Indian FTR Rally 2024 vs. Fantic Caballero Rally 500 2024
Bewertung
Indian FTR Rally 2024 vs. Fantic Caballero Rally 500 2024 - Vergleich im Überblick
Der Indian FTR Rally mit ihrem 4-Takt 60 Grad V 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 1.203 Kubik steht die Fantic Caballero Rally 500 mit ihrem 4-Takt 1-Zylinder-Motor mit 449 Kubik gegenüber. Die Indian hat mit 120 PS bei 8.250 Umdrehungen einen mächtigen Leistungsvorsprung im Vergleich zur Fantic mit 40 PS bei 7.100 U / min.
Das maximale Drehmoment der FTR Rally von 115 Newtonmeter bei 6.000 Touren bietet einen deutlich stärkeren Punch als die 40 Nm Drehmoment bei 6.000 Umdrehungen bei der Caballero Rally 500.
Bei der FTR Rally federt vorne eine Telegabel Upside-Down mit 43 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten ein Monofederbein. Die Caballero Rally 500 setzt vorne auf eine Telegabel Upside-Down mit 43 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Zugstufe verstellbares Monofederbein.
Die Fantic Caballero Rally 500 hat mit 200 mm vorne und 200 mm hinten ein einen deutlich längeren Federweg als die Indian FTR Rally mit 150 mm vorne und 150 mm hinten.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Indian vorne eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe mit 265 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange von Brembo. Die Fantic vertraut vorne auf eine Einzelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und. Hinten ist eine Scheibe mit 230 mm Durchmesser und verbaut.
Bei der Bereifung setzt FTR Rally auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 19 vorne und 150 / 80 - 18 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Caballero Rally 500 Reifen in den Größen 110/80-19 vorne und 140/80-17 hinten.
Der Radstand der Indian FTR Rally misst 1.524 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 840 Millimeter. Die Fantic Caballero Rally 500 ist von Radachse zu Radachse 1.425 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 860 Millimeter.
Mit einem Trockengewicht von 221 kg ist die Indian massiv schwerer als die Fantic mit 150 kg.
In den Tank der FTR Rally passen 13 Liter Sprit. Bei der Caballero Rally 500 sind es 12 Liter Tankvolumen.
Technische Daten im Vergleich
Indian FTR Rally 2024 |
Fantic Caballero Rally 500 2024 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Motorbauart | V | |
| Grad | 60 | |
| Zylinderzahl | 2 | 1 |
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Ventile pro Zylinder | 4 | 4 |
| Ventilsteuerung | DOHC | |
| Kühlung | flüssig | flüssig |
| Hubraum | 1203 ccm | 449 ccm |
| Bohrung | 102 mm | 94,5 mm |
| Hub | 73,6 mm | 64 mm |
| Leistung | 120 PS | 40 PS |
| U/min bei Leistung | 8250 U/min | 7100 U/min |
| Drehmoment | 115 Nm | 40,2 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 6000 U/min | 6000 U/min |
| Verdichtung | 12,5 | |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | Einspritzung |
| Drosselklappendurchmesser | 60 mm | 40 mm |
| Starter | Elektro | Elektro |
| Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad | Mehrscheiben im Ölbad |
| Antrieb | Kette | |
| Getriebe | Gangschaltung | Gangschaltung |
| Ganganzahl | 6 | 6 |
| Zündung | CDI | |
| Chassis | ||
| Rahmen | Stahl | Stahl |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | Zentralrohr |
| Lenkkopfwinkel | 63,7 Grad | |
| Nachlauf | 130 mm | |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Telegabel Upside-Down | Telegabel Upside-Down |
| Durchmesser | 43 mm | 43 mm |
| Federweg | 150 mm | 200 mm |
| Fahrwerk hinten | ||
| Aufhängung | Zweiarmschwinge | Zweiarmschwinge |
| Material | Stahl | Stahl |
| Federbein | Monofederbein | Monofederbein |
