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Die Z 750 RR sieht so aus wie es sich für ein nacktes Renngerät gehört:
Hart! |
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Kawasaki Z750 RR - Rennstreckenumbau |
Wenig Aufwand, große Wirkung: Tolle Rennmaschine auf Basis der Z750 R. |
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Am Anfang stand eine Idee. Ein Markenpokal mit der Z 750R von
Kawasaki. Ein feines und beliebtes Nakedbike für die Straße sollte die
Basis für eine ebenso leistbare wie ernstzunehmende Rennserie werden. Ich selbst
wäre gerne mitgefahren, auch die Kollegen vom Reitwagen hatten schon
eine Maschine bestellt, doch die Mindestteilnehmerzahl von 25 wurde nicht
erreicht. Das Demobike wurde aber trotzdem gebaut! Magic Alois mit seiner Crew
und Martin Bauer stellten mit überschaubarem Aufwand ein richtig gutes
Rennstreckenmotorrad hin. Am Pannoniaring prüften wir mal nach, was sie
so drauf hat.
Optisch ist ein für die Rennstrecke umgebautes Nakedbike eigentlich
immer ein mörderischer Renner. Sieht immer brutal und speedgierig aus.
Da steht eigentlich fast jeder drauf. Wenn die Machofuhre dann auch
noch grün-schwarz ist, dann kann ohnehin schon nix mehr schiefgehen.
Das Grinsen wird aber schon auf den ersten Metern noch mal breiter.
Martin Bauer, IDM Champ und ganz nebenbei einer der wohl besten
Motorrad-Veredler, hat sich gemeinsam mit der Kawasaki Crew um das
Setup vom Fahrzeug gekümmert. Die Problemzonen vom Nakedbike wurden
effektiv kaschiert und teilweise komplett beseitigt. Problemzone Nummer eins war, das habe ich selbst am Slovakiaring beim Test mit der Standard Z750R
herausgefunden, die Schräglagenfreiheit. Martin Bauer hat die Maschine
mit neuen Fahrwerkskomponenten höher hingestellt. |
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Die ABM Ware liegt gut in
der Hand. |
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Hebel von Pazzo Racing,
perfekt einstellbar. |
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Der 750er Motor wirkt natürlich für den
verwöhnten 1000er Piloten etwas unterdimensioniert. Andererseits passt
das Leistungsniveau perfekt zum Umbau. Eine präzise nackte Rennmaschine,
bei der man im Sattel viel Augenmerk auf eine feine Linie legen kann.
Gut zum Lernen aber auch zum Genießen! Die herrlichen Rahmen- und Motorverkleidungen wurden von Carbon Performance gefertigt. |
Vorne sorgen neue
Gabelfedern von Öhlins samt Öl und hinten ein Wilbers-Federbein vom Typ
633 nicht nur für verbesserte Dämpfungseigenschaften und mehr Reserven,
sondern auch für eine neue Geometrie. Die Maßnahme war ausgesprochen
effektiv. Endlich konnte man die Kurven richtig auskosten und harte
Schräglagen fahren. Perfekt zu umgebauten Nakedbikes passt für uns
immer ein Metzeler Racetec, hier mit der Mischung "K1". Die Metzeler
Pneus haben eine relativ weiche Karkasse und bügeln kleine Fahrwerksmängel
sauber aus. Sehr harte Racingpneus sind für
Nakedbikes oft eine schlechte Wahl, weil dann eben die Problemzonen im Chassis zu Tage treten. Beim Metzeler
passten sowohl der Grip als auch die Präzision mit der die Fuhre in die
Ecke kippte.
