Harley Davidson feiert 50 Jahre Super Glide

Die FX Super Glide war das erste Factory-Custombike

Eine Kombination aus Big-Twin-Rahmen und -Motor sowie Sportster-Front End: Mit der FX Super Glide schuf Harley Davidson vor 50 Jahren das erste Factory-Custombike, dessen Nachfolger Custombikes wie die Low Rider, Street Bob und Low Rider S umfassten.

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1969 im Rahmen von "Easy Rider" erstmals auf der großen Leinwand zu sehen, gewannen die Bikes der Marke Harley Davidson immer mehr an Popularität. Konventionelle Serienmotorräder wirkten gegen Ende des Jahrzehnts im Vergleich plötzlich unattraktiv. Wer sein eigenes Harley-Bike aber erweitern oder ummodellieren wollte, schaute in den Sechzigern aber durch die Finger: Professionell agierende Anbieter für Ersatz- und Anbauteile waren zu der Zeit Fehlanzeige. Folglich gewann der damals noch neue "Trend" der Do-It-Yourself-Schrauber immer mehr Anhänger. Suchte man in jener Zeit nämlich einen veritablen Harley-Davidson-V-Twin, so wurde man nur in der Sportster-Familie oder bei den Big Twins fündig. Die Folge: Motorräder wurden individualisiert, in Chopper zu verwandelt und dabei Elemente verschiedener Baureihen miteinander vermischt.

Super Glide: Die blutigen Anfänge

Willie G. Davidson, Enkel eines der Firmengründer und seit 1963 Chef von Harleys Designabteilung, war begeistert von dieser Szene und beschloss in Folge, selbst ein Motorrad zu entwerfen, das bereits serienmäßig ein individuelles Feeling vermittelte, wie es die in Stunden umfangreicher Werksarbeit entstandenen Chopper ausstrahlten. Es war der Startschuss für die Customizings ab Werk bei Harley Davidson. Doch wie genau sah das Vorhaben in Punkto Design der Macher aus?

Die Harley Davidson FX Super Glide feiert 50-jähriges Jubiläum
Die Harley Davidson FX Super Glide feiert 50-jähriges Jubiläum
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Harley Davidson: Die Entstehung der Super Glide

Willie G. Davidsons Idee bestand darin, die schlanke Gabel und das schmale Vorderrad einer XL Sportster mit dem Rahmen, dem Shovelhead-Motor und dem fetten Hinterrad eines FL Big Twin in einem Modell zu verschmelzen. Darauf verwies das Typkürzel FX, das zugleich für "Factory Experimental" stand. 1971 war es schließlich soweit: Das Ergebnis dieser Überlegungen, die FX Super Glide, rollte erstmals von den Bändern.

Die ersten Jahre der Harley Davidson Super Glide

Ein Jahr nach der Premiere verschwand das von den Fans wenig geliebte Kunststoffheck namens Boat Tail, ein geschwungener Heck-Fender sowie eine kompakte, gestufte Sitzbank harmonisierten das Design und verhalfen der Maschine zum endgültigen Durchbruch. Der FX Super Glide folgten mit Modellen wie der Low Rider (1977) und der Wide Glide (1980) zahlreiche Epigonen. Mit diesen Modellen etablierte sich Harley Davidson schließlich endgültig am internationalen Motorradmarkt und kann nach rund einem halben Jahrhundert auf eine Geschichte zurückblicken, die die mit der Individualisierung von Motorrädern begann.

Weitere Infos unter Harley-Davidson.com

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Bericht vom 16.02.2022 | 2.395 Aufrufe

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