Royal Enfield Neuheiten 2020

Royal Enfield Neuheiten 2020

Neue Farben und sechs atemberaubende Custom-Bikes

Gut Ding braucht Weile – wer von Royal Enfield nach den beiden völlig neu konstruierten Reihen-Zweizylinder-Modellen Continental GT 650 und Interceptor 650 für 2020 erneut Revolutionen erwartet hat, muss sich in Geduld üben. Für die kommende Saison gibt es vorerst nur neue Farben, allerdings checken die Inder schon fleißig mit sechs coolen Custom-Bikes, wohin die Reise mit kommenden Modellen gehen soll.

Zuallererst mal die handfesten Dinge: Die Royal Enfield Himalayan, diese erstaunlich gut funktionierende, optisch erfrischend eigenwillige Reise-Enduro bekommt drei neue Farben namens Rock Red, Lake Blue und Gravel Grey. Die, für Enfield legitim als die „Großen“ bezeichneten 650er-Schwestern Continental GT 650 und Interceptor 650 bleiben weitestgehend unverändert – funktionieren technisch aber ohnehin ausgezeichnet, wie wir uns in einigen Tests selbst überzeugen konnten und bieten eine ordentliche Farbpalette, bei der jeder Interessent das passende Modell finden sollte.

Neben neuen Farben zeigt Royal Enfield sechs atemberaubende Custom-Bikes auf der EICMA

Falls dem aber nicht so ist, gar kein Problem, die, optisch ganz herrlich auf der Retro-Welle schwimmenden Enfields laden förmlich dazu ein, sie zu individualisieren – mittlerweile weithin als Customizing bekannt. Dementsprechend schickte Royal Enfield gleich sechs coole Custom-Bikes auf die EICMA nach Mailand, einerseits um zu zeigen, was tatsächlich mit den Baureihen der Inder machbar ist, andererseits um auch ein wenig zu schauen, wie das Interesse des Publikums gelagert ist. Wäre also durchaus möglich, dass wir im kommenden Jahr dann schon einen Cafe Racer mit Verkleidung oder einen minimalistischen Flat Tracker geliefert bekommen. Die Custombikes im Detail:

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Royal Enfield Nought Tea V1.0 und V2.0

Die beiden Versionen Nought Tea V1.0 und Nought Tea V2.0 zeigen eindrucksvoll, wie glaubwürdig eine Conti GT 650 als Café Racer mit klassischer Halbschale aussehen kann. Ging es bei der mausgrauen V1.0 in Kooperation mit den Profis von Harris Performance noch vorrangig um die optische Umsetzung eines solchen Projekts, kümmerte man sich bei der auffälligeren V2.0 bereits um ein getuntes Fahrwerk mit Öhlins-Komponenten und einen stärkeren Motor, um auf der Rennstrecke tatsächlich performen zu können. Resultat sind über ein Viertel mehr Pferde, wodurch nach Adam Riese knapp 60 PS aus dem Reihenzweier gekitzelt werden.

Royal Enfield Twins FT

Ein weiteres Schmuckstück, das in Zusammenarbeit mit Harris Performance auf die Räder gestellt wurde, ist die Royal Enfield Twins FT, ein puristischer Flat Tracker, dessen Stahlrahmen gelötet und extra für das Flat Tracken konzipiert wurde. Ebenso ernst nahmen es die Techniker bei den RSD-Felgen, den speziellen Dunlop Flat Track-Reifen, dem S&S-Auspuffsystem und dem getunten Motor. Schließlich wird auch noch das Gewicht dank Carbon-Verkleidung auf ein Minimum gedrückt – sieht also nicht nur ausgezeichnet aus, sondern funktioniert auch wirklich!

Royal Enfield Two Smoking Barrels

Ähnlich wie die Twins FT verfolgt auch die Royal Enfield Two Smoking Barrels (TSB), die in Zusammenarbeit mit Sinroja Motorcycles aufgebaut wurde, neben herrlicher Optik ein wahres Ziel: Bei Beschleunigungsrennen siegen. Dementsprechend wurde die Enfield Conti GT 650 so getunt, dass sie bei der „Sultans of Sprint“-Rennserie möglichst weit vorne landet, was vor allem durch eine drastische Reduzierung des Gewichts auf knapp 150 Kilo angestrebt wurde. Hilfreich war bestimmt auch die Erhöhung des Hubraums auf 750 Kubik durch einen S&S-Kit sowie eine Lachgas-Einspritzung um folgende Resultate zu erzielen: Erster Platz beim Wheel and Waves Punks Peak Race, zweiter Platz beim Glemseck 101 und dritter Gesamtrang für die Sultans of Sprint-Serie. Respekt!

Royal Enfield Gallinella

Ebenfalls für das Wheels and Waves-Festival des heurigen Jahres verwandelte die Firma BAAK Motocyclette eine Royal Enfield Interceptor 650 in die „Gallinella“, die sich durch ihren eleganten Stil aus der Masse hebt. Besonders auffällig ist an der feschen Französin natürlich die großflächige Verkleidung unter der Sitzbank, aber auch der breite Lenker und das, per Handarbeit gefertigte Alu-Heck sind nicht zu verachten – und sorgen im Endeffekt erst so richtig für diesen gelungenen Gesamtauftritt.

Royal Enfield MJR Roach

Da sage noch einer, Videospiele und Weltuntergangs-Filme würden uns nicht beeinflussen! Die MJR Roach wurde nachhaltig von sogenannten Ego-Shootern und postapokalyptischen Blockbustern inspiriert – nun, wenn dann so etwas heraus kommt, ist der Einfluss ja doch nicht so übel. Als Basis dienen diesmal nicht die Zweizylinder-650er-Modelle sondern die praktische Himalayan, die neben ihrem martialischen Auftritt mit kleineren, dafür vier Scheinwerfern und gestutztem Heck auch mit einer verlängerten Schwinge, USD-Gabel und grobstolligen Reifen brilliert. Und damit auch wirklich was weiter geht im dichten Unterholz bekam die MJR Roach auch noch einen Garrett Turbolader spendiert!

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Bericht vom 15.11.2019 | 16.685 Aufrufe

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