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Volli |
BMW R 1100 S Fighter |
13.06.2008 12:05:00 |
Druck
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Böser Umbau unterwegs auf Deutschlands Strassen.
No-Limit-Fighter´s BMW R 1100 S
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„Habe die Ehre!“ Fritschi benutzt höfische Grußformeln, wenn er mit
uns spricht. Die sind trotz seiner Jugendlichkeit völlig seriös und
glaubhaft. Aber als absoluter Querdenker handelt der 29-jährige
Bayer aus Nabburg bei Nürnberg losgelöst von jeglichen Konventionen.
Sogar frei von denen aus seiner angestammten Passion, dem
Streetfightertum. „Für mich muss es dabei endlich in eine neue Richtung
gehen. Die Ära mit dem hohen Heck und dem mörderischen Aussehen ist doch
längst passé.“ Markus Fritsch, wie der agile Motorrad-Modifizierer im
bürgerlichen Leben genannt wird, macht seine eigene Trendwendung auch
lokal sichtbar. Weg vom alten aber bereits gediegenen Schuppen am
Güterbahnhof am Rande seiner kleinen Heimat-Gemeinde hat er erst
kürzlich die alte Feuerwache mitten im Dorf käuflich erstanden. Die baut
er gerade mit seiner hübschen Rosel und seinen guten Freunden komplett
in eine pikfeine Werkstatt mit Ausstellungsraum nebst privatem
Wohnbereich anbei um. Wohl bemerkt, mitten im Dorf! Was die Mitbewohner
dazu sagen, wenn revolutionäre Zellen in Form von extravagant umgebauten
Motorrädern vor ihren Wohnzimmerfenstern geparkt werden? „Kein Problem,
die kennen mich ja hier lange genug als Junge aus dem Dorf, der
ernsthafter und handwerklich solider Arbeit nachgeht. Denn bereits seit
drei Jahren arbeite ich als Selbstständiger hier vor Ort.“
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Bei "No-Limit-Fighter´s" sagt der Name schon, keine Grenzen der
Kreativität des Erschaffers |
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Die Kameradschaft, der Fritschi inne wohnt, kommt auch bei unserer
Fotosession zum Ausdruck. Wenn bei uns die Grün-Weißen plötzlich
auflaufen, sobald ein paar Aufsehen erregende Mopeds die Kurve im Dorf
kratzen und dann mitten auf der Straße fotografiert werden, dann gibt’s
mindestens den Druck aus dem Ordnungswidrigkeits-Gesetz, wenn nicht gar
die volle Kelle aus der Straßenverkehrsordnung. Dass uns die
uniformierten Jungs nicht noch Kaffee kredenzten, fehlte gerade noch. So
freundlich interessiert und jovial neugierig brachten sich die
Ordnungshüter nur kurz Schulter klopfend ins Geschehen ein. Das lag
bestimmt nicht nur am edlen Perlmutt-weiß der schnieken Fireblade und
auch nicht an der abgöttisch veredelten Bajuwarischen, deretwegen wir
diesen Aufstand inszenierten. Denn Fritschi ist nicht nur höflich und
galant, er weiß auch neue Trends im Motorradbau ganz legal und für Alle
überzeugend in die Welt zu setzen.
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Sie hörten "Fight,Fighter" und kamen prompt - doch dann war´s doch
wiedermal der Fritschi |
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Marke Eigenbau by Fritschi |
Chrom, Chrom und ein wenig Chrom |
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Keine Grenzen bei seinen Fightern steht ja bereits im Namen seiner
kleinen Firma: „No-Limit-Fighters“ setzt sich ebenso darüber hinweg,
welches Aggregat denn da gerade neuen Weihen unterworfen wird. Der
sogar bis 2005 zum Boxer-Cup avancierte Zwei-Zylinder-Viertakt-Boxer der
Bayrischen Motorenwerke gibt zumindest schon mal sportlich orientierte
Haltungsnoten vor. Daraus nun die Lehren zu ziehen für ein veredelndes
Straßenkämpfer-Prozedere, da gehört schon eine Menge
Querdenker-Fähigkeit zu. Und Fritschi hat sich wahrlich nicht die Finger
verbrannt, als er sich zunächst mal den Körperbau des Tuttelbären
vornahm, wie der Flat-Twin ob der seitlich ausladenden Zylinder
liebevoll im Österreichischen genannt wird.
