SENA Specter Klapphelm mit integrierter Kommunikation
Kommunikation ab Werk statt nachträglicher Montage
SENA präsentiert den Specter Klapphelm mit werkseitig integrierter Kommunikationstechnik. Bluetooth 5.3, Mesh-Intercom und KI-Geräuschunterdrückung sind bereits ab Werk vollständig in die Helmschale eingebaut. Ab März für 619 Euro verfügbar.
Der Spezialist für Motorrad-Kommunikationssysteme SENA bringt mit dem Specter einen Klapphelm auf den Markt, bei dem Intercom, Navigation und Audio bereits ab Werk vollständig integriert sind. Anders als bei konventionellen Lösungen, bei denen Kommunikationssysteme nachträglich am Helm montiert werden müssen, sind beim Specter sämtliche Komponenten - von der Steuereinheit über Lautsprecher und Mikrofon bis zur kompletten Verkabelung - direkt in die Helmschale eingebaut. Der Helm ist sowohl in der Jet- als auch in der Integralkonfiguration nach ECE R22.06 P/J zugelassen und ab März für 619 Euro erhältlich.
Technische Ausstattung: Von Bluetooth bis Mesh-Intercom
Die Basis bildet eine Verbundglasfaserschale mit mehreren EPS-Schaumstoffen unterschiedlicher Dichte. Mit rund 1700 Gramm in Größe M bewegt sich das Gewicht im üblichen Rahmen für Klapphelme mit integrierter Kommunikationatechnik. Zur Ausstattung gehören ein einziehbares Sonnenvisier, Pinlock-Kompatibilität (120 XLT) sowie ein mikrometrischer Ratschenverschluss am Kinnriemen. Das herausnehmbare Innenfutter lässt sich waschen, Belüftungsöffnungen finden sich im Kinn-, Stirn- und Hinterkopfbereich.
Herzstück der Kommunikationstechnik ist Bluetooth 5.3 mit mehreren Intercom-Modi: Das Wave-System ermöglicht laut Hersteller eine praktisch unbegrenzte Reichweite und Teilnehmerzahl, während Mesh 3.0 und 2.0 mit zwei Kilometern Reichweite im offenen Gelände arbeiten. Im privaten Group-Mesh-Modus lassen sich bis zu 24 Fahrer vernetzen. Für die Audioqualität zeichnen Harman-Kardon-Lautsprecher der zweiten Generation verantwortlich, auf der Mikrofonseite kommt AINR zum Einsatz - eine KI-gestützte Geräuschunterdrückung, die sich an wechselnde akustische Bedingungen bei geöffnetem oder geschlossenem Kinnbügel anpassen soll.
Ausdauer und Sicherheitsfeatures
Der integrierte 1700-mAh-Akku soll bis zu 35 Stunden Gesprächszeit ermöglichen. Die vollständige Ladung dauert 2,5 Stunden, eine Schnellladefunktion verspricht nach 20 Minuten weitere sieben Stunden Betriebsdauer im Mesh-Modus. Ein Safe Power Mode erlaubt den direkten Betrieb über eine externe Stromquelle, ohne den Akku zu belasten - eine Funktion, die längere Touren ohne thermische Belastung des Akkus ermöglichen soll.
Am Hinterkopf integriert SENA eine LED-Beleuchtung mit Tagfahrlicht und automatischer Bremslichtfunktion. Das System aktiviert sich situationsabhängig und soll die Sichtbarkeit im dichten Verkehr oder bei ungünstigen Lichtverhältnissen erhöhen. Drahtlose Over-the-Air-Updates sowie die Steuerung über die SENA Motorcycles App und die SENA Wave App gehören ebenfalls zum Funktionsumfang. Sprachsteuerung ist verfügbar.
Fazit: Kommunikation ohne Nachrüstung
Mit dem Specter verfolgt SENA konsequent die Integration von Kommunikationstechnik direkt in die Helmkonstruktion. Das Konzept richtet sich an Fahrer, die auf nachträgliche Montage von Intercom-Systemen verzichten möchten. Der Helm ist in den Größen S bis XXL sowie in Mattschwarz und Glänzendweiß erhältlich.
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Bericht vom 03.03.2026 | 5.455 Aufrufe