Begeistert hat uns die Z750RR aber dann in jenen Passagen, wo
normalerweise Unruhe ins Fahrwerk kommt. Also am Pannoniaring der
schnelle Knick Nummer 3 über die Bodenwelle, oder die Wechselkurve vor
der Bergabgeraden hinunter zur "Hauskurve". Auch in diesen Passagen
bleibt die Z750 R total stabil und fährt einen sauberen Strich. Hier
kommt echtes Rennmotorradfeeling auf. Kein Vergleich mit der schlabbrigen Standardvariante, die in solchen Passagen sofort an ihre
Grenzen stößt. Martin Bauer fuhr mit der Z750 RR übrigens eine 2:04er
Zeit, für uns waren vor allem die Relationen zu Rennmotorrädern ein
wichtiger Vergleich. Wir verlieren mit der Z750 RR auf einen 600er
Supersportler ca. 4 Sekunden. Kein schlechter Wert! |
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Die LSL Rasten bieten
einen stabilen Halt und sehen natürlich auch gut aus. |
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Akrapovic sorgt für eine
fülligere Drehmomentkurve und einen ernsthaften Auftritt. |
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Das Projektmotorrad wurde jedoch leider nur zu 95% fertig. Den letzten
Feinschliff hat man ihr nicht verpasst - das wäre eine saubere
Motorabstimmung mit einem Powercommander gewesen. Als klar war, dass
der Cup nicht stattfindet, wurde dieser finale Schritt unterlassen. Wir
haben den Powercommander jedoch auch in der "To do" Liste mit
angeführt. Sollte nicht fehlen! Die Auswahl der verwendeten Teile war
logisch und richtig. Die Fußrasten kommen von LSL und bieten perfekten
Halt, der Lenker samt Halterung von ABM. Pazzo spendierte die Hebelei
und von JT / DID kam der neue Antriebssatz. Ein paar Kleinigkeiten für
die Optik mussten natürlich ebenso sein, und die Rahmenabdeckung
schützt den Rahmen vor Schotterauschlag. Insgesamt wurde hier wirklich
fein dosiert und präzise getuned. Man kriegt für sein Geld bei
optimalem Preis / Leistungsverhältnis einen richtig guten Nakedbike
Renner, der einfach zu fahren ist und pfeilschnelle Rundenzeiten
hinlegt. Baut man dann nach ein paar Jahren die Teile wieder ab, kann
man das Fahrzeug sehr leicht am Gebrauchtmarkt verkaufen - die Z750 R
ist da ein beliebtes Motorrad. Die Teile lassen sich ebenfalls
versilbern und man kann einige schöne Saisonen für überschaubares Geld
viel Spaß haben.
Bei Interesse wenden Sie sich an Martin Bauer und seine Crew: Kontaktdaten MB Bikeperformance. |
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Zubehör für Kawasaki
Z750R |
Preis in Euro |
| Akrapovic Slip On |
665.00 |
| Heckabdeckung |
186.00 |
| Frontverkleidung Racing |
196.80 |
| Bugspoiler ebony |
351.60 |
| Dynojet "Powercommander" |
370.00 |
| 2 Öhlins Gabelfedern + Öl |
119.00 |
| Wilbers-Federbein Typ 633 |
799.00 |
| 1 Reifensatz Metzeler Racetec Interact K1 |
ca.
320.00 |
| LSL Fußrastenanlage |
420.00 |
| ABM Superbike Lenker |
89.00 |
| ABM Lenkerhalter |
89.00 |
| Pazzo Kupp.& Bremshebel klappbar |
270.00 |
| JT Kettenritzel 14 Zähne |
25.80 |
| JT Alu Ketenräder 44 Zähne |
44.40 |
| DID Racingkette 520ZVM-X gold 116 Glieder |
132.70 |
| Tank-Pad |
31.50 |
| Felgenringe |
23.00 |
| Rahmenabdeckung L&R Carbon Performance |
309.00 |
| Kupplungsdeckelschutz Carbon Performance |
89.00 |
| Lima Deckelschutz Carbon Performance |
79.00 |
| Pick up Deckelschutz Carbon Performance |
59.00 |
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Interessante Links: |
Fotos: 1000PS
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