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Trixi |
Nexus 300 i.e. |
12.09.2011 |
Druck
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Die Gilera Nexus macht als 300 i.e. zwar weniger eine schlanke, doch eine beachtlich flotte Figur.
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Gilera Nexus 300 i.e. |
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Zwischen Roller und Motorrad, zwischen Sportlichkeit und Pragmatismus,
zwischen Vergangenheit und Gegenwart. |
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Demokratisch geht’s zu im Piaggio-Konzern. Jeder (Roller-)Marke wird
sukzessive der 278 ccm-Einzylinder mit knapp 22 PS zugeteilt. Heuer war
Gilera an der Reihe: Im Nexus, der wie seine Brüder Runner & Co.
bauartseitig näher am Motorrad als am Scooter liegt, wurde der 250
ccm-Antrieb durch den 300er-Quasar 4-Motor ersetzt. Zur hohen Transport-
kommt damit eine würdige Antriebsleistung dazu. |
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Der Name Gilera stand einst für pfeilschnelle Rennmotorräder.
Modellbezeichnungen wie Quattro Bulloni und Rondine sind vielleicht nur
den altersmäßig fortgeschritteneren Eisenreitern ein Begriff, an die
legendäre Saturno können sich möglicherweise auch die jüngeren erinnern.
Die meisten aber sollten Namen wie Umberto Masetti, Geoff Duke, Libero
Liberati, Manuel Poggiali, vor allem aber Marco Simoncello – noch – im
Gedächtnis haben.
1909 gegründet, beendete die italienische Motorradschmiede 1957 nach 44
Weltmeister-Titeln das Renn-Engagement. Vorerst. 1969 stieg Gilera in
den Piaggio-Konzern ein, man konzentrierte sich daraufhin mit der
Produktion auf die kleine und die mittlere Klasse. Auch auf dem
Enduro-Sektor, mit anfangs 350 und 500 ccm-Einzylindern, später mit
einem 600er und auch einem 750er, mit denen auch bei der Rallye
Paris-Dakar gewonnen wurde. Anfang der Neunziger des vergangenen
Jahrhunderts stieg Gilera wieder ins Renn-Geschehen ein, 1992 und 1993
mischte man in der 250er-Weltmeisterschaft mit. Später, 2001, setzte es
in der 125er-Klaase einen WM-Titel. Und nach der Integrierung von
Aprilia in die Piaggio-Gruppe (2006) ritt Marco Simoncelli 2008 eine
Gilera zum MotoGP-Titel in jener 250er-Klasse, die mit 2010 eingestellt
wurde. |
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Sportlichster Roller auf dem Markt. |
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Ungeachtet des wechselvollen Renn-Engagements konzentrierte sich die
Zwei-Ringe-Marke ab 1993 (mit der Übersiedlung der Produktion in die
Piaggio-Zentrale, nach Pontedera) auf dem „zivilen“, dem Straßen-Sektor,
auf die stark sportlich orientierte Roller-Klasse. Geradezu legendär ist
der Runner. 2000 kam der DNA dazu, ein gestrippter Scooter oder vielmehr
ein Zwitter aus Roller und Motorrad. 2003 folgte der Nexus, mit 500 ccm
und einer Leistung von mehr als 40 PS. Der Hersteller bezeichnete ihn
als den „sportlichsten Roller auf dem Markt“. Um vier Jahre später noch
eins draufzusetzen, nämlich mit dem GP 800 den „stärksten Roller aller
Zeiten“.
Diese Entwicklungen kosteten dem Nexus den Titel „stärkster Roller des
Hauses Gilera“. Die 2007 markteingeführte Gilera-Version des Piaggio MP3
ist schließlich auch ein 500er. Mittlerweile ist der Nexus in die
B-Schein- und in die untere A-Schein-Klasse eingestuft worden, und als
„nur“ 250er bezeichnete er in Österreich (als 500er wird er bei uns
nicht mehr angeboten) eine Zeitlang das obere Leistungsende des
Sportscooters mit den starken Motorradgenen. |
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Mit dem Modelljahr 2011 kam auch er in den Genuss des mittlerweile auf
278 ccm-Viertakt-Einzylinders mit knapp 22 PS, des Quasar 4, der in der
Vespa GTS 300 Super vor vier Jahren sein Debut gefeiert hatte. Wohl
bezeichnet Gilera den nunmehrigen Nexus 300 i.e. als neu. Ganz so neu
ist er aber nicht, wohl jedoch in Details überarbeitet, wie zum Beispiel
der Sitzbank. |
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Seine Grund-Ingredienzien sind geblieben, vor allem der
Motorrad-verdächtige Rahmen samt Federelementen, die für Motorrad-artige
Fahreigenschaften sorgen. Leichter und kleiner ist er nicht geworden.
188 Kilo sind nicht in die Federgewichtsklasse einzuordnen. Und 1.515
Millimeter Radstand kann man nicht als würzig kurz bezeichnen.
