Christopher Vieghofer beim Extreme Enduro HEXE in Lunz am See

Von den Erzählungen und den Bildern vom letzten Jahr wollte ich unbedingt heuer dabei sein!
Ich bin schon einige extreme Enduro Rennen mitgefahren im Aus-und Inland, aber als ich mit Nikon Muigg und Pirpamer Roberto am Samstagabend die Strecke teilweise abgegangen bin wurde mir klar, dieses Rennen ist etwas Anderes und es wäre besser gewesen, ich hätte mir die Strecke nicht angesehen. Dann hätte ich sicherlich besser schlafen können.
Im Gegensatz zu den anderen Rennen, wo du zwischen 50 und bis zu 180 km fährst und zwischendurch auch Abschnitte sind sich zu erholen, ist hier die Strecke ca. 18 km lang und du hast keine Chance dich irgendwie zu regenerieren. Schrägfahrten, Wurzeln, Steilhänge, Wasserbett mit Felsstufen sowie der berühmte Wasserfall und Abfahrten, wo man besser nicht nachdenken sollte. Extreme Enduro vom Feinsten!

Am Samstag konnte man vor den zwei Prologwertungen auf dieser Prologstrecke trainieren und auch diese Strecke hatte es schon in sich! Bei meiner ersten Wertungsrunde war ich bei einer Schrägfahrt einfach zu schnell dran und fand mich einige Meter weiter unten zwischen zwei Bäumen wieder. Diese Aktion kostete mich Zeit und ich konnte diese erste Wertung schon mal vergessen. So konzentrierte ich mich wieder auf die zweite Möglichkeit am Nachmittag- wo es mir auch besser ging, aber diese Runde auch nicht ohne Bodenkontakt abschließen konnte. Mit dem 17. Platz konnte ich mich für die zweite Startreihe qualifizieren und damit war ich auch sehr zufrieden.

Am Abend noch schnell meine KTM für das Extreme Enduro am Sonntag herrichten. X-Grip Reifen und Mousse montieren sowie das Haslacher Fahrwerk für den morgigen Tag einstellen.

Geschlafen habe ich wie erwartet nicht sehr gut, denn meine Gedanken waren immer bei den Bildern von der Besichtigung der Strecke!

Am Sonntag beim Start noch ein bisschen nervös, ging es während dem Rennen eigentlich sehr gut. Vor dem CP 13 konnte ich schon einige Mitbewerber überholen. Eine Runde lang konnte ich mit Pirpamer Roberto und Riegler Patrick mitfighten, jedoch häuften sich die Fehler bei der Spurwahl und der Abstand wurde immer größer. Mit Michael Unterkirchner fuhr ich dann fast das ganze Rennen. Dann ein großer Fehler. Michael und ich übersahen einen Checkpoint und mussten noch einmal zurückfahren, um diesen auch zu passieren. Diese Aktion kostete uns wertvolle Zeit, und weiter ging es bis mir 20min vor Rennende das Benzin ausging und ich das Rennen beenden musste.

Hut ab vor Schneider Philipp, der dieses Rennen für sich entscheiden konnte. Zweiter wurde der Vorjahressieger Bertl Phillip vor Iby Jeremias.

Mit dem 10. Gesamtplatz am Ende bin ich sehr zufrieden aber am meisten schätze ich, was ich bei dieser tollen Veranstaltung lernen konnte und für die nächsten Rennen an Erfahrung mitnehmen kann.

Es war wieder eine sehr gelungene Veranstaltung, bei der ich auch meine Grenzen kennen lernen konnte, und möchte jedem Teilnehmer gratulieren, der bei diesem Rennen teilgenommen hat, aber auch dem Veranstalter danken für die wirklich einmalig tolle Veranstaltung.

Jetzt freue ich mich auf das nächste Rennen in Lunz beim ÖEC Cup in Pramlehen diese Woche.

Danke an Haslacher Bernhard für das tolle Fahrwerk, Diesel Benjamin für den tollen Grip der X-Grip Bereifung,  Agressor Cool Base Shirt von Klim (es machte die irre Hitze viel erträglicher) und natürlich an Dirt Bike Custom Collabo mit Niko.

Bilder

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eingetragen am: 10.08.2018