Ducati Multistrada V4 RS 2026 vs. Ducati DesertX 2024
Bewertung
Ducati Multistrada V4 RS 2026 vs. Ducati DesertX 2024 - Vergleich im Überblick
Der Ducati Multistrada V4 RS mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 4-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 1.103 Kubik steht die Ducati DesertX mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit 937 Kubik gegenüber. Die Multistrada V4 RS hat mit 180 PS bei 12.250 Umdrehungen einen mächtigen Leistungsvorsprung im Vergleich zur DesertX mit 110 PS bei 9.250 U / min.
Das maximale Drehmoment der Multistrada V4 RS von 118 Newtonmeter bei 9.500 Touren bietet ordentlich mehr Schmalz als die 92 Nm Drehmoment bei 6.500 Umdrehungen bei der DesertX.
Bei der Multistrada V4 RS federt vorne eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Öhlins mit 48 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Öhlins. Die DesertX setzt vorne auf eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Kayaba mit 46 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Kayaba.
Die Ducati DesertX hat mit 230 mm vorne und 220 mm hinten ein einen deutlich längeren Federweg als die Ducati Multistrada V4 RS mit 170 mm vorne und 170 mm hinten.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Multistrada V4 RS vorne eine Doppelscheibe mit 330 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe mit 280 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange von Brembo. Die DesertX vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe mit 265 mm Durchmesser und Zweikolben-Zange von Brembo verbaut.
Bei der Bereifung setzt Multistrada V4 RS auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 17 vorne und 190 / 55 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der DesertX Reifen in den Größen 90/90-21 vorne und 150/70-18 hinten.
Der Radstand der Ducati Multistrada V4 RS misst 1.591 Millimeter, die Sitzhöhe reicht von 840 bis 860 Millimeter. Die Ducati DesertX ist von Radachse zu Radachse 1.608 mm lang und ihre Sitzhöhe reicht von 875 bis 890 Millimeter.
Mit einem Trockengewicht von 225 kg ist die Multistrada V4 RS viel schwerer als die DesertX mit 202 kg.
In den Tank der Multistrada V4 RS passen 22 Liter Sprit. Bei der DesertX sind es 21 Liter Tankvolumen.
Von der Ducati Multistrada V4 RS gibt es aktuell 8 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Ducati DesertX sind derzeit 19 Modelle verfügbar. Für die Multistrada V4 RS gibt es aktuell 137 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, DesertX wurde derzeit 112 Mal pro Monat gesucht.
Technische Daten im Vergleich
Ducati Multistrada V4 RS 2026 |
Ducati DesertX 2024 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Motorbauart | V | V |
| Grad | 90 | 90 |
| Zylinderzahl | 4 | 2 |
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Ventile pro Zylinder | 4 | 4 |
| Ventilsteuerung | Desmodromik | Desmodromik, DOHC |
| Kühlung | flüssig | flüssig |
| Schmierung | Trockensumpf | |
| Hubraum | 1103 ccm | 937 ccm |
| Bohrung | 81 mm | 94 mm |
| Hub | 53,5 mm | 67,5 mm |
| Leistung | 180 PS | 110 PS |
| U/min bei Leistung | 12250 U/min | 9250 U/min |
| Drehmoment | 118 Nm | 92 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 9500 U/min | 6500 U/min |
| Verdichtung | 14 | 13,3 |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | Einspritzung |
| Drosselklappendurchmesser | 50 mm | |
| Starter | Elektro | Elektro |
| Kupplung | Trocken | Mehrscheiben im Ölbad, Antihopping |
| Antrieb | Kette | Kette |
| 2WD | nein | |
| Getriebe | Gangschaltung | Gangschaltung |
| Ganganzahl | 6 | 6 |
| A2-Drosselung möglich | ja | |
| Chassis | ||
| Rahmen | Aluminium | Stahl |
| Rahmenbauart | Monocoque | Gitterrohr |
| Lenkkopfwinkel | 25,7 Grad | 62,4 Grad |
| Nachlauf | 120 mm | 122 mm |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Telegabel Upside-Down | Telegabel Upside-Down |
| Technologie | TiN-Beschichtung | |
| Marke | Öhlins | Kayaba |
| Durchmesser | 48 mm | 46 mm |
| Federweg | 170 mm | 230 mm |
| Einstellmöglichkeit | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe |
| Fahrwerk hinten | ||
| Aufhängung | Einarmschwinge | Zweiarmschwinge |
| Material | Aluminium | Aluminium |
| Federbein | Monofederbein | Monofederbein |
| Marke | Öhlins | Kayaba |
| Federweg | 170 mm | 220 mm |
| Einstellmöglichkeit | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe |
| Bremsen vorne | ||
| Bauart | Doppelscheibe | Doppelscheibe |
| Durchmesser | 330 mm | 320 mm |
