KTM 690 Duke

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Herbrennen mit Stil! Die stärkste 690er ist auch die schönste. Lässt niemanden kalt.

KTM 690 Duke

KTM LC4

Die Einzylinderfraktion hat eine neue Königsklasse. Erstmals ein Einzylinder der richtig groß aussieht.

 

KTM 690 LC4 - 3 Bikes ein Video

Wir hätten noch einiges vorgehabt mit den 3 scharfen Einzylindern. Doch die Duke war auf optimales Gewicht bedacht, und warf die Onboard Cam als unnützen Ballast ab.

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Schnitt: KarolettaLambretta
Videodreh: NastyNils, Wabe

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KTM 690 Duke Fahrbericht

Einzylinder: Nix für Angeber!

Einzylinderfan zu sein ist nicht immer leicht. Man legt mehr Kohle auf den Tisch des KTM-Händlers als der Kollege beim Nippon-Händler und kriegt auch noch weniger dafür. Also weniger Zylinder, weniger Leistung, weniger Metall und insgesamt weniger Motorrad. Mit der Duke III wird sich das nun ändern. Die Duke wirkt wie ein komplettes Motorrad und kann mit stolzer Brust zwischen aufpolierten Ducatis und Hondas gestellt werden. Auch Passanten außerhalb der Motorradszene, halten den Einzylinder dann nicht mehr bloß für einen "Gatschhupfa". Wüssten wir es nicht besser würden wir unter der orange-schwarzen Schale viel mehr als nur einen kleinen einsamen Zylinder vermuten.

Für Yuppies und stilvolle Winkelwerkregenten

Die neue Duke wirkt viel edler, kompletter und hochwertiger also alle bisherigen Dukes und auch als ihre anderen Mitstreiter in der 690er Kollektion. Wird sicherlich oft in den Parkgaragen der Innenstadt zu finden sein. Wer sie live noch nicht gesehen hat, muss dies unbedingt beim nächsten KTM Händler (ab März 2008) nachholen und die herrlichen Details erforschen. Die Front ist für mich der große Wurf und der hinterm Bugspitz platzierte Auspuff ermöglicht ein spitz zulaufendes und überaus attraktives Heck. Technikfreaks bleiben natürlich mit den Augen an den Brembo-Bremsen (radial verschraubt mit 4 Einzelbelägen und radialem Brembo Bremszylinder), den Felgen (Marchesini), dem Lenker (Renthal), dem radialen Kupplungsgeberzylinder oder bei der gegossenen Aluschwinge hängen. Wir wollen diesmal mit der schlechten Nachricht nicht bis zum Schluss warten und präsentieren mit 9998 Euro den Preis für die Duke III in Österreich. Wer nun beginnt mit japanischen Nakedbikes zu vergleichen wird vermutlich auch von den vielen technischen Vorteilen nicht zu überzeugen sein. Denn dort gibt es um weniger Geld 100 PS anstelle von 65 Pferden bei der Duke III. Rein vom Imagefaktor her steht die Duke III für mich aber auf einer Ebene mit einer Hypermotard oder einer Superduke. Dann sieht der Preisvergleich schon ganz anders aus.

Unterschied muss sein: Plus 2 PS für die Duke!

Reden wir aber nicht länger übers Image, sondern über den Motor. Obwohl auch über den 690er Einzylinder von KTM schon viel geredet wurde. Soweit ich weiß war sehr viel Gutes dabei und bei der neuen Duke wird es nicht anders sein. Denn hier leistet der Motor mit 65 PS noch mal 2 PS als bei den anderen 690er Modellen. Und dies nicht nur ganz oben sondern über den gesamten Drehzahlbereich. Die Ursache dafür ist übrigens nicht im Motor sondern im größeren Auspuffvolumen zu finden. Der Auspuff ist technisch und optisch sicherlich in Zeiten von Euro 3 die optimale Lösung.

