Kawasaki Vulcan S 2017 vs. Triumph Bonneville Speedmaster 2021
Bewertung
Kawasaki Vulcan S 2017 vs. Triumph Bonneville Speedmaster 2021 - Vergleich im Überblick
Der Kawasaki Vulcan S mit ihrem 4-Takt Reihe 2-Zylinder-Motor und einem Hubraum von 649 Kubik steht die Triumph Bonneville Speedmaster mit ihrem 4-Takt Reihe mit Hubzapfenversatz 2-Zylinder-Motor mit 1.200 Kubik gegenüber.
Das maximale Drehmoment der Bonneville Speedmaster von 106 Newtonmeter bei 4.000 Touren bietet einen deutlich stärkeren Punch als die 63 Nm Drehmoment bei 6.600 Umdrehungen bei der Vulcan S.
Die Bonneville Speedmaster setzt vorne auf eine Telegabel konventionell von Showa mit 47 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Federvorspannung verstellbares Monofederbein.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Kawasaki vorne eine Einzelscheibe Zweikolben-Zange und hinten eine Scheibe Einkolben-Zange. Die Triumph vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 310 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe mit 255 mm Durchmesser und Einkolben-Zange von Nissin verbaut.
Bei der Bereifung setzt Vulcan S auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 18 vorne und 160 / 60 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Bonneville Speedmaster Reifen in den Größen 130/90-16 vorne und 150/80-16 hinten.
Der Radstand der Kawasaki Vulcan S misst 1.575 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 705 Millimeter. Die Triumph Bonneville Speedmaster ist von Radachse zu Radachse 1.500 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 705 Millimeter.
Mit einem fahrfertigen Gewicht von 263 kg ist die Triumph viel schwerer als die Kawasaki mit 228 kg.
In den Tank der Vulcan S passen 14 Liter Sprit. Bei der Bonneville Speedmaster sind es 12 Liter Tankvolumen.
Der aktuelle Durchschnittspreis der Kawasaki Vulcan S beträgt in unserer Neu- und Gebrauchtmotorradbörse 7.076 Euro und ist damit deutlich günstiger als der Preis der Triumph Bonneville Speedmaster mit 12.352 Euro im Durchschnitt.
Von der Kawasaki Vulcan S gibt es aktuell 35 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Triumph Bonneville Speedmaster sind derzeit 8 Modelle verfügbar. Für die Kawasaki gibt es aktuell 52 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, Triumph wurde derzeit 13 Mal pro Monat gesucht.
Technische Daten im Vergleich
Kawasaki Vulcan S 2017 |
Triumph Bonneville Speedmaster 2021 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Motorbauart | Reihe | Reihe mit Hubzapfenversatz |
| Zylinderzahl | 2 | 2 |
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Kühlung | flüssig | flüssig |
| Hubraum | 649 ccm | 1200 ccm |
| Bohrung | 83 mm | 97,6 mm |
| Hub | 60 mm | 80 mm |
| Leistung | 61 PS | 78 PS |
| U/min bei Leistung | 7500 U/min | 6100 U/min |
| Drehmoment | 63 Nm | 106 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 6600 U/min | 4000 U/min |
| Verdichtung | 10,8 | 10 |
| Starter | Elektro | Elektro |
| Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad | Mehrscheiben im Ölbad |
| Zündung | Digital | |
| Antrieb | Kette | Kette |
| Ganganzahl | 6 | 6 |
| Ventile pro Zylinder | 4 | |
| Ventilsteuerung | OHC | |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | |
| Getriebe | Gangschaltung | |
| Chassis | ||
| Rahmen | Stahl | Stahl |
| Rahmenbauart | Perimeter | Doppelschleife |
| Lenkkopfwinkel | 64,7 Grad | |
| Nachlauf | 91,4 mm | |
| Bremsen vorne | ||
| Bauart | Einzelscheibe | Doppelscheibe |
| Kolben | Zweikolben | Zweikolben |
| Durchmesser | 310 mm | |
| Aufnahme | Schwimmsattel | |
| Marke | Brembo | |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Kolben | Einkolben | Einkolben |
| Durchmesser | 255 mm | |
| Aufnahme | Schwimmsattel | |
| Marke | Nissin | |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 120 mm | 130 mm |
| Reifenhöhe vorne | 70 % | 90 % |
| Reifendurchmesser vorne | 18 Zoll | 16 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 160 mm | 150 mm |
| Reifenhöhe hinten | 60 % | 80 % |
| Reifendurchmesser hinten | 17 Zoll | 16 Zoll |
| Länge | 2310 mm | 2225 mm |
| Breite | 880 mm | 910 mm |
| Höhe | 1100 mm | 1055 mm |
| Radstand | 1575 mm | 1500 mm |
| Sitzhöhe von | 705 mm | 705 mm |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 228 kg | 263 kg |
| Tankinhalt | 14 l | 12 l |
| Führerscheinklassen | A | A |
| Reichweite | 260 km | |
| CO²-Ausstoß kombiniert | 105 g/km | |
| Kraftstoffverbrauch kombiniert | 4,6 l/100km | |
| Standgeräusch | 97 db | |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Egal in welche Plattform Kawasaki den 650 Kubik Zweizylinder packt - das Ergebnis ist jedes mal ein leiwandes Motorrad! Auch wenn der Motor für einen Cruiser ungewöhnlich drehfreudig ist, ergibt er gepaart mit der sportlichen Fahrwerksabstimmung einen Cruiser, der sich eigentlich schon als Sport-Cruiser qualifiziert. Gebremst wird man nur durch die begrenzte Schräglagenfreiheit, was Liebhaber einer herzhaften Fußrasten-Schleiferei jedoch nicht abschrecken wird. Bei solch einem gutem Bike hoffen wir, dass Kawasaki mal nachlegt - schließlich begleitet uns die Vulcan S bereits seit 2015 beinahe unverändert.
Die Speedmaster setzt auf Ruhe mit Charakter: Sie schiebt aus niedrigen Drehzahlen kraftvoll an, bleibt makellos stabil und verwandelt Kilometer in eine Übung der Gelassenheit. Die Ergonomie entspannt Schultern und Rücken, der Sitz stützt ohne zu ermüden, und die Gasannahme ist linear, präzise, niemals nervös. Auf der Autobahn wirkt sie sicher und leise; auf offenen Landstraßen lädt sie dazu ein, mit sauberen Linien zu fließen statt den Rhythmus zu erzwingen. Die Elektronik greift dezent ein, und der Tempomat liefert jenes Plus an Komfort, das an langen Tagen den Unterschied macht. Keine heroischen Gesten – vielmehr der dauerhafte Genuss, mit ruhigem Puls und mechanischer Autorität zu reisen.
- kraftvoller Motor
- Fahrwerksabstimmung mit sportlicher Kawasaki-DNA
- echte Cruiser-Sitzposition
- gut leserliches Display
- Potential im Tuning
- Optik schon etwas in die Jahre gekommen
- mäßiger Windschutz
- hoher Langstreckenkomfort mit stützender Ergonomie
- sehr stabile Geradeauslauf- und Linienführung
- leichtes, berechenbares Einlenken
- kraftvoller Durchzug aus dem Keller
- unaufdringliche, wirksame Elektronik inkl. schräglagenabhängiger Traktionskontrolle und Tempomat
- niedrige Sitzhöhe mit sicherem Stand
- sehr niedrige Fußrasten, frühes Aufsetzen in Kurven
- weniger charismatischer Sound als bei der Bobber
- spürbares Gewicht beim Rangieren
- begrenzte Dynamikreserven bei flottem Landstraßentempo