Indian FTR AMA Custom Bike by Workhorse Speed Shop

Martini Bike

Die Martini Lackierung ist wohl eine der berühmtesten Farbgebung im Motorsport. Wieso also nicht auf Motorrad packen? Das hat man sich wohl bei Workhorse Speed Shop gedacht - der Customizer hinter dieser aufregenden Indian FTR.

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Brice Hennebert, der für seine spektakulären Umbauten bekannt ist, ist gleichzeitig das Mastermind hinter Workhorse Speed Shop. In Kooperation mit Indian Motorcycles, wird bald ein zweiter FTR-Umbau präsentiert, der auf den Namen Black Swan hören wird.

Inspiration im Rennsport der 80er Jahre

Die Motorräder wurden auf Wunsch eines unbekannten Auftraggebers bestellt, der sich coole Custom Bikes für sich und seinen Bruder wünscht. Über die FTR Black Swan ist noch nichts bekannt, doch wie wir an dieser Indian FTR AMA sehen, ließ man sich stark durch den Motorsport vergangener Tage inspirieren.

"Die Aufgabenstellung war ziemlich offen: farbenfroh und stark wie ein Kampfpanzer. Die einzige Einschränkung war, dass die Farbe von der Martini Racing-Lackierung inspiriert sein sollte. Nach einigen Recherchen und einem Brainstorming mit mir selbst habe ich mich bei der Gestaltung an den AMA SBK-Rennwagen aus den 80er-Jahren und den Rallye-Fahrzeugen aus der gleichen Zeit orientiert. Die Haupteinflüsse waren der Lancia Delta HF, gemischt mit Bol d'Or 750s und etwas Muscle-Bike-DNA", sagte Brice.

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Indian FTR 1200 mit Teilen aus dem 3D-Drucker

Auch wenn an dieser FTR so einiges verändert wurde, finden sich noch Originalteile. So blieb der OEM-Lenker verbaut, was auch die Ergonomie unverändert ließ. Doch es wurde auch aufwändiger. Mithilfe von 3D Scans wurde die Indian FTR 1200 in ein CAD-Programm geladen, wo anschließend Karosserieteile entwickelt wurden. Gefertigt wurde im 3D-Drucker, verstärkt mit Kohlefaser. So verbaut Hennebert eine neue Frontplatte mit PiAA-Rennleuchte, die den darunter liegenden Setrab-Ölkühler stützt. Hinter der Frontplatte sitzt das originale Display der neuen Indian Chief.

Das gedruckte Bauteil, das Sitzschale und Rücklicht umfasst, ist zugleich auch der Batteriehalter, wobei die Batterie als Anspielung auf Endurance-Bikes nach hinten verlegt wurde. Der Sitz wurde on Jeroen, einem langjährigen Mitarbeiter von Silver Machine, mit einem leicht gebürsteten Leder bezogen. Das Heck wird durch ein Old-School-Rücklicht abgerundet, das auf LEDs umgerüstet wurde.

Feine Öhlins Komponenten sollten auch für entsprechende Kurvenleistung sorgen

Um die DNA-Performance-Luftfilter unterzubringen, musste der Ansaugtrakt neu gestaltet und in 3D gedruckt werden. Zwei kleine Aluminium-Tanks wurden passend zur neuen Karosserie angefertigt. Einer sitzt nun unter der Tankabdeckung, der andere unter dem Sitz. Verbunden mit AN10-Steckern entspricht das Fassungsvermögen den 14 Litern des Original-Bikes. Die Gabelbrücken sind Replikas der 750er Bol d'Or-Brücken, die an die 43-mm-Öhlins-Gabel angepasst wurden. Das Heckteil wurde für die Verwendung von zwei Öhlins Doppelfederbeinen modifiziert, kombiniert mit einer eigens angefertigten Schwinge aus 7020 Aluminiumrohren.

Indian FTR AMA Bereifung

Nachahmung ist bekanntlich die höchste Form der Anerkennung. Das galt auch in diesem Fall, wenn man sich für das Design der Felgen entschied.

"Der Radsatz ist ein absoluter Blickfang. Ich habe mit Fabio von JoNich Wheels in Italien zusammengearbeitet. Das Design basiert auf seinen Rush-Rädern, die aus Billet-Aluminium gefräst sind, aber ohne die Carbonflansche. Das Design erinnert mich an die Turbo-Lüfter-Räder, die bei den Lancia-Rennwagen verwendet werden. Das war also eine perfekte Wahl für mich. Komplettiert werden sie durch einen Dunlop GP-Reifensatz mit diesem irren 200er-Hinterreifen."

Bericht vom 16.02.2022 | 3.311 Aufrufe

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