Ducati Scrambler Desert Sled 2018 vs. Indian FTR 1200 S 2020
Bewertung
Ducati Scrambler Desert Sled 2018 vs. Indian FTR 1200 S 2020 - Vergleich im Überblick
Der Ducati Scrambler Desert Sled mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 803 Kubik steht die Indian FTR 1200 S mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit 1.203 Kubik gegenüber.
Das maximale Drehmoment der FTR 1200 S von 115 Newtonmeter bei 6.000 Touren bietet einen deutlich stärkeren Punch als die 67 Nm Drehmoment bei 5.750 Umdrehungen bei der Scrambler Desert Sled.
Bei der Scrambler Desert Sled federt vorne eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down mit 46 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Federvorspannung, Zugstufe verstellbares Monofederbein von Kayaba. Die FTR 1200 S setzt vorne auf eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down mit 43 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein.
Die Ducati Scrambler Desert Sled hat mit 200 mm vorne und 200 mm hinten ein einen deutlich längeren Federweg als die Indian FTR 1200 S mit 150 mm vorne und 150 mm hinten.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Ducati vorne eine Einzelscheibe mit 330 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe mit 245 Millimeter Durchmesser und Einkolben-Zange. Die Indian vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe mit 265 mm Durchmesser und Zweikolben-Zange von Brembo verbaut.
Bei der Bereifung setzt Scrambler Desert Sled auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 19 vorne und 170 / 60 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der FTR 1200 S Reifen in den Größen 120/70-19 vorne und 150/80-18 hinten.
Der Radstand der Ducati Scrambler Desert Sled misst 1.585 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 860 Millimeter. Die Indian FTR 1200 S ist von Radachse zu Radachse 1.524 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 840 Millimeter.
Mit einem Trockengewicht von 221 kg ist die Indian viel schwerer als die Ducati mit 191 kg.
In den Tank der Scrambler Desert Sled passen 13,5 Liter Sprit. Bei der FTR 1200 S sind es 13 Liter Tankvolumen.
Von der Ducati Scrambler Desert Sled gibt es aktuell 2 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Indian FTR 1200 S sind derzeit 2 Modelle verfügbar. Für die Ducati gibt es aktuell 27 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, Indian wurde derzeit 310 Mal pro Monat gesucht.
Technische Daten im Vergleich
Ducati Scrambler Desert Sled 2018 |
Indian FTR 1200 S 2020 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Motorbauart | V | V |
| Grad | 90 | 60 |
| Zylinderzahl | 2 | 2 |
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Ventile pro Zylinder | 2 | 4 |
| Ventilsteuerung | Desmodromik | DOHC |
| Kühlung | Luft | flüssig |
| Hubraum | 803 ccm | 1203 ccm |
| Bohrung | 88 mm | 102 mm |
| Hub | 66 mm | 73,6 mm |
| Leistung | 73 PS | 120 PS |
| U/min bei Leistung | 8250 U/min | 8250 U/min |
| Drehmoment | 67 Nm | 115 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 5750 U/min | 6000 U/min |
| Verdichtung | 11 | 12,5 |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | Einspritzung |
| Starter | Elektro | Elektro |
| Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad | Mehrscheiben im Ölbad |
| Antrieb | Kette | Kette |
| Getriebe | Gangschaltung | Gangschaltung |
| Ganganzahl | 6 | 6 |
| Drosselklappendurchmesser | 60 mm | |
| Chassis | ||
| Rahmen | Stahl | Stahl |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | Gitterrohr |
| Lenkkopfwinkel | 66 Grad | 63,7 Grad |
| Nachlauf | 112 mm | 130 mm |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Telegabel Upside-Down | Telegabel Upside-Down |
| Durchmesser | 46 mm | 43 mm |
| Federweg | 200 mm | 150 mm |
| Einstellmöglichkeit | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe |
| Fahrwerk hinten | ||
| Aufhängung | Zweiarmschwinge | Zweiarmschwinge |
| Material | Aluminium | Stahl |
| Federbein | Monofederbein | Monofederbein |
| Aufnahme | Umlenkung | |
| Marke | Kayaba | |
| Federweg | 200 mm | 150 mm |
| Einstellmöglichkeit | Federvorspannung, Zugstufe | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe |
| Bremsen vorne | ||
| Bauart | Einzelscheibe | Doppelscheibe |
| Durchmesser | 330 mm | 320 mm |
| Kolben | Vierkolben | Vierkolben |
| Betätigung | hydraulisch | hydraulisch |
| Technologie | radial, Monoblock | radial, Monoblock |
| Marke | Brembo | Brembo |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Durchmesser | 245 mm | 265 mm |
| Kolben | Einkolben | Zweikolben |
| Marke | Brembo | |
| Fahrassistenzsysteme | ||
| Assistenzsysteme | ABS | ABS, Fahrmodi, Ride by Wire, Traktionskontrolle, Wheelie-Kontrolle |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 120 mm | 120 mm |
| Reifenhöhe vorne | 70 % | 70 % |
| Reifendurchmesser vorne | 19 Zoll | 19 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 170 mm | 150 mm |
| Reifenhöhe hinten | 60 % | 80 % |
| Reifendurchmesser hinten | 17 Zoll | 18 Zoll |
| Länge | 2200 mm | 2287 mm |
| Breite | 940 mm | |
| Höhe | 1213 mm | |
| Radstand | 1585 mm | 1524 mm |
| Sitzhöhe von | 860 mm | 840 mm |
| Gewicht trocken (mit ABS) | 191 kg | 221 kg |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 207 kg | |
| Tankinhalt | 13,5 l | 13 l |
| Führerscheinklassen | A | A |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Die Desert Sled ist vielleicht nicht für den harten Offroad-Einsatz gemacht, für Spaßpartien auf Schotterstraßen und im leichten Gelände aber bestens gerüstet. Mit dem zusätzlichen Fahrmodus (ABS am Hinterrad abschaltbar), dem großen 19 Zoll-Vorderrad und den voll einstellbaren Federelementen trägt sie diesen Anforderungen durchaus Rechnung. Die Sitzhöhe von 860 lässt ebenfalls erahnen, dass Geländeausritte nicht völlig absurd sind. Vermutlich ist es aber ohnehin diese atemberaubend hübsche Optik der Desert Sled, die das Interesse der Retro-Fans wecken wird.
Noch nie war eine Mogelpackung so cool wie die Indian FTR 1200! Der optische Flat Tracker-Stil macht sie einzigartig und begehrenswert, die seltene Bereifung wirkt sich aber keineswegs negativ auf die Fahrdynamik aus. Das macht aus der FTR 1200 ein gut fahrbares Naked Bike, das auch auf schlechten Straßen eine gute Figur macht. Der Motor ist kräftig genug, die Bremsen gut, die Sitzposition angenehm und die Gesamt-Performance (im Trockenen) ausgezeichnet.
- coole Optik
- kultivierter Motor
- robuster Auftritt
- wirklich geländetauglich
- zusätzlicher Fahrmodus
- Kurven-ABS
- etwas hohe Sitzbank für kleine Fahrer
- Bremse braucht Handkraft
- nicht billig
- Einfaches Handling
- kräftiger Motor
- einzigartige Optik
- komplette Ausstattung
- gute Bremsen
- angenehme Sitzposition
- nur 13 Liter Tankvolumen
- Gasannahme beim Anfahren etwas ruppig