Benelli Imperiale 400 2022 vs. Kawasaki Vulcan S 2018
Bewertung
Benelli Imperiale 400 2022 vs. Kawasaki Vulcan S 2018 - Vergleich im Überblick
Der Benelli Imperiale 400 mit ihrem 4-Takt 1-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 374 Kubik steht die Kawasaki Vulcan S mit ihrem 4-Takt Reihe 2-Zylinder-Motor mit 649 Kubik gegenüber. Die Kawasaki hat mit 61 PS bei 7.500 Umdrehungen einen mächtigen Leistungsvorsprung im Vergleich zur Benelli mit 20 PS bei 5.500 U / min.
Das maximale Drehmoment der Vulcan S von 63 Newtonmeter bei 6.600 Touren bietet einen deutlich stärkeren Punch als die 29 Nm Drehmoment bei 3.500 Umdrehungen bei der Imperiale 400.
Bei der Imperiale 400 federt vorne eine Telegabel konventionell mit 41 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten ein Stereo-Federbeine.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Benelli vorne eine Einzelscheibe mit 300 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange und hinten eine Scheibe mit 240 Millimeter Durchmesser und Einkolben-Zange. Die Kawasaki vertraut vorne auf eine Einzelscheibe Zweikolben-Zange. Hinten ist eine Scheibe Einkolben-Zange verbaut.
Bei der Bereifung setzt Imperiale 400 auf Schlappen mit den Maßen 110 / 90 - 19 vorne und 130 / 80 - 18 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Vulcan S Reifen in den Größen 120/70-18 vorne und 160/60-17 hinten.
Der Radstand der Benelli Imperiale 400 misst 1.450 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 780 Millimeter. Die Kawasaki Vulcan S ist von Radachse zu Radachse 1.575 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 705 Millimeter.
In den Tank der Imperiale 400 passen 12 Liter Sprit. Bei der Vulcan S sind es 14 Liter Tankvolumen.
Der aktuelle Durchschnittspreis der Benelli Imperiale 400 beträgt in unserer Neu- und Gebrauchtmotorradbörse 2.978 Euro und ist damit deutlich günstiger als der Preis der Kawasaki Vulcan S mit 7.041 Euro im Durchschnitt.
Von der Benelli Imperiale 400 gibt es aktuell 3 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Kawasaki Vulcan S sind derzeit 35 Modelle verfügbar.
Technische Daten im Vergleich
Benelli Imperiale 400 2022 |
Kawasaki Vulcan S 2018 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Zylinderzahl | 1 | 2 |
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Ventile pro Zylinder | 4 | |
| Ventilsteuerung | OHC | |
| Kühlung | Luft | flüssig |
| Hubraum | 373,5 ccm | 649 ccm |
| Bohrung | 72,7 mm | 83 mm |
| Hub | 90 mm | 60 mm |
| Leistung | 20,4 PS | 61 PS |
| U/min bei Leistung | 5500 U/min | 7500 U/min |
| Drehmoment | 29 Nm | 63 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 3500 U/min | 6600 U/min |
| Verdichtung | 8,5 | 10,8 |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | |
| Starter | Elektro | Elektro |
| Antrieb | Kette | Kette |
| Getriebe | Gangschaltung | |
| Ganganzahl | 5 | 6 |
| Motorbauart | Reihe | |
| Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad | |
| Zündung | Digital | |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Telegabel konventionell | |
| Durchmesser | 41 mm | |
| Federweg | 110 mm | |
| Fahrwerk hinten | ||
| Aufhängung | Zweiarmschwinge | |
| Federbein | Stereo-Federbeine | |
| Federweg | 65 mm | |
| Bremsen vorne | ||
| Bauart | Einzelscheibe | Einzelscheibe |
| Durchmesser | 300 mm | |
| Kolben | Zweikolben | Zweikolben |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Durchmesser | 240 mm | |
| Kolben | Einkolben | Einkolben |
| Fahrassistenzsysteme | ||
| Assistenzsysteme | ABS | |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 110 mm | 120 mm |
| Reifenhöhe vorne | 90 % | 70 % |
| Reifendurchmesser vorne | 19 Zoll | 18 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 130 mm | 160 mm |
| Reifenhöhe hinten | 80 % | 60 % |
| Reifendurchmesser hinten | 18 Zoll | 17 Zoll |
| Länge | 2170 mm | 2310 mm |
| Breite | 815 mm | 880 mm |
| Höhe | 1140 mm | 1100 mm |
| Radstand | 1450 mm | 1575 mm |
| Sitzhöhe von | 780 mm | 705 mm |
| Gewicht trocken (mit ABS) | 200 kg | |
| Tankinhalt | 12 l | 14 l |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 228 kg | |
| Führerscheinklassen | A | |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Mit der Imperiale 400 stellt Benelli einen würdige Kandidatin für den Anschluss an die glorreichen vergangenen Tage der italienischen Kultmarke vor. Der Ansatz ist was die Fahrdynamik betrifft, sogar etwas zu authentisch geraten. Die Rede ist dabei nicht vom Eintopf, der sich wacker schlägt und wunderbar zum Cruisen taugt. Es sind Fahrwerk und Bremssystem, die für ein Motorrad des 21. Jahrhunderts nicht mehr zeitgemäß sind. Wer sich dessen bewusst ist, kann mit der Imperiale 400 herrliche Stunden verbringen - Motorradfahren wie damals.
Egal in welche Plattform Kawasaki den 650 Kubik Zweizylinder packt - das Ergebnis ist jedes mal ein leiwandes Motorrad! Auch wenn der Motor für einen Cruiser ungewöhnlich drehfreudig ist, ergibt er gepaart mit der sportlichen Fahrwerksabstimmung einen Cruiser, der sich eigentlich schon als Sport-Cruiser qualifiziert. Gebremst wird man nur durch die begrenzte Schräglagenfreiheit, was Liebhaber einer herzhaften Fußrasten-Schleiferei jedoch nicht abschrecken wird. Bei solch einem gutem Bike hoffen wir, dass Kawasaki mal nachlegt - schließlich begleitet uns die Vulcan S bereits seit 2015 beinahe unverändert.
- hinreißende Optik
- wertige Materialien
- genug Platz für 2
- kerniger Langhuber
- Fahrwerk extrem weich
- Bremse schwach
- kraftvoller Motor
- Fahrwerksabstimmung mit sportlicher Kawasaki-DNA
- echte Cruiser-Sitzposition
- gut leserliches Display
- Potential im Tuning
- Optik schon etwas in die Jahre gekommen
- mäßiger Windschutz