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Der Boxer im Fighter |
Dezentes Rücklicht |
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Liebe zum Detail bei der Voderrad Abdeckung |
Entzückender Hintern |
Ob Kuh oder Tuttelbär - die eher in der Spießer-Fraktion agierende
BMW sollte nun weder im gemütlich altväterischen Auftreten verbleiben
noch im blinden Aktionismus ein gewollt aggressives Styling verpasst
bekommen. Deshalb huldigte Fritschi dennoch der einschlägigen
Formensprache der BMWler, benutzte dazu den Tank einer R 1150 R, dem er
einen integrierten Tacho, den eleganten Pop-up-Tankdeckel und im fast
französischen Chic anmutende Blinker angedeihen ließ. Das Heck
entspricht dann komplett der Formensprache des rührigen Bayern, schmiegt
es sich gewandt zum einen dem Tank an, reckt es sich zum anderen nur
ganz verhalten in die Höhe. Noch dazu mit einem profilierten Design und
einem lamellenartig geformten Underseat-Styling, dass es eine homogene
Wonne ist. Ebenso spannt sich die Vorderrad-Abdeckung knapp und markant
geformt um den Reifen, mit extrem lang ausgeformten Seitenflügeln,
extrem spitz zu laufend bis knapp unter die Radnabe. Als wollten sie wie
mit ausgestreckten Zeigefingern auf die aparte Schönheit der
Spiegler-Acht-Kolben-Bremsanlage an der Braking-Wave-Scheibe hinweisen.
Über allem thront das vom Künstler selbst entworfene, knapp geschnittene
Scheinwerfer-Ensemble, das sich umsichtig zwischen den prallen
Gabelcovern einfügt. Der breite Superbike-Lenker, verziert mit seinen
metallischen Griffen, trägt stolz die aparten ISR-Kupplungs- und
Bremspumpen mit integrierten Behältern. Die würdige Motorisierung des
Boxers aus 1999 peppte der Fritsch Markus nur per offenen Luftfilter und
einem maßgerechten Powercommander auf. Thermisch korrekt über
zusätzliche Ölkühler abgesichert.
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Auch beim Kupplungshebel nur das Feinste |
Mit der Beschleunigung kommt der mörder Sound |
Für die Beschallung des bayrischen Sektors sorgen unter dem Motorraum
angebrachte Klangkörper, die im ersten Anfahren erst brav säuselnd
Zahmheit vorgaukeln, aber im Beschleunigungsmodus ihre wahre Liebhaberei
hörbar zu sonoren Klangteppichen ausbreiten. Nicht wie’s Gewitter,
eher wie die Blaskapelle gestandener Mannsbilder beim Münchner
Oktoberfest. Maskuline Präsenz verleiht zudem der mächtige 210er Gummi
der No-Limit-Fighters-Felge, die sich dreiteilig mit 7,5 Zoll in den
Kfz-Papieren ganz legal neben allen anderen Eintragungen Platz
verschafft. Als bayrisches Manifest geht auch locker die zünftige
Lackierung vom Schedl Andy auf diesem zarten Weiß durch, was wunder,
dass es sich um die traditionelle Beflaggung der Bajuwaren handelt.
Selbstverständlich neuzeitlich bis fighteresk interpretiert. Der
Fritschi hat damit voll den Nerv der Leute getroffen, die sich lange
schon nach frischen Ideen für die Szene sehnen. Ganz ohne Sakrileg, nur
mit feinster Ware, freundlich verpackt. Das frommt!
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MODELL:
BMW R 1100 S Bj. 99ERBAUER/BESITZER:
No-Limit-Fighters (NLF) Mirko Hägler
MOTOR:
BMW R 1100 S, offene Luftfilter, Powercommander
RAHMEN:
R 1100 S wurde komplett poliert
FRONT:
2 Scheinwerfer (NLF)
HECK:
NLF
BODYWORK:
Tank von R 1150 R mit integr. Digi. Tacho, Pop up
Tankdeckel und integr. Blinkern.
Höcker by NLF an Tank angepasst mit integr. Blinkern und Rücklicht
ELEKTRIK:
Minimal-Elektrik, ABS und Griffheizung entfernt, alles über
Tastschalter.
LACKIERUNG:
Schedl Andy (NLF)
SONSTIGES:
No-Limit-Custom Felgen( 3-teilig) in 3,5 und 7,5x17 mit 120/60-17 und
210/50-17
radiale ISR-Kupplungs-Bremspumpen mit integr. Behältern, Gabelcover,
Spiegler 8-Kolbensättel Braking Wave Bremsscheiben vorne und hinten,
Auspuff unter Motor verlegt,
GSXR 1000 Zubehör Fußrasten, Zubehör Ölkühler |
Das Motorrad ist zugelassen und wird so wie sie hier steht auch
gefahren in Deutschland
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DANK AN:
Das ganze No-Limit-Fighters Team & Zweirad Schisslbauer, der
BMW-Händler unseres Vertrauens |
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Text: Sabine Welte
Fotos: Sabine Welte
www.sabine-welte.de |
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| Aktuelle Produktangebote |
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| Gebrauchte Motorräder |
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| 1000ps Data Recording |
BMW R 1100 S Fighter |
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online seit : 1443 Tagen |
gelesen: 36201 mal |
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| 1000ps Userbewertung für Bike: BMW R 1100 S |
Optischer Eindruck: |
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Technischer Eindruck: |
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Gesamteindruck: |
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| Kaufkraft: |
ein Kauf heuer kommt für 6,06 % der Bewerter in Frage
ein Kauf später kommt für 12,12 % der Bewerter in Frage
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| 1000ps Userbewertung: BMW R 1100 S Fighter von Volli |
Photos: |
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Text: |
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