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kot |
Piaggio MP3 300 Hybrid |
16.08.2010 |
Druck
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Neuer Elektro-Verbrenner mit drittem Rad am Roller. Wir könnten hier wirklich die Zukunft sehen.
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Piaggio
MP3 Hybrid LT 300 i.e.
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Innovations-Schub. Der Rollerriese präsentiert die
Dreiräder der Zukunft. |
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Im Jahr 2006 kam Piaggio mit der wohl größten Innovation seit Einführung
der Fliehkraftkupplung auf den Markt - dem MP3. Ein Dreirad, aber keines
im klassischen Sinne. Es hat vorne zwei Räder und unterscheidet sich ab
dem Lenkkopf nicht von einem herkömmlichen Roller. Der Clou sind die
beweglichen Achsschenkel vorne, die eine vernünftige Kurvenfahrt
inklusive Schräglage möglich machen.
Vielmehr noch, man kann den MP3 fahren wie ein ganz normales Zweirad,
mit dem Unterschied, dass er stabiler liegt und besser bremst. Besonders
in der Großstadt wo es jede Menge Kanaldeckel, Straßenbahnschienen und
Kopfsteinpflaster gibt, liegen die Vorteile des neuartigen Konzepts
deutlich auf der Hand. |
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Steht ganz ohne Ständer wie ein
Einser. |
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Auf dem MP3 stellt sich schnell eine gewisse Sorglosigkeit ein, als
Motorradfahrer legt man auch auf schlechtem Asphalt schnell mal um bis
auf den Hauptständer. Die Schräglagenfreiheit zu begrenzen, scheint auch
seine primäre Aufgabe zu sein, denn dank der Sperrfunktion der
Achsschenkel steht das Dreirad auch auf extrem unebenem Terrain ganz
ohne Ständer wie ein Einser. Seit 2008 ist der MP3 zudem als LT Version
erhältlich. Mit etwas breiterer Spur, außen montierten Blinkern und
einer Fußbremse darf den schnittigen Italiener auch der gemeine
B-Schein- Besitzer fahren. Schließlich ist er ja mehrspurig und stellt
somit eine der seltenen Möglichkeiten dar, ein „Motorrad“ über 125 Kubik
zu lenken, ohne einen A-Schein zu absolvieren. Ein Konzept mit vielen
Vorteilen und so gut wie ohne echten Nachteil, sieht man von dem etwas
höheren Gewicht ab. Angesichts dieser Tatsachen ist es eigentlich sehr
verwunderlich, dass der witzige Scooter auf Österreichs Straßen immer
noch eine absolute Seltenheit ist. In anderen Städten Europas ist man da
deutlich aufgeschlossener, Paris, Mailand oder Rom sind wahre MP3
Hochburgen. Kein Wunder, wenn man bei Piaggio quasi am laufenden Band
Neuheiten zeigt. So etwa das Hubraum-Upgrade der bisherigen 250er,
welches nun mit 300 Kubik an den Start geht. Eine durch und durch
sinnvolle Maßnahme, vor allem die Dynamik aus dem Stand verbessert sich
damit stark. |
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Bis 30 km/h rein elektrisch. |
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Die knapp 23 PS reichen auch auf der Stadtautobahn noch für
selbstbewusste Überholmanöver, wenn es ein bisschen mehr sein darf,
bietet sich ohnehin der bekannte 400er an, hier sorgen dann 34 PS und
bullige 37 NM für entsprechenden Vortrieb. Neu ist auch eine LT
Sportversion, die mit einigen Design-Schmankerln aufwartet, welche die
sportliche Eleganz des Fahrzeugs noch mal unterstreichen sollen.
Technisch unterscheidet sie sich nicht von der normalen LT Version und
ist natürlich auch mit dem B-Schein zu fahren. Das interessanteste neue
Modell ist allerdings eindeutig der 300ie Hybrid, der die
umweltfreundliche Palette nach dem 125er nach oben abrunden soll. Es
handelt sich um einen so genannten Plug-In, welcher bis zu einer
Geschwindigkeit von ca. 30 Km/h rein elektrisch fahren kann. |
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Der Akku wird entweder über einen Stecker unter der Sitzbank oder durch
den Motor im "Charge Modus" geladen. Neben diesem leicht am Lenker
einzustellenden Betriebszustand gibt es noch den "Hybrid Power Mode", in
welchem Benzin- und Elektromotor zusammenwirken. Hier zeigt der Roller
locker auch größeren Bikes an der Ampel, wo der Bartel den Most holt. Im
"reinen" Elektromodus für geräusch- und emissionslose Fortbewegung sind
auch die meisten Fußgängerzonen keine verbotenen Bereiche mehr.
In Österreich sind diese "Zero-Emission Zones" vielleicht noch kein
großes Thema, aber das wird sicher auch noch kommen. Bei vollem Akku
kann man jedenfalls ca. 20 km völlig ohne Verbrennungsmotor dahin
gleiten. Nach kurzer Einweisung gibt es keine offenen Fragen mehr, das
Umschalten zwischen den verschiedenen Modi funktioniert tadellos und ist
auch unter der Fahrt kein Problem. Als nettes Extra-Gadget gibt’s beim
Hybrid auch einen elektrischen Rückwärtsgang den man mit gesperrten
Achsschenkeln anwählen kann. So kann man, inklusive LKW Piepsen, elegant
rückwärts einparken, ohne auch nur einen Fuß vom Trittbrett zu nehmen.
Erhältlich wird die Hybridversion Anfang nächsten Jahres sein, der Preis
wird etwas über 8500 Euro betragen. |
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Interessante Links:
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Text:
Armin Farkas
Fotos: Farkas |
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| 1000ps Data Recording |
Piaggio MP3 300 Hybrid |
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online seit : 649 Tagen |
gelesen: 13908 mal |
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| Kaufkraft: |
ein Kauf heuer kommt für 5,88 % der Bewerter in Frage
ein Kauf später kommt für 70,59 % der Bewerter in Frage
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| 1000ps Userbewertung: Piaggio MP3 300 Hybrid von
kot |
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