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Wer soll testen?
Während es im Blätterwald von 1000er
Tests nur so wimmelt haben wir hier auf 1000PS noch keinen 1000er
PS-Monster Test gemacht. Die Ursachen sind ganz einfach. Im 1000PS
Büro gibt es entgegen der gesetzlichen Bestimmungen sowohl für mich
als Boss als auch für die Sklav…äh werte Mitarbeiter kein Anrecht
auf Krankenstand. Wer krank oder verletzt ist, muss trotzdem weiter
hackeln. Da der Tastaturverschleiß mit eingegipsten Händen aber viel
zu hoch ist, habe ich mich entschlossen ein 1000er Verbot für
sämtliche 1000PS Mitarbeiter auszurufen. Bei meinem letzten
Telefonat mit Klaus Grammer (siehe nächster Absatz) kam mir aber
eine glorreiche Idee. Er wird mich beim 1000er Test unterstützen und
dafür sorgen dass ich die Sache ohne gröbere Schmerzen über die
Bühne bringen. |
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| Klaus
Grammers Karriere Für alle
Motorsport-Ignoranten hier ein kurzer Steckbrief von Klaus Grammer
und ein paar Erläuterungen warum gerade er der richtige Mann ist
mich bei meinem ersten 1000er Test zu begleiten. Das wahre Alter von
Klaus Grammer habe ich nicht herausgefunden aber ich rechne mit ca.
35-40 Jahren am Buckel des Motorradrennfahrers aus Neuhofen an der
Krems. Sein größter sportlicher Erfolg war der Stocksport
Staatsmeistertitel im Jahr 2002 auf Suzuki GSXR 1000. Sein
Karriereweg zeigt einige Höhen und Tiefen. Er begann als
Bankkaufmann ging dann auf die Polizeischule und wurde Gendarm (mit
ein paar Zwischenstopps), danach schmiss er das grüne Kapperl wieder
hin und wurde Motorradzubehör Verkäufer, kurz darauf
Motorradmechaniker und machte nebenbei die Abendschule HTL
Maschinenbau. |

Klaus Grammer von seiner besten Seite! |
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Mit der HTL Matura in der Tasche ging er
in die Rotax Motorenentwicklung und danach zu Sauber ins Race
Motoren Engineering. Bis vor einem Jahr war er noch Schulungsleiter
bei KTM. Doch auch diesen Job hat er hingeschmissen und er genießt
nun sein Leben als Jus-Student! Nebenbei verdient er sich ein wenig
Kohle als Tankwart. Ganz klar das hier mein Mitleid keine Grenzen
mehr kannte! Klaus Grammer muss seiner Karriere einen neuen
Höhepunkt geben. Als Testpilot für 1000PS.at. |
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| Klausi
berichtet... Nachdem Herr
Müller mit einer ca. 45-minütigen Verspätung am vereinbarten
Treffpunkt erschienen ist, konnten wir beginnen die Motorräder vom
Hänger abzuladen. Zugleich eine günstige Gelegenheit um sie genauer
zu betrachten Sowohl Honda CBR 1000RR als auch Kawasaki ZX 10R
demonstrieren die hohe Qualität des japanischen Motorradbaues. Im
Design widerspiegelt sich auch ein bisschen deren Charakter: Die
Kawasaki kantig und aggressiv; die Honda stromlinienförmig und
smooth. |

