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Vorne sorgen neue
Gabelfedern von Öhlins samt Öl und hinten ein Wilbers-Federbein vom Typ
633 nicht nur für verbesserte Dämpfungseigenschaften und mehr Reserven,
sondern auch für eine neue Geometrie. Die Maßnahme war ausgesprochen
effektiv. Endlich konnte man die Kurven richtig auskosten und harte
Schräglagen fahren. Perfekt zu umgebauten Nakedbikes passt für uns
immer ein Metzeler Racetec, hier mit der Mischung "K1". Die Metzeler
Pneus haben eine relativ weiche Karkasse und bügeln kleine Fahrwerksmängel
sauber aus. Sehr harte Racingpneus sind für
Nakedbikes oft eine schlechte Wahl, weil dann eben die Problemzonen im Chassis zu Tage treten. Beim Metzeler
passten sowohl der Grip als auch die Präzision mit der die Fuhre in die
Ecke kippte.
Begeistert hat uns die Z750RR aber dann in jenen Passagen, wo
normalerweise Unruhe ins Fahrwerk kommt. Also am Pannoniaring der
schnelle Knick Nummer 3 über die Bodenwelle, oder die Wechselkurve vor
der Bergabgeraden hinunter zur "Hauskurve". Auch in diesen Passagen
bleibt die Z750 R total stabil und fährt einen sauberen Strich. Hier
kommt echtes Rennmotorradfeeling auf. Kein Vergleich mit der schlabbrigen Standardvariante, die in solchen Passagen sofort an ihre
Grenzen stößt. Martin Bauer fuhr mit der Z750 RR übrigens eine 2:04er
Zeit, für uns waren vor allem die Relationen zu Rennmotorrädern ein
wichtiger Vergleich. Wir verlieren mit der Z750 RR auf einen 600er
Supersportler ca. 4 Sekunden. Kein schlechter Wert! |