Allerdings sind die Kilos wohl verteilt, sorgen für ausgewogene Balance
und damit wirft er sein stolzes Gewicht im Fahrbetrieb nicht ins Gewicht
(auch beim Rangieren nicht). Das Resultat ist vielmehr neben
erstaunlicher Leichtfüßigkeit eine hohe Geradeauslauf-Stabilität. So
lässt es sich ebenso elegant zwischen den Stau-Kolonnen durchtänzeln wie
scharf um die Ecken biegen, zielstrebig über die Landstraße und auch
souverän über die Autobahn pfeilen. Zumal der Mitteltunnel mehr Motorrad
als Roller suggeriert und auch die Sitzposition eher zu straffer denn zu
lümmelnder Haltung anspornt. Was der Nexus sonst noch kann, das ließ
Gilera eindrucksvoll von einem unter Beweis stellen, der’s kann: Marco
Simoncelli, 250er-Weltmeister des Jahres 2008. Der führt vor, dass man
mit dem 22 PS-Gefährt sowohl Knie schleifen als auch Burnouts machen
kann. |
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Knieschleifen? Kein Problem! |
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Jetzt kann man über die Leibesfülle und –größe des Nexus diskutieren.
Mag sein, dass die im Verein mit dem Achteilliter-Motor eher zu
verhaltenen Fahrleistungen sich addiert. Im 300er allerdings passen
Motor und Statur sehr gut zusammen, zumal der 300er im Vergleich zum
250er genau dort seine Kraft ausspielt, wo man sie am besten verwerten
kann: Im Drehzahl-Keller und in der Mitte.
Um beim Thema Größe zu bleiben: Wohl hat der Hubraum auf den Stauraum
weniger Einfluss. Dennoch ist Zweiterer beachtlich. Unter die Sitzbank
passt wirklich ein Integralhelm, auch einer mit einem – kleinen –
Spoiler. Damit nicht genug können Jacke, Handschuhe und auch sonst noch
ein paar Utensilien ohne Stopf-Mühe verstaut werden. Oder ein mittlerer
Wochenend-Einkauf. Auch das eine oder andere Packerl. Kurzum: Die
Kapazität des Gepäckfachs unterm Sattel misst 34 Liter. Die kann mit dem
33-Liter-Topcase aus dem Zubehör-Programm nahezu verdoppelt werden. |
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Was wir uns dazu sonst noch wünschen würden, das wäre eine
Doppelscheiben-Bremse, wie sie zum Beispiel der Konzernbruder Derbi
Rambla 300 i.e. hat. Man kann zwar über die Ankerleistung des Nexus
nicht wirklich meckern, doch zu Fahrwerk und Leistung täte ein
kräftigerer Front-Stopper sehr gut passen. |
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Gilera Nexus 300i.e. - Technische Daten |
| Motorbauart |
Einzylinder, Viertakt |
| Hubraum |
278 ccm |
| Bohrung x Hub |
75 x 63 mm |
| Leistung (homologiert) |
16,1 kW (21,9 PS) @ 7.250 U/min |
| Max. Drehmoment |
23 Nm @ 6.000 U/min |
| Getriebe |
Stufenlose Variomatik |
| Gemischaufbereitung |
elektron. Einspritzung |
| Steuerung |
4 V / SOHC |
| Kühlung |
Flüssigkeit |
| Rahmen/Schwinge |
Stahl-Doppelschleife |
| Federung vorne |
Tele-Gabel, Ø 35 mm |
| Federung hinten |
Stereo-Federbeine, 3-fach einstellbare Vorspannung |
| Bremse vorne |
1 x 260 mm-Scheibe |
| Bremse hinten |
1 x 240 mm-Scheibe |
| Bereifung vorne |
120/70 - 15 |
| Bereifung hinten |
140/60 - 14 |
| Radstand |
1.515 mm |
| Länge / Breite / Höhe |
2.110 / 780 / 1.400 mm |
| Sitzhöhe |
815 mm |
| Tankinhalt |
15 Liter / 2,8 Liter Reserve |
| Gewicht |
188 kg (fahrfertig) |
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| Aktuelle Produktangebote |
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| Gebrauchte Motorräder |
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Interessante Links:
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Text: Beatrix Keckeis-Hiller
Bilder: Piaggio
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| 1000ps Data Recording |
Nexus 300 i.e. |
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online seit : 257 Tagen |
gelesen: 7300 mal |
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| 1000ps Userbewertung für Bike: GILERA Nexus 300 |
Optischer Eindruck: |
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Technischer Eindruck: |
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Gesamteindruck: |
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| Kaufkraft: |
ein Kauf heuer kommt für 50,00 % der Bewerter in Frage
ein Kauf später kommt für 37,50 % der Bewerter in Frage
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| 1000ps Userbewertung: Nexus 300 i.e. von
Trixi |
Photos: |
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Text: |
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