Nachdem sich die ABS Technologie in den letzten Jahren rapide
weiterentwickelt hat, findet dieses auch im Straßenrennsport immer mehr
Zuspruch. Durch die mittlerweile sehr kompakte und leichte Bauweise ist
nun die Anwendung im Offroadsport eine weiter logische Konsequenz. Die
umgebaute Husqvarna TE449 wurde mit einem Offroad-ABS mit blockierendem
Hinterrad vorgestellt. Dieses 2 Kanal ABS System besteht aus 2
Radsensoren, welche die Drehzahl an Vorder- und Hinterrad messen,
Druckmodul, Hydraulik und Regeleinheit. Und das ganze wiegt weniger als
1,5kg.
Doch so einfach war die Entwicklung nicht. Bereits seit 2007 wird an dem
System gearbeitet. Nun ist man soweit, dass dieses System serienreif
ist. Wann die ersten Motorräder mit diesem System im Geschäft stehen,
ist noch nicht fixiert.
Wie funkt das ganze jetzt in Natura? Das Gelände in Hechlingen
bietet alles, was das Enduroherz begehrt. Auf 22ha haben BMW Begeisterte
die Möglichkeit, ihre Motorräder auf losem Untergrund kennen zu lernen.
Doch heute wurde mal ordentlich angeschraubt. Unsere Guides waren
Gerhard Forster und Andi Lettenbichler, also alles andere als Unbekannte
in der Szene. Zuerst ging es auf die technisch anspruchsvolle X-Track
Strecke. Eins vorweg, wenn man im Normalmodus um die Strecke flaniert,
merkt man nichts vom ABS. Ernst wird es bei Angriffsmodus oder wenn der
Untergrund sehr rutschig wird. Dann spürt man ein leichtes Vibrieren am
rechten Zeigefinger und erkennt, wie oft das Vorderrad zum Blockieren
neigt. Bislang fiel mir das gar nicht so auf, denn durch den losen
Untergrund merkt man das oft gar nicht. |