Der Tankwart bei der Arbeit. Die
BP Tankstelle in Neuhofen/Krems ist die einzige Tankstelle
Österreichs wo man sich das Fahrwerk von einem Staatsmeister
einstellen lassen kann! |
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| Die
Technik Die
Fahrwerksgeometrie ist nahezu gleich. Ein nennenswerter Unterschied
ist der um 40mm kürzere Radstand der Kawasaki; möglicherweise der
Grund für das exzellente Handling in Wechselkurven. Voll
einstellbare USD Gabeln mit Doppelscheibenbremse und radial
befestigten Vierkolbenbremszangen sind mittlerweile Standart in
dieser Klasse. Hinten wird die Dämpfungsarbeit mittels Umlenkung von
einem ebenfalls voll einstellbaren Gasdruckfederbein übernommen.
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CBR 1000 RR Stoßdämpfer - Konzept
aus RC211V |
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| 4
Zylinder Reihe Einigkeit
herrscht beim Grundkonzept der Motoren: Flüssigkeitsgekühlte
Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotoren mit 16 Ventilen und zwei
obenliegenden Nockenwellen. Relevante Unterschiede sind der um 1,5mm
längere Hub (verantwortlich für das höhere Drehmoment bei niederen
Drehzahlen)der Honda und die vorhandene Ausgleichswelle. Die
Gemischaufbereitung erfolg jeweils elektronisch mittels
Benzineinspritzung. |

Kawa 1000er Motor |
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Gefahr für den Schein
Nachdem die Tanks gefüllt, das Öl und
der Reifenluftdruck kontrolliert wurden, machte sich bei mir ein
bisschen Nervosität bemerkbar als mir die zu erwartenden
Fahrleistungen der zwei Testkandidaten und der
Beschränkungsdschungel auf österreichischen Straßen durch den Kopf
gingen. Damit komme ich auch gleich zu meinem persönlichen
Testergebnis: Diese Motorräder sind so gut und schnell, dass es
praktisch unmöglich ist sämtliche hinterlistige Verkehrszeichen zu
erspähen und diese auch noch zu beachten. Darin liegt die
eigentliche Problematik im Umgang mit Supersportmotorrädern dieses
Kalibers. Aber abgesehen von der ständigen über mir schwebenden
Angst um den „Rosa Schein“ ist es das reinste Vergnügen mit diesen
Bikes durch die Gegend zu kurven. |
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Landstraße Schon beim
Losfahren fallen an beiden Bikes die gute Ergonomie und der sehr
lange übersetzte erste Gang auf. Damit meine ich ca. 165 km/h bei
der Kawa und 155 km/h bei der Honda - natürlich bei maximaler
Drehzahl. Diese bei erster Betrachtung nur rennstreckentaugliche
Abstufung des Getriebes stellte sich jedoch auf der Straße als
gelungen heraus. Mit den gut zu dosierenden Kupplungen ist ein
Anfahren ab 2000 U/min kein Problem und es ist ein sauberes
Beschleunigen aus Spitzkehren möglich, ohne sofort mit einem
blitzartig nach oben strebenden Vorderrad kämpfen zu müssen. Hier
konnte die Honda einige Pluspunkte verbuchen. Zum
Ersten, weil sie auf Grund ihres größeren Radstandes und höheren
Gewichtes eine geringere Wheelyneigung besitzt. Zum Zweiten, weil
Dank des geschwindigkeitsabhängig geregelten Lenkungsdämpfers beim
harten Beschleunigen das Motorrad sehr stabil und ohne
Lenkerschlagen auf Kurs bleibt. Sehr gut spürbar war dies auf der
kleinen Sonderprüfung „Ziehberg“ (früher fanden dort Rennen zur
Österreichischen Meisterschaft statt). Nach den engen Kehren, beim
Versuch den lästigen Nils abzuhängen, wird das über Bodenwellen und
Spurrillen tänzelnde Vorderrad sehr sauber geführt. Selbst beim
Wiederaufsetzen des Vorderrades nach Wheelys mit leichtem
Lenkeinschlag ist keine Neigung zum Kickback spürbar. |