Insgesamt basiert die 690 Duke auf der 690 SM vom Vorjahr. Wie auch bei SMC und Enduro wurde jedoch eine andere Nockenwelle montiert, eine neue Kupplung mit softeren Kupplungsfedern und das neue elektronische Drosselklappen Management System installiert. Auch bei der Duke hat man die Wahl zwischen 4 verschiedenen Mappings, in der Praxis wird man davon aber sehr selten Gebrauch machen.

Unwissende und Kenner

Einzylinderfans werden wieder begeistert und Unwissende erschüttert sein. Man wird schon sehr nachdenklich im Sattel der Duke, wenn man mit vollem Feuer den Berg attackiert. Warum hatten meine anderen Motorräder immer mehr als 100PS? Und warum war ich trotzdem nicht schneller? Versuchen wir den Unwissenden einmal die Welt der Einzylinder zu erklären. Also die Duke wiegt 148 Kilo und die leichte Kurbelwelle des Einzylinders hat deutlich weniger rotierende Massen als die lange Kurbelwelle eines japanischen Vierzylinders. Richtungsänderungen gehen dadurch spürbar leichter vonstatten. Das geringe Gewicht des Fahrzeuges ermöglicht wiederum leichte Räder und zum Beispiel eine Einscheibenbremse vorne. Was wiederum die rotierenden Massen am Vorderrad und auch die ungefederten Massen verringert. Es fließt also alles schön stimmig zusammen und am Ende erhält man ein agiles und irrsinnig einfach zu fahrendes Fahrzeug.

Spürbar sind die Handlingvorteile der Duke natürlich am stärksten in schnellen Wechselkurven die unter Last genommen werden. Im Sattel der schweren Trümmer werden die Kollegen den Gasgriff zumachen, während der Duke Pilot zumindest mit Halbgas (ich geb es zu) bzw. mit Vollgas durch die Slalomstangen wedelt. Ich persönlich kann im kurvigen Bergland dem Konzept der Duke III noch mehr abgewinnen als der gestern getesteten 690 SMC. Denn die Duke wurde einzig und allein für die Strasse gemacht, während die SMC für dieses Terrain manchmal zu lange Federwege hat. Die Duke liegt ähnlich satt am Asphalt wie einer Supersportler, gleichzeitig aber sitzt man aufrecht und komfortabel.

Weniger komfortabel dann die Heimreise auf der Autobahn. Jedes Konzept hat Stärken und Schwächen und eine Duke III bietet leider nicht jenen Windschutz wie eine 990 Adventure. Einiges gut machen kann man aber mit idealer Hinterteilplatzierung in der schlau gestalteten Sitzbank. Dann geht einiges an Winddruck nicht direkt in die Ärmeln sondern in den Sattel.

10.000 Euro sind nicht genug..

Beim Thema SMC fällt mir dann aber auch die Wheelerei von gestern ein. Auch die Duke wheelt herrlich, steigt im 2er aber nicht mehr ganz so stramm nach oben wie die SMC. Liegt an der etwas längeren Endübersetzung die ich an der Stelle von Duke Käufern auf alle Fälle wieder etwas kürzen würde. Da bieten sich dann natürlich solche Leckerein wie die farbigen Zahnkränze aus dem Powerparts Katalog an. Grausam wie immer das Spiel mit dem Zubehör. Wer meint die soeben erstandene Duke sei ein unendlich geiles Eisen, darf im Schauraum des Händlers niemals eine voll ausgestattete Edel-Duke erkennen. Eloxierte Alu-Teile, Akrapovic Topf und Akrapovic Carbonteile machen vor allem die weiße Duke noch mal edler und noch mal teurer. Eigentlich sollte das unters Suchtmittelgesetzt fallen. Die Gefahr der Beschaffungskriminalität ist hier sicher ähnlich hoch wie bei bereits verbotenen Substanzen.

