Kreidl Ferdinand - Newsletter zum Saisonstart

Hallo Liebe Sponsoren und Freunde!

 

Es hat sich im letzten Jahr noch Einiges getan:

 

Sardegna Legend Rally / Oktober 2017

Kann ich allen Rallyprofis und -anfängern gleichermaßen empfehlen. Drei Tage feinstes Roadbookfahren und nicht nur so mal auf der linken Pobacke: jeden Tag 180 bis 300km und das meistens im Gelände. Anspruchsvolle Trails haben sich mit atemberaubenden Ausblicken abgewechselt. Mittags gibt es bestes italienisches Essen, entweder in der Pampa mit Zelt oder „Agricultura“.

Fahrerlager mit tollen Motorräder – von nagelneu bis zum Klassiker wie KTM 640 Rally - war alles dabei.

Und wenn man schon im Herbst auf Sardinien, ist schadet es nicht, nach Lust und Laune Motorrad zu fahren – aber Achtung: die sardische Polizei sieht es gar nicht gerne, wenn ungehemmt am Strand und im Naturschutzgebiet gebolzt wird. Das kann böse Konsequenzen, bis zur Beschlagnahmung des Motorrades, nach sich ziehen.

 

Etwas ganz Tolles habe ich in Paraguay entdeckt: eine Yamazuki 125 – geiles Gerät!


Winter ist Servicezeit

Bei meiner KTM 450 EXC mit Rallyumbau war mal ein professionelles Motorservice inklusive Kolben- und Pleueltausch an der Reihe – 300 Betriebsstunden aber kaum Abnützung.

Es hätte gereicht den Wasserpumpensimmering zu tauschen und nochmals 300 Stunden zu fahren.

ABER ich bin auch ein Servicefreak: alle 15 Stunden Motoröl raus. Der Luftfilter wird immer penibel eingeölt (also nicht nur mal kurz mit Spray benetzt) und wenn nur der Hauch von Staub und Sand im Anmarsch ist mit Dustcover geschützt. Das verlängert die Lebensdauer des Motors enorm.

Schaut euch auch unbedingt mal die Schwingenlagerung - vorallem auf der Ritzelseite – an! Da wird ja immer fest mit dem Hochdruckreiniger gewaschen. Mein Nadellager war jedenfalls hinüber. Auch die Kettenspannerschrauben nicht vergessen, mit Kupferpaste zu schmieren.

 

KTM 450 Rally Factory Replica durchgecheckt und alle Flüssigkeiten getauscht. Da ich immer wieder mit „kochender“ Hinterradbremse kämpfe, habe ich Racingbremsflüssigkeit mit höherem Siedepunkt verwendet. Das hat bei meiner 450 EXC auch schon geholfen, den Ausfall der Hinterradbremse zu verhindern.

 

Auch mit meiner Jungendliebe YAMAHA RD 350 YPVS habe ich Zeit verbracht und alle Kühlerschläuche getauscht, die aufgrund des Jahrganges 1985 richtiggehend zerbröselt waren. Stahlflexbremsleitungen und verstärkte Gabelfedern mussten auch rein.

 

Winter ist Trainingszeit

Am 28.12. haben wir zwei Rallyspezies nach dem Motto angerufen „wie schaut´s aus – fahren wir über Silvester nach Kroatien trainieren?“. Die Buben waren sehr spontan und so haben wir von 29.12.2017 bis 1.1.2018 drei tolle Trainingstage absolviert, an einer kroatischen Silvesterfeier teilgenommen und anschließend das neue Jahr in Anlehnung an unsere Reisen in die Wüste mit einer Rampenjause (halt ohne Rampe, da wir mit Kastenwagen unterwegs waren) begrüßt.

Das körperliche Training begleitet mich ja das ganze Jahr – wird jetzt aber nochmals verstärkt: Technischer Ausfall - kann passieren! Verkoffern - gehört zu einer Rally!  ABER: selbst schwächeln - geht gar nicht!

 

Was steht an?

Der Kalender für die ersten fünf Monate ist voll:

- Tuareg Rally / Marokko im März mit KTM 450 EXC Rallyumbau

- Krka – Enduro / Primosten im April mit KTM 450 Sixdays

- Hellas-Rally /Griechenland im Mai mit geliebter, komplett sinnbefreiter KTM 690 Rally

 

Für die Tuareg laufen gerade die Vorbereitungen. Den Vorbau habe ich in Kroatien beim Training testen können und danach einige Schwachstellen ausgemerzt. Jedenfalls habe ich genug Raum zwischen Steuerkopf und Scheinwerfer für Schnellreparaturen der Elektrik gelassen. Auch, dass der Vorbau bei einem Crash nachgibt, war mir wichtig – denn oftmals hilft nicht einmal das beste Neckbrace.

Die Übersetzung wurde von sehr endurlastigen 14/52 auf 14/48 geändert und ein Lenkungsdämpfer montiert. Als Roadbookschalter habe ich den gaaaaaanz alten, aber sehr robusten von MD verbaut – dieser ist zwar von der Größe nicht mehr „State oft the Art“ jedoch enorm haltbar und verkraftet auch Stürze. Zeitkartentasche auf dem Sitz befestigt und noch eine Hecktasche für Werkzeug, Verbandszeug, Sicherungen, Schmelzverbinder, Metallkleber, Zündkerze, Schalthebel (mit Schraube!) und Kupplungshebel (auf Handbremshebel habe ich verzichtet) am Heckkotflügel verbaut. Wichtig dabei: unbedingt einen zusätzlichen Gurt unter der Tasche mitschrauben, da die Belastung enorm ist! Unterwegs soll ja nichts verloren gehen. Außerdem noch die Elektrik ergänzt, um ein GPS permanent laden zu können – Es ist bei der Tuareg Pflicht den Track aufzuzeichnen. Jetzt kommt noch der 15l Tank von ACERBIS/AUNER und das Rally-Moped ist fertig.

 

Stay tuned und ein galaktisches, unfallfreies Jahr 2018!

 

 

Bilder

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eingetragen am: 20.01.2018