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sabinewelte |
Harley Davidson XR1200 |
24.03.2009 |
Druck
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Das Drehmomentmonster kann nicht nur den Asphalt aufrollen, sondern auch darauf gleiten.
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Harley Davidson XR 1200 |
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Zwei Paukenschläge für ein Halleluja
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Think big! Eine bisher gut funktionierende Devise der Amis. Die Sache
mit dem „Downsizing“ in jeglicher Lebenslage dagegen will sich erst noch
in den USA rum sprechen und durchsetzen. Die XR1200 ist jedenfalls von
Harley Davidson nur für den Europäischen Markt an den Start gebracht
worden. Dieses Eisen steht dennoch für die alt hergebrachten Werte von
hubraumstarken Krafträdern in Heavy-Metal-Ausführung. Das rockt noch so
richtig, da ist noch der ganze Headbanger gefragt. Obwohl die dem Flat
Track Racer XR 750 nachempfundene Sportster mitten im Stadtbild von
Wipperfürth schon nahezu zierlich wirkt. Sogar neben all den
Reisbrennern, die sich da zum Saisonstart vor dem beliebten Hanse-Café
versammelt haben. Hier wird noch offen und hemmungslos zur Schau
gestellt, was die Gashand und das Gemüt bewegt und belebt. Und da kommt
der intensiv-orange Body mit der schwungvollen Krawallanlage als
Doppelrohr-Ensemble gerade recht. Dass der Evolution-Motor in Gummi
gelagert seinem Fahrer die richtig harte Gangart ersparen will, sieht
man diesem puristischen Kraftrad auf den ersten Blick nicht an. Zu stark
vermittelt das lässig auf dem langen Seitenständer lehnende Eisen das
Flat-Track-Racing-Feeling vergangener Tage. Denn genau in dieser
Fraktion dominierten die Amis von jeher über die Nippon-Front. Kein
Wunder bei der Agilität des berühmten Ovalrenners als Vorbild für diese
Sportster. |
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Berührt – nicht geschüttelt!
Dieser muskulöse V2-Zweiventiler als Kraftmeier spannt unter der Gashand
seinen Bizeps wie Kaliforniens Gouverneur Arnie Schwarzenegger zu seinen
besten Terminator-Zeiten. Ohne sich lange bitten zu lassen, holt der
Muskelmann bereits tief aus der Hüfte zum gezielten Schwinger aus. Aber
eh klar, bei 7.000 U/min ist das Drehzahlziel der 91 PS schon ultimativ
erreicht, die 100 Nm fallen bereits bei 3.700 U/min per Zahnriemen übers
Hinterrad her. Da spielt sich die Blaskapelle bekanntlich schon sehr
viel früher aus dem Orchestergraben heraus in die Herzen des
Auditoriums, während die Japaner erst bei dünner Luft in Höhenlagen zum
Gegenschlag am Trommelfell ausholen können. Quasi der Vorschlaghammer
versus Samurai-Klinge. Okay, die Masse von 260 kg Lebendgewicht am
Ami-Eisen verspricht erstmal alles andere als Agilität wie die der
magersüchtigen Windgesichter aus dem Okzident. Aber auf der Landstraße,
erst recht bei der Bergwertung, zählt vor allem eins: Durchschlagkraft!
Wenn du Schwung nehmen willst für die Hochsauerlandstraße oder im
Bergischen mal richtig zeigen magst, wo der Hammer in diesem stärksten
luftgekühlten Harley-V2 hängt (mit ganz neuer Fallstromtechnik, auf
geradem Weg von oben angesaugtem Gemisch, in Kansas City in Missouri
gebaut), dann darf das Ami-Eisen seine sportliche Note rauslassen.
Wohlgemerkt: Solch eine Harley lässt sich natürlich nicht mit den
Attitüden von Supersportlern vergleichen, wenn hier von Sportlichkeit
geredet wird. Die Challenge liegt vielmehr im Beschleunigungsmodus der
Spezies „Wuchtbrumme“. Da schenkt die bislang sportlichste aller
Sportster-Modelle dem vermeintlichen Gegner nichts. Über alle
Gefechtssituationen erhaben bringt das Fahrwerk aus wuchtiger
Leichtmetallguss-Schwinge und verwindungssteifer 43er-Upside-Down-Gabel
von Showa auch so schnell nichts aus der Ruhe. Selbst die kräftig
zupackende Nissin-Dreischeiben-Bremsanlage (Doppelscheibe mit
Vierkolbenzange vorn) bringst du da trotz des eher mächtigen
Körpervolumens nicht ins Schwitzen, wenn es wieder talwärts mit dem
1200er Metal-Hammer geht. |
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Wuchtig – nicht protzig!
