Bei perfektem Wetter und italienischem Flair fanden mit über 5000 Vespisti und Fans die Vespa World Days statt.
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Vespa World Days |
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DER MYTHOS LEBT EWIG |
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Der Mythos Vespa ist ungebrochen, die Blechvespe ist populärer denn
je.
Wenn man zwischen dem 11. und 14. Juni die Gemeinde Zell am See inmitten der Alpen besucht hat, konnte man davon einen bleibenden Eindruck gewinnen. Schon bei der Anreise traf man auf zahlreiche
Vespatreiber, zuweilen alleine, meist aber in großen Gruppen. Im neuen
Tunnel der Gemeinde konnte man den blauen Dunst der Zweitakter nicht nur
riechen, sondern sogar sehen. Nicht nur im Zentrum, wo das eigentliche
Treffen stattfand, sondern im ganzen Ort und auf sämtlichen umliegenden
Straßen wimmelte es geradezu von den kleinen Rollern aus Italien.
Alleine 3100 Fahrer von diversen Clubs waren vorangemeldet, gekommen
waren schlussendlich über 5000. |
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Ein Wahnsinnserfolg für die Organisatoren. Für einen Teil des Erfolgs
war vermutlich das größtenteils sehr freundliche Wetter verantwortlich,
aber es darauf zu reduzieren wäre nicht nur zu einfach, sondern
schlichtweg falsch. Es gibt viel mehr Gründe, warum der Hype um den
kleinen Roller mit dem gewissen Etwas immer noch so stark ist. Die Vespa
schafft perfekt wie wenige andere Fahrzeuge den Spagat zwischen
erschwinglichem Massenprodukt und totalem Kultobjekt.
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Die World Days sind aus großen Klubtreffen entstanden und somit weit
davon entfernt, eine hippe Marketingveranstaltung zu sein. Daher
besteht die überwältigende Mehrheit der Besucher aus enthusiastischen
Besitzern meist älterer Modelle, die sich einfach vier Tage austauschen
und miteinander feiern wollen. Die andere Seite der Veranstaltung ist
der erfolgreiche Versuch, auch ein Publikum jenseits dieser Klubkultur
anzulocken, egal ob sie schon Vespa fahren, über den Kauf einer solchen
nachdenken, oder sich einfach nur die Show ansehen wollten. So gab es
natürlich eine offizielle Abordnung vom heimischen Generalimporteur
Faber, der die Marken der Piaggio Gruppe schon seit 1964 ins Land holt
und vertreibt. Hier konnte man die neuesten Modelle Probe fahren und
sich mit allen möglichen Infos eindecken. Direkt im Ortszentrum, genauer
gesagt im Kongresscenter, fand nicht nur die offiziellen Eröffnung
statt, es war auch eine kleine aber höchst erlesene Ausstellung zu
bewundern. Historische Modelle, darunter auch einige Militärfahrzeuge
standen modernen Vespas gegenüber, ganz im Zeichen der Veranstaltung.
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Highlight der Expo waren drei sehr seltene Renn-Vespas mit einem
Gesamtwert von fast 200.000 Euro. Klarerweise gab es entlang der
Hauptstraße auch jede Menge liebevoll restaurierte, umgebaute und
teilweise einfach skurrile Fahrzeuge zu bewundern. Zahlreiche Stände, an
denen neben Gebraucht- und Tuning-Teilen auch Bekleidung, Literatur und
verschiedenste Accessoires angeboten wurden, dürfen auf so einem Treffen
natürlich auch nicht fehlen. Die „Vespisti“ sind ein ausgesprochen
lustiges, aufgeschlossenes und vor allem buntes Volk. Die durchgehend
entspannte Atmosphäre bei bestem Wetter lud überall zum gemütlichen
Verweilen bzw Fachsimplen ein und so hatten alle, vom Neuling bis zum
langjährigen Veteranen, eine gute Zeit. Das Schöne daran war, dass sich
das Publikum durch alle Alter- und Gesellschaftlichen |
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Schichten zog und trotzdem keine Berührungsängste zu spüren
waren. Neben vielen Italienern und Österreicher kamen Menschen aus
verschiedensten meist, europäischen Ländern zusammen. Auch von den
Einwohnern der, abseits der Hauptsaison eher beschaulichen, Gemeinden
Zell am See und Kaprun waren nur Wohlgefallen und positive Reaktionen zu
vernehmen. Zwar gab es in der Nacht an der Hauptstraße einen Hauch von
GTI-Treffen, als ein paar gutgelaunte Rockabilly-Jungs ihre Hinterreifen
unter dem Applaus und Gejohle des begeisterten Publikums verheizten,
aber das alles geht auch ohne Alkoholexzesse und Vandalismus. Oder sagen
wir es so: Auf den World Days braucht sich niemand zu fürchten, außer
davor sich mit dem Vespa-Virus anzustecken.
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Interessante Links:
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Text: Armin Farkas
Bilder: Armin Farkas |
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