Kawasaki VN800 Umbau

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Herr Kemeter räumte einer VN800 Drifter "des Wüde owa". Was blieb ist ein astreiner Bobber.
 

Umbau Kawasaki VN800 by Kemeter

Kleine Preise, grosse Wirkung. Wer auf einem 'kleinen' Japan-Chopper aufbaut, kann mit wenig Geld viel erreichen.
 

Wenn die Sonne scheint, die Vöglein fröhlich zwitschern und der Duft von Frühling in der Luft liegt, ist Hubert K. ganz schlecht gelaunt. Die Garage voller Motorräder, den Hof voller Motorräder und ein Arsch voll Hack'n. Wenn alle fahren (wollen), muss Hubert arbeiten. Das ist aber zum Glück kein Grund für ihn, neben all den Pflichtübungen wie Frühjahrschecks und Wehwehchenbehandlungen auf seine wahre Leidenschaft und Berufung zu verzichten - die Gestaltung und Umsetzung von Umbauten für beinahe jeden Geldbeutel.
Dass die Basis dafür nicht immer das eher teure Eisen aus Milwaukee sein muss, zeigt einmal mehr sein jüngstes Werk. Was wir hier sehen ist das Gerippe einer Kawasaki VN800 Drifter, das war die japanische Pseudo-Indian zum Ende des 20. Jahrhunderts. Auch mit der Drifter und ihren charakteristischen, weit herunter gezogenen und geschwungenen Fendern war es bald zu Ende. Doch für Motorräder gab es eben schon immer ein Leben nach dem Tod.

Die Firma Motogadget ist eher für seine extrem reduzierten LED Anzeigen im Stil der Digitaluhren der 70er bekannt. Sie kann es aber auch klassisch.


Typisch Frankenstein-Bike.


Dieses ist zwar nicht mehr so bunt wie zu Lebzeiten, als es die Kawa unter anderem in Blutrot und Babyblau gab, aber Silbergrau matt und Schwarz passen sowieso besser zu einem Zombie. Die Fender zu kürzen wäre sinnlos gewesen, weshalb der Hubert einfach eigene verbaut hat, die in maximaler Reduktion das genaue Gegenteil vom Ursprung darstellen. Selbiges gilt für den kleinen Tropfentank, dessen Deckel durch Knopfdruck geöffnet wird. Spiegel braucht der Fahrer nur einen, dafür besteht der aus drei verschiedenen Spiegelspendern, typisch Frankenstein-Bike. Die kleinen Blinker und das Rücklicht, ebenfalls wie eine Gewehrkugel geformt, sind schon fast Klassiker und werden für solche leistbaren Umbauten gerne genommen. Ob die Supertrapp-Anlage oder der K&N Luftfilter im polierten Gehäuse zuerst da war, lässt sich nicht mehr feststellen. Sicher ist nur, dass dieser Umbau nicht der letzte seiner Art bleiben wird.

Freigelegtes Thermostatgehäuse.

Hier ist kein Platz für uns beide. Rücklicht triumphiert über Kennzeichenhalter.

Das Spiegelgeschoss wurde aus drei verschiedenen Modellen zusammengesetzt.

Blinker und Rücklicht stammen aus dem Zubehörhandel und finden sich auch auf so manchem Motorrad eines 1000PS Mitarbeiters.
Drück' drauf - der Tankdeckel geht auf.

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Text & Fotos: kot

Bericht vom 29.03.2012 | 52.502 Aufrufe

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