Volli |
Morini Corsaro 1200 |
04.05.2009 |
Druck
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Moto Morini Corsaro 1200 - eindeutig nichts für Anfänger und Grobmotoriker.
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DONNERVOGEL |
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Wer am Kabel zieht, wird
Sturm ernten.
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Wenn man an Motorräder aus Italien denkt, kommt Moto Morini nicht
gerade an erster Stelle.
Sicher auch nicht an Zweiter oder Dritter. Vermutlich werden nur die
Älteren unter uns eine vage Erinnerung an die berühmte 3 ½ aus den
Siebzigern haben, die hierzulande so selten war wie die blaue Mauritius.
Ein schnelles kleines Motorrad mit einem kernigen V 2 in einem
phänomenalen Fahrwerk, das der Konkurrenz das Fürchten lehrte.
Der damals 26 Jahre junge Konstrukteur Franco Lampertini
zeichnete 1970 für diesen interessanten Motor verantwortlich. Er war es
auch, der zusammen mit dem Neffen des Firmengründers Alfonso Morini die
Ende der Achtziger sanft entschlafene und an Ducati verkaufte Marke
wieder zum Leben erweckte. Und der heute 64 Jährige stellt sich prompt
wieder ans Zeichenbrett und entwirft natürlich wieder einen V 2. Nur
diesmal hat er satte 1200 cm³ und debütiert 2004 in der Corsaro. |
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Ein äußerst aggressives Naked- Bike, und mit „aggressiv“ ist
nicht nur das Design gemeint. Natürlich flößen speziell das steile Heck
und der Doppelscheinwerfer schon im Stand gehörig Respekt ein. Vor allem
die brandneue „Veloce“ mit einer Racing Gabel, dem sündteuren Öhlins
Federbein, einer kleinen Cockpitverkleidung und den (übrigens legalen)
Termingoni Auspufftöpfen stiehlt optisch der Konkurrenz vorm Eissalon
die Show.
Doch beim „Erfahren“ der tatsächlichen Performance wird schnell klar,
daß die Corsaro optisch noch echt untertreibt. Gas- Wheelies im dritten
Gang sind kein Problem, die Performance ist auch für gestandene Biker
mehr als heftig. Der Motor ist extrem kurzhubig ausgelegt, was zur Folge
hat, daß trotz des enormen Schubes von unten, auch die Drehzahlfreude
nicht zu kurz kommt. 140 PS hören sich gar nicht so arg an in einer
Zeit, wo wir auf 180PS Supersportlern herumdüsen, aber diese brutale
Motorcharakteristik sind die Fahrer von modernen Maschinen, die meist
extrem berechenbar und linear durchs Drehzahlband ziehen, einfach nicht
mehr gewöhnt. |
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Zartbesaitete und Anfänger mag die Morini gar nicht, was aber
meist auf Gegenseitigkeit beruht.
Hinzu kommt das recht kurze und sehr kompakte Fahrwerk das manchmal fast
ein wenig nervös wirkt. In Kombination mit dem explosiven Motor eine
brisante Mischung. Vollgas im ersten Gang kann man vergessen, besser ist
es eher schnell in die zweite zu schalten. Auch dann sollte man den
Gasgriff nur nach hinten schnappen lassen, wenn man scharf auf einen
Überschlag ist. In engen Kurven ist es äußerst ratsam, am Scheitelpunkt
sanft ans Gas zu gehen, um nicht per Highsider abzufliegen. Dazu
reagiert das handliche Fahrwerk manchmal etwas heftig auf Lastwechsel,
Grobmotoriker haben auf der Corsaro nichts zu suchen. Das ist genau das
Motorrad für alle, die die japanische Massenware zu perfekt und damit zu
fad finden. |
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Viele der kleinen Kinderkrankheiten der ersten Modelle wurden in
Bologna mittlerweile ausgemerzt. So kann man sich jetzt auf die
Warnleuchten im Cockpit verlassen und auch der Verbrauch dürfte etwas
gesunken sein. Allerdings ist die Morini nach wie vor kein
Kostverächter. Die verbauten Teile sind allesamt hochwertig und
funktionieren einwandfrei. Einzig die recht kraftaufwendige Kupplung das
etwas knochige Getriebe sowie die Tatsache, daß der Motor erst mal auf
Temperatur kommen muß, bis er ordentlich rund läuft, verderben etwas die
Alltagstauglichkeit. Wem die Corsaro zu heftig ist, der kann mit der
Avio zu einer milderen Version greifen, die dazu noch erheblich
günstiger über die Budel geht. Morini hat in der nächsten Zeit noch viel
vor. Demnächst kommt mit der Granpasso ein GS- Schreck der ersten Güte,
auch der „Scrambler“ und ein Modell „Sport“ mit einer dezenten Retro
Optik werden demnächst von den Bändern rollen. Wir sind jedenfalls
gespannt. |
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Technische Daten |
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Motor: |
V2 Motor, 87 Grad, DOHC,
flüssigkeitsgekühlt, vier Ventile/Zylinder, elektronisches
Motormanagement |
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Hubraum: |
1.187 cm3 |
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Bohrung/Hub: |
107 x 66 mm |
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max. Leistung: |
140 PS/ 103 kW bei 8.500 min-1 |
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max. Drehmoment: |
123 Nm bei 6.500 min-1 |
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Verdichtung: |
11,8:1 |
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Kraftübertragung: |
Mehrscheiben Naßkupplung,
Sechsganggetriebe, Kette |
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Fahrwerk: |
Gitterrohrahmen aus Stahl, Telegabel USD
StandrohrÆ 50 mm, Zweiarmschwinge aus Alu-Guß, Hebelumlenkung,
Zentralfederbein |
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Bremsen: |
vorne: Doppelscheibe, Æ 320 mm
hinten: Einzelscheibe Æ 220 mm |
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Bereifung |
vorne: 120/70-ZR 17
hinten: 180/55- ZR17 |
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Gewicht: |
198 kg trocken |
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Sitzhöhe: |
830 mm |
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Radstand: |
1440 mm |
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Tankinhalt: |
18 l |
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Vmax: |
ca. 265 km/h |
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Preis: 16.195 €
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| Gebrauchte Motorräder |
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Interessante Links:
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Text: Armin Farkas
Photos: Armin Farkas |
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| 1000ps Data Recording |
Morini Corsaro 1200 |
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online seit : 1118 Tagen |
gelesen: 25045 mal |
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| Kaufkraft: |
ein Kauf heuer kommt für 16,22 % der Bewerter in Frage
ein Kauf später kommt für 40,54 % der Bewerter in Frage
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| 1000ps Userbewertung: Morini Corsaro 1200 von
Volli |
Photos: |
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Text: |
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