Das Springrace in St.Veit an der Glan wurde dieses Jahr zum feuchten Spektakel.
RacingMo aus Oberösterreich beim Langstreckenrollerrennen in Kärnten.
Springrace 2011
Ab und zu muss man es als Reporter und Fotograf auch mal wagen, aktiv am
Geschehen teilzunehmen.
So geschehen am 30.4.2011 beim wohl härtesten Schaltrollerrennen
Österreichs, in Sankt Veit an der Glan.
1 Teamchef, 3 Fahrer, ein Roller und 12 Stunden Vollgas.
Ron Schaufler, der in Steyr einen Scooterladen betreibt, trat mit 2
Rollern an.
Ich dürfte mir mit dem amtierenden 600er Supersportmeister Thomas
Berghammer und Profirollerfahrer Weber Mike einen davon teilen.
Um 5 Uhr morgens ging es los mit der Abnahme, das Training startete um
5.30.
Unser Roller wurde erst so knapp vorher fertig, daß ich keine gezeiteten
Trainingsrunden mehr absolvieren konnte.
Um 7 Uhr dann der fliegende Start. Thomas Berghammer übernahm die
Aufgabe und kam nach einer Stunde Fahrt als 5. zum Fahrerwechsel.
Doch schon bei Mike der erste Defekt, Schaltklaue kaputt und nach
einigen anderen Defekten, die Ron zwar alle schnell reparieren konnte,
hatten wir wohl auch wegen der Beständigkeit des späteren Siegerteams um
die Mittagszeit schon viele Runden Rückstand. Der 2. Roller vom Sqooter
Team wurde nach seinem Ausfall schon zu unserem Teilespender
umfunktioniert.
Das vorhergesagte trockene Wetter am Vormittag entpuppte sich als
Dauerregen und so endete mein erster Renneinsatz auch gleich mit einem
Sturz in der Box, auf den Rutschbelag des ÖAMTC Geländes. Mal trocken,
mal Nass, so ging es über die komplette Distanz.
Das Fahren mit dem 175 ccm Schaltroller war nach ein paar vorsichtigen
Gewöhnungsrunden ein echtes Erlebnis und machte richtig Spaß.
Was mich an diesem Tag aber auch noch so faszinierte war der Ehrgeiz und
die Begeisterung der Teams für dieses Rennen. Da wurde geschraubt,
gehämmert, geklebt, sich gegenseitig noch geholfen und auf der Strecke
dann wieder gegeneinander gefightet.
Mein Einsatz war um 15 Uhr leider nach einem bösen Sturz und einer
Knieverletzung beendet. Zwei Stunden später brach auch noch das
Hinterrad an unserem Scooter weg und beendete endgültig unseren Einsatz.
Rund um das Gelände wurde eine Ausstellungsfläche geschaffen um den
Publikum etwas Abwechslung zu bieten.
Supermoto Intercupveranstalter Chris Bienert driftete mit dem X Bow und
einige Supermotofahrer zeigten ihr Können. Diverse Aussteller und eine
eigene Lounge nur für Ladies sorgten genauso wie die Bewirtung, für eine
gelungene Veranstaltung. Der Hauptorganisator Mario Horni sorgte mit
seiner Crew für einen reibungslosen Ablauf und sie gaben bei und nach
der Siegerehrung im Zelt noch so richtig Gas.
43 Teams aus 3 Nationen (ein Team reiste sogar 1300 Km weit an), ließen
sich dieses Event nicht nehmen und auch ich werde mir diesen Termin
nächstes Jahr wieder ROT in meinen Kalender markieren.
Bedanken möchte ich mich besonders bei Ron Staufer für die Gelegenheit
in seinem Team mitzufahren und bei meiner Zweiten Hälfte KTMPilly, der
diesmal die Bilder für mich gemacht hat.