| Federweg | 150 mm | 200 mm |
| Einstellmöglichkeit | Zugstufe | |
| Bremsen vorne | ||
| Bauart | Doppelscheibe | Einzelscheibe |
| Durchmesser | 320 mm | 320 mm |
| Kolben | Vierkolben | |
| Betätigung | hydraulisch | |
| Technologie | radial, Monoblock | |
| Marke | Brembo | |
| Aufnahme | Schwimmsattel | |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Durchmesser | 265 mm | 230 mm |
| Kolben | Zweikolben | |
| Marke | Brembo | |
| Fahrassistenzsysteme | ||
| Assistenzsysteme | ABS, Fahrmodi, Ride by Wire, Traktionskontrolle, Wheelie-Kontrolle | ABS |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 120 mm | 110 mm |
| Reifenhöhe vorne | 70 % | 80 % |
| Reifendurchmesser vorne | 19 Zoll | 19 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 150 mm | 140 mm |
| Reifenhöhe hinten | 80 % | 80 % |
| Reifendurchmesser hinten | 18 Zoll | 17 Zoll |
| Länge | 2287 mm | 2080 mm |
| Radstand | 1524 mm | 1425 mm |
| Sitzhöhe von | 840 mm | 860 mm |
| Gewicht trocken (mit ABS) | 221 kg | 150 kg |
| Tankinhalt | 13 l | 12 l |
| Führerscheinklassen | A | A2 |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 157 kg | |
| Reichweite | 285 km | |
| CO²-Ausstoß kombiniert | 97 g/km | |
| Kraftstoffverbrauch kombiniert | 4,2 l/100km | |
| Ausstattung | ||
| Ausstattung | LED-Scheinwerfer | |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Die Indian FTR Rally ist so wie die allererste FTR 1200 eine Mogelpackung, der man keineswegs böse sein sollte, dass sie im Gelände trotz Offroad-Bereifung sehr früh an ihre Grenzen stößt. Stattdessen darf man sich darüber freuen, dass dieses Naked Bike bei guter Performance in Sachen Handling und Bremse erstaunlich komfortabel und bequem ist. Damit wird auf der FTR Rally der Scrambler-Gedanke ausgezeichnet gelebt. Der mächtige V2-Motor verhilft ihr dabei zur Bezeichnung Power-Scrambler. Die Schwächen beim Display und das geringe Tankvolumen fallen in die Kategorie der vertretbaren Mängel, die nicht vom Kauf abhalten sollten.
Die Fantic Caballero 500 Rally positioniert sich als wendiges, spaßorientiertes Offroad-Motorrad mit starkem Charakter und überraschendem Tiefgang. Sie richtet sich nicht an jene, die kompromisslose Adventure-Tourer suchen, sondern an alle, die ein leichtes, intuitiv fahrbares und emotional aufgeladenes Bike für Geländeausflüge und Alltag suchen. Mit ihrem kräftigen Einzylinder, dem agilen Fahrverhalten und zahlreichen cleveren Detaillösungen bietet sie viel Freude – vor allem für Fahrerinnen und Fahrer mit geringer bis durchschnittlicher Körpergröße. Gleichzeitig zeigt sie Licht und Schatten: Dort, wo sie hochwertig gefräste Teile und Offroad-taugliche Lösungen bietet, begeistert sie. An anderen Stellen wie der Ergonomie für Große oder dem nicht deaktivierbaren ABS offenbart sie klare Grenzen. Doch genau das macht auch ihren Charme aus – eine kleine Italienerin mit Charakter, Ecken und Kanten.
- MächtigerV2-Motor mit viel Charisma und ordentlich Druck
- trotz hohem Gewicht einfaches Handling
- einzigartiges Konzept
- eigenständige Optik
- komplette Ausstattung
- gute Bremsen
- bequeme Sitzposition
- nur 13 Liter Tankvolumen
- Quickshifter nicht einmal als Zubehör erhältlich
- zu lange Startsequenz der Elektronik am Display
- hoher Preis
- spielerisches Handling
- kräftiger, kultivierter Einzylinder
- wertige Details wie gefräste Fußrastenaufnahmen und Gabelbrücke
- gute Traktion im Gelände
- zugängliche Ergonomie für kleinere Fahrer
- Sound und Auspuffdesign emotional stimmig
- ABS nicht deaktivierbar
- Fahrwerk limitiert bei hohem Tempo und grobem Terrain
- eingeschränkte Ergonomie für große Fahrer
- Krümmer ungeschützt
- Bremshebel nicht klappbar