BMW R 1300 R Superhooligan – Custom für Daytona

50 Jahre Superbike-Geschichte neu interpretiert

BMW Motorrad zeigt in Daytona die R 1300 R Superhooligan. Das Custom-Bike erinnert an den ersten Superbike-Sieg 1976 – technisch radikal umgesetzt.

BMW R 1300 R Superhooligan zum Daytona-Jubiläum

Im Rahmen der 84. Auflage der 200 Meilen von Daytona vom 5. bis 7. März 2026 präsentiert BMW Motorrad die BMW R 1300 R Superhooligan. Anlass ist das 50-jährige Jubiläum des ersten Superbike-Rennsieges in Daytona am 6. März 1976 durch Steve McLaughlin sowie der Gewinn der damals neu eingeführten AMA Superbike Meisterschaft durch Reg Pridmore. Beide Fahrer starteten 1976 auf einer BMW R 90 S für das Butler & Smith Team.


2026 geht zudem BMW Motorrad Markenbotschafter Nate Kern im Rahmen der 200 Meilen von Daytona mit der BMW R 1300 R Superhooligan in der von Roland Sands präsentierten Mission Foods Super Hooligan Rennserie als Teil der MotoAmerica an den Start.


Projekt des BMW Motorrad Custom Speed Shop

Die BMW R 1300 R Superhooligan entstand im BMW Motorrad Custom Speed Shop. Projektleiter Philipp Ludwig setzte das Bike gemeinsam mit Katrin Torge, Fahrzeugdesigner Andreas Martin, Farb- und Grafikdesignerin Theresa Stukenbrock sowie den Prototypenbauern Paul Summerer und Thomas Becker um. Das Custom-Bike greift die grundlegenden stilistischen und technischen Elemente der serienmäßigen, 145 PS starken BMW R 1300 R auf und übersetzt sie in die Formsprache eines nahezu unverkleideten Superbikes. Startnummernfelder und ein breiter Lenker zitieren die Superbikes der 1970er-Jahre. Die Startnummer 83 erinnert an Steve McLaughlins Sieg in Daytona.


Technik der BMW R 1300 R Superhooligan

Die BMW R 1300 R Superhooligan soll bis zu 275 km/h erreichen und versteht sich als Custom Roadster mit Superbike-Attitüde. Für mehr Schräglagenfreiheit kommt eine um 30 mm verlängerte und voll einstellbare Wilbers Upside-Down-Gabel zum Einsatz. Auch das voll einstellbare Wilbers Federbein trägt eine blaue Feder.


Das Blau der BMW M 1000 RR Bremszangen findet sich am Aluminium-Rahmenheck sowie an den Standrohren der Gabel wieder. Ein leichtes Carbon-Vorderrad der BMW M 1000 RR soll Handling und rotierende Massen optimieren. Ergänzt wird das Setup durch zahlreiche Carbon-Komponenten aus dem BMW Motorrad Programm sowie von Ilmberger Carbon Parts. Voll einstellbare Handhebel von Advik, gefräste BMW Motorrad Fußrasten sowie eine Titan-Auspuffanlage mit Carbon-Endschalldämpfer von Akrapovič komplettieren das Projekt.


Designzitate der BMW R 90 S

Optische Reminiszenzen an die BMW R 90 S von 1976 zeigen sich in lackierten Bauteilen wie Vorderradkotflügel und Tankseitenverkleidungen in der damaligen Farbgebung. Die Kombination aus historischen Farben und moderner Naked-Silhouette soll die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen. Die nahezu unverkleidete Erscheinung orientiert sich an Superbikes jener Zeit, bei denen Technik und Chassis im Mittelpunkt standen.


Daytona 1976 – Der historische Kontext

1976 wurde die AMA Superbike Series erstmals als nationale US-Meisterschaft ausgetragen. Butler & Smith erkannte darin eine Plattform für die BMW R 90 S. Udo Gietl fungierte als Chefmechaniker und Motorentuner, Todd Schuster kümmerte sich um das Fahrwerk.


Steve McLaughlin gewann das Rennen am 6. März 1976 in einem Fotofinish vor Reg Pridmore. Gary Fisher fiel nach zwischenzeitlicher Führung mit Getriebeschaden aus. Am Saisonende sicherte sich Reg Pridmore den Titel des ersten AMA Superbike Champions. Zum 50-jährigen Jubiläum treffen in Daytona die Protagonisten von damals auf die BMW R 1300 R Superhooligan sowie auf die originale BMW R 90 S Rennmaschine, die von der BMW Group Classic aus dem BMW Museum bereitgestellt und für den Einsatz vorbereitet wurde.


Bericht vom 03.03.2026 | 2.805 Aufrufe

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