Dabei reitest Du auf dem Kamm der Drehmomentwelle selbst ohne Grund,
damit dich auch die Schallwelle aus sonoren Bässen so richtig zu packen
und mitzureißen vermag. Denn da könnte der Wumms für Ohr und Magengrube
weitaus kraftvoller rüber kommen als wahrscheinlich jeder
Verkehrsminister im „Schweig-feig-still“ - Europa erlauben würde. Dafür
gibt’s weitaus mehr Schräglagenfreiheit an der XR als bei den Vorgängern
und Mitstreitern im Sportster-Segment. Hier bringst du die Angstnippel
wie beispielsweise an der Nightster nicht so flott zum Reiben am
Asphalt. Kurventüchtig lässt sich der Ami auf den serienmäßig montierten
Dunlop Sportmax Qualifier D209F nicht zweimal ums Eck bitten. Da muss
auch nicht seelenruhig extra auf Materialabrieb hingearbeitet werden.
Der Ami spricht beim kraftvollen V2-Reiten über Land vom „Cruisen“. Aber
hier, beim „European Way of Riding“ - und sogar im nasskalten Regen wie
so häufig in diesem Lenz - lässt es sich mit der XR 1200 wunderbar
entspannt durchs Land „schlenzen“. Mit einer Art von gelassener
Sportlichkeit, mit der nur diese Sportster sich bis tief ins Gemüt
hinein zu fahren vermag. Für Extreme Sport eh viel zu schade |
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Technische Details:
Harley-Davidson XR 1200 |
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Motor: |
Luftgekühlter Zweizylinder-Viertakt 45-Grad-V-Twin, Kurbelwelle
querliegend, vier untenliegende, per Zahnrad angetriebene Nockenwellen,
zwei über Kipphebel betätigte Ventile je Zylinder (ohv), Hydrostößel,
Trockensumpf-schmierung, Kraftstoffeinspritzung |
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Bohrung: |
88,9 mm |
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Hub: |
96,8 mm |
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Hubraum: |
1202 ccm |
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Verdichtungsverhältnis: |
10,0:1 |
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Leistung kW (PS)/U/min: |
67 (91)/7000 |
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Drehmoment Nm/U/min: |
100/3700 |
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Höchstgeschwindigkeit: |
200 km/h |
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Emissionen: |
Euro III |
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Kraftübertragung: |
Primärantrieb über Triplex-Kette, mechanisch betätigte
Achtscheiben-Ölbadkupplung,
Fünfgang-Getriebe, Zahnriemen |
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Fahrwerk: |
Doppelschleifen-Stahlrohr-Rahmen, Upside-Down-Telegabel,
Tauchrohrdurchmesser 43 mm, zwei Federbeine mit verstellbarer
Federbasis, Zweiarmschwinge aus Leichtmetallguss |
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Bremse: |
vorn: zwei Scheibenbremsen, gelocht,Ø 292 mm, Vierkolben-Festsattel
hinten: eine Scheibenbremse, gelocht,
Ø 260 mm, Einkolben-Schwimmsattel |
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Serienbereifung: |
vorn: Sportmax Qualifier D209F
120/70 ZR18 59W
hinten: Sportmax Qualifier D209
180/55 ZR17 73W |
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Leergewicht: |
260 kg |
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Radlastverteilung |
vorn: 120 kg
hinten: 140 kg |
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Zulässiges Gesamtgewicht: |
439 kg |
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Zuladung: |
179 kg |
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Tankinhalt (Reserve): |
13,3 l (1,9 l) |
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Länge: |
2195 mm |
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Breite: |
930 mm |
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Höhe: |
1150 mm |
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Sitzhöhe: |
742 mm |
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Radstand: |
1515 mm |
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Farben: |
Vivid Black, Mirage Orange Pearl, Pewter Denim |
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Preis: ab 13.210 € in Vivid Black – (13.415 € in Pearl) |
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| Aktuelle Produktangebote |
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| Gebrauchte Motorräder |
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Interessante Links:
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Text: Sabine Welte
Fotos: Sabine Welte
www.sabine-welte.de
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| 1000ps Data Recording |
Harley Davidson XR1200 |
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online seit : 1159 Tagen |
gelesen: 33262 mal |
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| Kaufkraft: |
ein Kauf heuer kommt für 22,92 % der Bewerter in Frage
ein Kauf später kommt für 31,25 % der Bewerter in Frage
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| 1000ps Userbewertung: Harley Davidson XR1200 von
sabinewelte |
Photos: |
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Text: |
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