 neu ins Modell-Lineup eingezogen ist, wird Cruiser-Fans der alten Schule glücklich machen. Ein Bike mit potentem Motor und ohne viel Tam Tam. Den coolen minimalistischen Look erkauft man sich jedoch mit kleinen funktionellen Einschränkungen, an denen sich echte Enthusiasten aber nicht stören werden.
Sucht man im Lexikon das Wort Bobber, wird wahrscheinlich ein Bild der Harley-Davidson 48 auftauchen. In unserem Vergleich ist sie dank der langen Sportster-Historie und cleverem Marketing wahrscheinlich das authentischste Bike der vier Test-Motorräder. Und dabei ist sie die Einzige, die die Bezeichnung “Bobber” nicht im Namen trägt - denn das hat sie gar nicht nötig. An ihr wurde nichts weichgespült, um Komfort-verwöhnte Kundinnen und Kunden glücklich zu machen. Im Stand vibriert das Motorrad und das Getriebe gibt bei jedem Gangwechsel ein lautes „Klunk“ von sich. Die Harley-Davidson 48 ist roh, kompromisslos und einfach oldschool – und cool. Bei anderen Herstellern undenkbar, bei Harley-Davidson normal – dank cleverem Marketing! Trotzdem fährt sich die Forty-Eight wie ein relativ modernes Motorrad. Der V2 hat mächtigen Druck, mit dem die Bremsen problemlos klarkommen. Auch wenn das Fahrwerk auf Komfort ausgelegt ist, waren wir überrascht, wie sportlich sich die Sportster durch kurviges Gelände bewegen lässt.
- drehfreudiger Motor
- dezente, edle “all black” Optik
- auf das Wesentliche reduziert
- überraschend guter Windschutz
- Schräglagenfreiheit klassentypisch eingeschränkt
- Federbeine hinten unterdimensioniert
- Soziussitz aufpreispflichtig
- Sehr gelungene Optik, erhältlich in vier Lackierungen
- Cooler Peanut-Tank
- Authentischer Auftritt
- Charaktervolle Eigenschaften
- Wenig Schräglagenfreiheit
- Harte Schaltung
- Sehr geringe Reichweite durch kleinen Tank
- Eigenwillige Blinkerbetätigung