| Kolben | Vierkolben | Vierkolben |
| Aufnahme | Semi-Schwimmsattel | Semi-Schwimmsattel |
| Betätigung | hydraulisch | hydraulisch |
| Technologie | radial, Monoblock | radial, Monoblock |
| Marke | Brembo | Brembo |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Durchmesser | 280 mm | 265 mm |
| Kolben | Zweikolben | Zweikolben |
| Aufnahme | Schwimmsattel | Schwimmsattel |
| Marke | Brembo | Brembo |
| Fahrassistenzsysteme | ||
| Assistenzsysteme | ABS, Berganfahrhilfe, Kurven-ABS, Motorschleppmomentregelung, Radar-Tempomat, Schaltassistent, Tempomat, Traktionskontrolle, Komfort, Elektronische Gassteuerung, Kurven-Traktionskontrolle | Fahrmodi, Kurven-ABS, Ride by Wire, Schaltassistent mit Blipper, Tempomat, Traktionskontrolle, Wheelie-Kontrolle |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 120 mm | 90 mm |
| Reifenhöhe vorne | 70 % | 90 % |
| Reifendurchmesser vorne | 17 Zoll | 21 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 190 mm | 150 mm |
| Reifenhöhe hinten | 55 % | 70 % |
| Reifendurchmesser hinten | 17 Zoll | 18 Zoll |
| Radstand | 1591 mm | 1608 mm |
| Sitzhöhe von | 840 mm | 875 mm |
| Sitzhöhe bis | 860 mm | 890 mm |
| Gewicht trocken (mit ABS) | 225 kg | 202 kg |
| Tankinhalt | 22 l | 21 l |
| Reichweite | 301 km | 375 km |
| Euro Norm | Euro 5+ | |
| CO²-Ausstoß kombiniert | 170 g/km | 133 g/km |
| Kraftstoffverbrauch kombiniert | 7,3 l/100km | 5,6 l/100km |
| Wartungsintervall | 15000 km | |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 223 kg | |
| Führerscheinklassen | A2, A | |
| Ausstattung | ||
| Ausstattung | Connectivity, Touch-Display, Integriertes Navigationssystem, Laden & Strom, Konnektivität, Beleuchtung | Connectivity, Griffheizung, LED Tagfahrlicht, LED-Scheinwerfer, TFT Display |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Als jemand, der sportliche Allrounder mag, war ich von der Multistrada Pikes Peak beeindruckt, als ich sie vor einem Jahr auf der Rennstrecke in Modena fuhr, aber mit der RS hat Ducati die Grenzen des Machbaren bei einer Crossover-Maschine erweitert. Ein V4 mit 192 PS in einem Fahrwerk, das viele Qualitäten der exzellenten Streetfighter und Panigale besitzt, gemischt mit der Vielseitigkeit der Multistrada, ergibt eine berauschende Mischung. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sie, zumindest für mich, die bestaussehende Multistrada der Serie ist. Ja, sie ist teuer, aber sie ist auch exotisch. Wie oft, frage ich mich, haben sich Panigale-Besitzer schon nach etwas mehr Komfort, Reichweite oder Praktikabilität gesehnt? Nun, abgesehen von ein paar unbedeutenden Zehntelsekunden bei der Rundenzeit auf der Rennstrecke, ist das hier das Motorrad. Es wird Europa genauso leicht aufmischen wie es sich in der schnellen Trackday-Gruppe behaupten wird. Wer braucht das? Ich schon, und ich vermute, viele andere auch. Ich finde es toll, dass Ducati mutig und kühn genug war, etwas zu entwickeln, das gleichzeitig so praktisch und so verrückt ist.
Die neue DesertX ist das letzte Ducati-Modell, welches nun auf den neuen 890er-V2-Motor baut. Und es ist auch das Modell, welches am meisten von dem neuen Aggregat profitiert. Sie ist weiterhin so sportlich, abenteuerlustig und stabil wie bisher, kann durch den umgänglichen Motor aber auch im Alltag oder im technischeren Gelände punkten. Den größten Raum für Verbesserungen gibt es beim Langstrecken-Komfort, doch das ist schon jammern auf hohem Niveau. Die neue DesertX ist ein sehr rundes Gesamtpaket, mit richtig viel Performance auf und abseits des Asphalts und kaum nennenswerter Schwächen.
- kräftiger Vortrieb
- umfangreiches Elektronikpaket
- hochwertige Fahrwerks- und Bremskomponenten
- sportliches Handling
- gute Allround-Fähigkeiten
- hoher Verbrauch
- sehr kontrollierbarer, dennoch sportlich drehfreudiger V2-Motor
- starkes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen
- sehr gute Getriebeabstufung
- hohe Fahrwerksstabilität
- sehr gute Offroad-Ergonomie
- fein abgestimmte Elektronik
- gutes Gefühl fürs Vorderrad
- präzise Dosierbarkeit der Vorderbremse
- Pragmatische Verbesserungen im Vergleich zu Vorgängermodell
- serienmäßiger Tempomat, Quickshifter und USB-A sowie USB-C
- kaum Gewichtsersparnis gegenüber dem Vorgänger
- kleinerer Haupttank - mäßige Reichweite von knapp 300 km
- Windschutz bei 1,85 m am Helm eher mittelmäßig
- Quickshifter teils empfindlich bei unabsichtlichen Kontakt mit Stiefeln
- Hinterradbremse mit viel Leerweg
- Soziusfußraste bei großen Stiefeln etwas im Weg