Supermono Finale EM Most

Ein Finale das anders geplant war!

 

Die letzte Runde des „FIM Supermono European Cup“, in dieser Saison, fand nach längerer Pause und einer Terminverschiebung des Veranstalters, vergangenes Wochenende (27.09.-29.09.19) im tschechischen Most statt. Im Rahmenprogramm des „Alpe Adria Cups“ gingen in der Klasse, erneut Fahrer aus 8 Nationen an den Start.

Drei freie Trainings, zwei Qualifikationsläufe und drei Rennen standen für die Monofahrer im Zeitfenster des Veranstalters.

Schon bei der Anreise verfolgten wir die Wetterprognosen, welche besonders für den ersten Trainingstag nicht gerade positiv zu erwartet waren.

So sah es dann auch am ersten Tag der Veranstaltung aus. Zum ersten Training hin war die Strecke nass. Aber es hieß sowieso erstmal diese  nach 10 jähriger Pause in Most und Streckenänderung, abzutasten und erkunden. Auch im zweiten offenen Training war die Strecke noch nicht abgetrocknet. Hier hatte Josef vom ganzen Starterfeld schon die fünftbeste Zeit. Zum dritten Training hin, waren nur noch einzelne Stellen auf der Strecke nass und eine weitere Verbesserung der Zeit war von ihm zu erwarten. Jedoch sah das Ende ganz anders aus. Josef fehlte auf dem Zeitmonitor und schnell bekamen wir von der Strecke die Information, Fahrer #1 ist gestürzt. Jetzt hieß es erst mal warten, was ist genau passiert und wie sieht es um Josef aus. Es dauerte sehr lange bis er und das Fahrzeug zurück in das Fahrerlager gebracht wurden. Ein heftiger Vorderrad-Rutscher brachte das Desaster mit sich. Ein sehr stark zerstörtes Fahrzeug wurde in die Box gebracht und auch Josef war rundherum ziemlich lädiert. Dass er in solchen Situationen nicht zimperlich ist, kennt man ja bei ihm und es wurde sofort angefangen das Fahrzeug wieder Instand zu setzen. Dies sah jedoch Anfangs einfacher aus, als es dann wirklich an Aufwand war. Als sich das Adrenalin bei Josef gesenkt hatte, kamen auch seine Blessuren zum Vorschein. Erneut hat es ihn an der bereits defekten Schulter, Knie und an der linken Hand erwischt. Aber es war natürlich kein Thema zusammen zu packen. Die Instandsetzung des Fahrzeuges dauerte bis nächsten Tag Mittag, aber Josef wollte das Finale mit der Mono fahren und nicht mit dem Ersatzfahrzeug. So musste er auch den erste Qualifikationslauf streichen, da die Mono zu diesem Zeitpunkt noch ziemlich nackt aussah.

Am Samstag zum zweiten Qualifikationslauf nach einer langen Nacht und ziemlichen Schmerzen, besonders an der Hand, waren Fahrer und Fahrzeug wieder auf der Strecke. Wichtig war jetzt, dass das Fahrzeug soweit für die Rennen in Ordnung ist und es ergab dann so nur den 15ten Startplatz. Aber wer Josef kennt, dies sollte für eine gute Platzierung kein Problem sein. So war es dann auch. Der Erste Rennlauf, wurde Samstagnachmittag um 16:50 Uhr gestartet. Die Ampel auf Grün und das Daumendrücken begann wieder. Schon vor der ersten Kurve, befand sich Josef auf Platz drei. Ein spannendes erstes Rennen war zu erwarten. Mit vielen Positionswechsel, zwischen Jay Bellers- Smith (GBR) und Johann Karl (GER) und Josef , hatte das Team feuchte Hände. Auch mit dem Hintergedanken, kann er dem Rennen Standhalten. Der Niederländer Jerry Van De Bunt übernahm von Anfang an die Führung und konnte von den folgenden drei Fahrern nicht mehr eingeholt werden. Zieleinlauf, war dann für den ersten Wertungslauf Platz 4. Aber gesamt gesehen, für die Vorgeschichte eine gute Platzierung. Noch dazu, fuhr Josef in diesem Lauf die schnellste Rennrunde. Jetzt hieß es für den nächsten Tag und die zwei noch folgenden Rennen, Fahrer etwas schonen. Dies betraf vor allem die lädierte Hand, die nach dem ersten Rennen dick wie ein Ballon war.

Am Sonntagmorgen das Warmup, wurde nicht gefahren um etwas Kraft zu sparen. Die beiden weiteren Rennläufe an dem Tag, konnte Josef mit zwei sehr guten dritten Plätzen  für sich entscheiden. Der Niederländer Jerry Van De Bunt konnte nicht gebremst werden und entschied bereits schon im zweiten Rennen, den „Europameisterschaftstitel 2019“ für sich.

Etwas enttäuscht aber auch froh, dass nach dem Sturz noch weiter gefahren werden konnte, hieß es für Josef,

„Vize Europameister 2019“.

 

Ja erneut schließen wir hiermit eine aufregende und spannende Saison für uns ab.

Aber dennoch sind viele Erfolge, in den Gesamtwertungen zu verzeichnen:

 

2. Platz:  „FIM Europe Supermono Cup“ (Vizemeister)

1.Platz: „Österreichische Berg Staatsmeisterschaft“ (Staatsmeister – Klasse Supermoto)

1.Platz:  Racer – Cup Sieger (dreifach Start – Klasse Supermoto)

4.Platz: „ Road Race Hill Climb Berg EM“ (Klasse Supermoto)

 

 

Auf diesem Weg ein herzliches Dankeschön an ALLE die auch diese Saison hinter Josef gestanden sind, ihn begleitet und unterstützt haben. Ohne euch wäre es nicht gegangen und ihr habt auch diese Rennsaison zu den ganzen Erfolg mit beigetragen.

 

Wir hoffen , dass wir auch 2020 auf eure Hilfe und Unterstützung zählen können.

 

Wie die Saison 2020 aussieht, ist noch in Planung. Sobald jedoch etwas fix ist, werdet ihr informiert.

 

 

Liebe Grüße

Josef und Team

Bilder

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eingetragen am: 10.10.2019