Die 690 Duke wurde mit viel Emotionen von Motorradfreaks für Motorradfreaks entwickelt. Es sind wirklich viele kleine Details die das Motorrad einfach ins Herz fahren lassen als einen Japaner. Liegt auch daran, dass die Testpiloten aus Europa kommen und mit den üblichen Proportionen eines Europäers ausgestattet sind. Härtester Gegner könnte die englische Street Triple sein. Diese punktet mit einem tollen Preis/Leistungsverhältnis. Doch auch dort haben die Kostenrechner den Ingenieuren den Riegel vorgeschoben (merkt man z.B. beim Federbein). Bei der Duke 3 sind alle Komponenten ausnahmslos auf hohem Niveau. KTM Kunden sind das voll einstellbare und racingtaugliche WP-Zeug zwar gewohnt, Neulingen gegenüber kann man so etwas aber nicht oft genug betonen.

Das spielerische Handling, die präzise Straßenlage und das geringe Gewicht erfreut Rookies und Helden gleichermaßen. Daher ist die Duke III meine Kaufempfehlung sowohl für Einsteiger, Frauen (Sitzhöhe 865 mm, noch niedrigere Sitzbank im Zubehör erhältlich), als auch für Angeber, Technikfreaks und Winkelwerkregenten mit Stil.

KTM LC4

 

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KTM 690 Duke - Slideshow

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Alle Details, das schärfste Zubehör und alle Ansichten haben wir für euch zusammengestellt. Einfach auf eines der Bilder klicken und Slideshow starten.

KTM LC4

KTM 690 Duke
Vor- und Nachteile gegenüber den anderen 690ern

- +
  • Eigentlich nur der Preis. Wenn man auf Offroadtauglichkeit verzichten kann.
  • Der einzige Einzylinder der auch zwischen aufpolierten Ducatis vor der Eisdiele nicht billig aussieht.
  • Stärkste Version des 690er Motors dank großem Auspuffvolumen.
  • Grandiose Straßenlage dank kürzerer Federwege.
KTM LC4

Demnächst auf 1000PS

KTM LC4
   
   

KTM 690 Duke - technische Daten

MotorbauartEinzylinder, 4-Takt
Hubraum654 ccm
Bohrung x Hub102 x 80 mm
Leistung (homologiert)48 kW @ 7500 rpm / 65,3 PS
Max. Drehmoment67 Nm @ 5500 rpm
Kompresssion11,8:1
StarterE-Starter
Getriebe6 Gänge, klauengeschaltet
Steuerung4 V / OHC mit Kipphebeln
SchmierungDruckumlaufschmierung mit 2 Ölpumpen
Motorschmierung10W60
Primärtrieb36:79
Sekundärtrieb16:40
KühlungFlüssigkeitskühlung
KupplungAPTC Mehrscheibenkupplung im Ölbad, hydraulisch betätigt
Motor ManagementKeihin EMS mit EPT (Electr. Power Throttle)
RahmenChrom Molybdän Gitterrohrrahmen, pulverbeschichtet
RahmenheckAluminium 7020
LenkerAluminium Ø 28/22 mm
Federung vorneWP USD Ø 48 mm
Federung hintenWP Monoshock mit Pro-Lever
Federweg vorne / hinten140 / 140 mm
Bremse vorneBrembo Vierkolben-Radialfestsattel, Bremsscheibe Ø 320 mm
Bremse hintenBrembo Einkolben-Schwimmsattel, Bremsscheibe Ø 240 mm
Felgen, vorne / hinten3,5 x 17"; 5 x 17"
Bereifung vorne / hinten120/70 R 17"; 160/60 R 17"
KetteX-Ring 5/8 x 1/4"
Batterie12 V / 8,6 Ah
EnddämpferEdelstahl-Unterflur-Schalldämpfer mit geregeltem Katalysator
Steuerkopfwinkel63,5°
Nachlauf115 mm
Radstand1472±10 mm
Bodenfreiheit unbelastet155 mm
Sitzhöhe865 mm
Tankinhaltca. 13,5 Liter / 2,5 Liter Reserve
Gewicht (ohne Benzin)ca. 148,5 kg
Preis Österreich9.998 Euro

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Photos: herwigpeuker.com,redeye,FM

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Bericht vom 16.02.2008 | 178.565 Aufrufe

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