Wolkenstürmer, Wonderbras und wildwüchsige Rohrversammlungen in Rosmalen, NL.
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Big Twin Bike
Show, Rosmalen |
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Wunder, Wahn und Wirklichkeit
kostümierter Bikes |
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Die Big Twin Bike Show fand am zweiten November-Wochenende bei den
niederländischen Nachbarn in Rosmalen bereits zum 18. Mal statt, mit
internationaler Besetzung und reichlich prallbunten Twin-Bikes sowieso. |
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Aber apropos Wonderbras:
Die feschen Mädels gab es für uns jugendliche Journostars allerdings
weit und breit nur maximal auf diverse Tanks gemalt. Zu den abendlichen
Vorstellungen hatten wir die Hallen bereits wieder verlassen. Siehe
Jugendschutzgesetz! Aber dennoch, für gestandene Männer und kluge Frauen
brachten wir noch reichlich fette Beute aus dem Käse- und Tulpenland
mit. Kein Wunder, denn die Exhibition im Autotron von Rosmalen besteht
sogar aus zwei großen Show-Hallen – eine für die Pflicht, die andere für
die Kür. Oder gemäß dem Spruch: erst die Arbeit, dann das Vergnügen!
Gearbeitet wird auf der Big Twin Bike Show mit dem gleich lautenden
Magazin als Veranstalter in der „Expo Hall“ samt Galerie, wenn die
ortsansässigen, also komplett niederländischen Dealer ihr Programm an
Twin-Bikes in satten Farben und Formen vorstellen. |
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Wonne ohne Wonderbra |
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Aber nicht nur! Sogar Japanische und Englische
Marken-Firmen mit bekanntlich mehr als nur zwei Verbrennungsräumen
versammelten sich mit auf der Expo-Fläche neben zahlreichen kleineren
Formenschmieden und Teilehändlern, die alle oder irgendwie dem
weltweiten Zubehör-Händler Zodiac als Mitveranstalter angehören.
Immerhin hier über 150 an der Zahl.
Dementsprechend stammen die Aussteller auch aus allen europäischen
Ländern, nicht nur aus den Niederlanden oder Deutschland, bis hin aus
überseeischen Nationenverbänden. |
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Einen Gang weiter geht’s dann mit dem Part für
Wunder und Wahn rüber in die „Bike-Show Hall“. Angefüllt mit
Himmelstürmern, Bikes mit wildwüchsigen Rohrversammlungen, bunt
kostümiert, völlig aus der Art geschlagen. Auf Amerikanisch nennt sich
das dann „customized“ oder kurz und bündig „Custombikes“. Über 90 an der
Zahl lodern hier im viel versprechenden
Licht-aus-Spot-an-Scheinwerferlicht, eins kunterbunter als das andere,
verwegen in Gestalt und Geschau allemal. Denn auch der Preis ist heiß,
die AMD (American Motorcycle Dealers) als Ausrichter für die ganz
begehrten Pokale in USA-Sturgis und dem weltweit bekannten
Customwettbewerb versprechen auch hier 5.000 Euro Preisgeld für den
Besten, der sich dann zum Finale auf die Reise im August 2010 begeben
darf. |
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Wunder und Wahn |
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Im Sinne des ultimativen Wettbewerbs treten hier
aber auch enorm verwandelte Kräder mit mehr als zwei Zylindern an.
Besonders hervor ragt da die neueste Erfindung von Altmeister Larry
Houghton von Lamb Engineering aus Groß Britannien.
Weg vom Twin hat er sich dieses Mal das schwere
Triebwerk einer Honda CBX zur Brust genommen und diesem Sechszylinder zu
einer nie da gewesenen Grazie verholfen, die ihresgleichen sucht. Mit
einem Hauch von zackig geformten GFK wird das fein polierte, mächtige
Triebwerk umgarnt. |
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Himmelsstürmer und Rohrgewimmel |
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Einer aus der teutonischen Region hat es sich nicht nehmen lassen, einen
uralten, 1942er Flat-Head-Ofen mit einem wie aus Himmelswolken geformten
Flammenmeer zu umgeben. Rohrgewimmel inklusive, ebenso wie bei
zahlreichen anderen Fabrikaten, vornehmlich bei den Harley- und
Buell-Aspiranten. Sogar bis nach Skandinavien rauf erschallte der Ruf an
die Berufenen. Dennoch, der Sieger der diesjährigen Show liegt nah, tat
sich Kris Willem aus Belgien mit seiner Erfindung hervor. Über 20.000
Besucher ergötzten sich am wilden Spiel von Farben, Formen und Motoren.
Wer braucht da noch weniger farbenfroh, weil wenig bekleidete
Weiblichkeit? Eben, die stehen ja eh immer nur davor. |
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Interessante Links:
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Text: Sabine Welte
Fotos: Sabine Welte |
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