Wenn hinten die Traktion fehlt
Wenn hinten die Traktion fehlt |
Pläne sind schön und gut, die Realität sieht meistens anders aus. Nach einem recht guten Auftritt bei den Testfahrten in Jerez vor rund einem Monat wurden die Kawasaki-Piloten Randy de Puniet und Olivier Jacque zum Auftakt des Rennwochenendes wieder etwas zurückgeworfen. Am Ende des Tages standen die Ränge 14 und 19 zu Buche. Beide Piloten beklagten dabei Probleme mit der Traktion auf dem Hinterrad, wodurch die meisten Kurven zu einer Rutschpartie wurden. De Puniet war aus diesem Grund dann auch etwas niedergeschlagen: "Es war heute ein harter Trainingstag, da wir viele Probleme mit dem Heck hatten. Die Maschine ist in beinahe jeder Kurve gerutscht. Wir haben verschiedene Reifen aus dem Kontingent für dieses Wochenende genutzt, aber die Leistung war nicht das, was wir erhofft hatten." Als am Nachmittag die Temperaturen besser wurden - denen von den Testfahrten ähnlicher - ging es dann mit den Zeiten auch aufwärts. "Wenn wir auf die Zeitenlisten schauen, dann ist die Lücke nach vorne nicht so groß. Wir sind immer noch zuversichtlich, da wir uns nur der Situation anpassen müssen und wir wissen, dass unsere Maschine hier gut sein kann", bemerkte der Franzose. Sein Landsmann und Teamkollege Olivier Jacque beklagte ebenfalls den fehlenden Grip am Hinterrad. Doch bei ihm stellte sich auch am Nachmittag keine wirkliche Verbesserung ein. "Das Hinterrad hat weiterhin sehr oft durchgedreht und ich hatte keine Traktion, was verhindert hat, dass ich gute Kurvengeschwindigkeiten fahren konnte", sagte er. Daraufhin wurden an der Maschine verschiedene Einstellungen ausprobiert, sogar an der Vorderseite. "Es schein etwas besser zu werden, auch wenn wir das morgen erst bestätigen müssen", meinte Jacaque. Zumindest einen Lichtblick konnte er aber noch vermelden: "Die neue Motor-Einstellung scheint die Kraftentwicklung von unten heraus freundlicher zu machen, wir müssen es aber noch für Vollgas anpassen." Naoya Keneko, der Technische Manager des Teams sah die ganze Situation um den Grip und die momentanen Positionen etwas nüchterner. Er meinte: "Wenn wir auf die Plätze schauen, sind wir weit hinter der Spitze, aber blicken wir auf die Zeiten, dann sind wir das nicht. Natürlich müssen wir schneller werden, aber wenn morgen die Streckenbedingungen besser werden und mit einigen Anpassungen an der Balance der Maschine glaube ich, dass wir für das Rennen bereit sind, das unter wärmeren Bedingungen stattfinden wird." |
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Bericht vom 23.03.2007 | 2.408 Aufrufe