Das große Leiden auf den 1000ern.
Herrliche Bikes, Herrliche Strassen und herrliche 70er Zonen |
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Mit den 1000ern quer durch Oberösterreich |
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| Kein
Werbeschmäh Auf der
Messe im Herbst 2003 in Mailand dachte ich noch „wieder nur so ein
Teil, den man höchstens abbauen kann um 0,5 kg Gewicht zu sparen“-
muss mich bei den Honda-Ingenieuren entschuldigen. In dieser
Disziplin verliert die ansonsten in engen Kombinationen wieselflinke
Kawasaki. Hier muss man wirklich aufpassen um nicht (nach einer
gewollten oder ungewollten Fahrt auf dem Hinterrad) verwundert
festzustellen, dass irgendjemand die Straße zu schmal gebaut hat.
Überhaupt ist die ZX 10R trotz des im Vergleich zur Serie etwas
weicher eingestellten Fahrwerks der direktere Sportler. In schnellen
Kurven (auf Geschwindigkeitsangaben muss ich leider verzichten sonst
nimmt mich ein misslauniger Sheriff fest) hat man ein sehr gutes
Gefühl für die Straße. Wobei die Honda auf Grund ihrer weicheren
Grundabstimmung sofort zur Stelle ist, wenn dabei Bodenwellen zu
überfahren sind. |

Honda HESD Lenkungsdämpfer am
Kabelkopf montiert. Nicht nur am Stammtisch ein Ass im Ärmel |
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In Sachen
Lenkpräzision würde ich sagen: Eher ebene Fahrbahn =>Vorteil
Kawasaki; wellige Fahrbahn => Vorteil Honda. Kurze harte Stöße
werden von beiden so sauber geschluckt, dass man schon fast von
Komfort sprechen kann. Die Bremsen an den Motorrädern sind in
Wirkung und Dosierbarkeit ausgezeichnet. Allerdings ist das bei
Sportmotorrädern in dieser Preisklasse auch zu erwarten. Ich hatte
einmal das zweifelhafte Vergnügen keine Kurve sondern einen VW-Bus
mit Anhänger, der nach einer unübersichtlichen Rechtskurve quer auf
der Straße stand, anzubremsen und muss sagen, Vorder- und
Hinterbremse der Kawasaki sind auch in Schrecksituationen sehr gut
dosierbar (sonst würde ich das jetzt nicht schreiben – sondern
diktieren). |

Zwischenstation in Gmunden. Der
strenge Klaus hat eine Burn-Out Bilderserie vorm Schlosshotel
verboten. W"ir brauchen die Reifen noch fürn Salzburgring" |
| In einer
Deutschen Fachzeitschrift musste ich lesen, dass das
Beschleunigungsverhalten auf der Landstraße bei der ZX 10R und der
CBR 1000RR NICHT mit der Höchstnote bewertet wurde. Ich kann nicht
sagen, ob der Testfahrer Doohan oder Rossi geheißen hat, aber ich
würde dem Beschleunigungsverhalten von 100 möglichen Punkten 110
geben. Trotz größter Bemühungen konnte ich nicht wirklich in den
roten Bereich vorstoßen und der Vorwärtsdrang ist praktisch in allen
Drehzahlbereichen vehement. Auffällig war, dass die Honda härtere
Lastwechselreaktionen hatte als die Kawasaki. Im Gegenzug konnte die
CBR Dank ihrer Ausgleichswelle mit fast völlig vibrationslosem
Motorlauf glänzen. Das ZX 10R Triebwerk ist der rauere Geselle. Auf
einer Fahrstrecke von ca. 150 km empfand ich die Vibrationen jedoch
nicht als störend. Die Sitzposition ist naturgemäß bei beiden
sportlich, aber trotzdem nicht so kompromisslos, dass jede längere
Ausfahrt automatisch zur Tortur wird. An der Kawasaki fällt der
größere Abstand zwischen Sitzbank und Fußrasten positiv auf.
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Windschutz? Zum Thema
Soziustauglichkeit kann ich leider nichts sagen, weil sich der
verwegene Nils nicht als Dummy zur Verfügung gestellt hat. Angeblich
hatte er nicht alle Protektoren mit!?!? Der Windschutz an den
Motorrädern wurde in diversen Fachzeitschriften als bescheiden
dargestellt. Dieser Meinung kann ich mich nicht anschließen. Es sind
bei wirklich keiner Geschwindigkeit Turbolenzen am Helm zu spüren.
Der entstehende Windruck am Helm und an den Schultern hilft den
durch die sportliche Sitzposition verursachten Druck von den
Handgelenken zu nehmen, was für längere Fahrten sehr angenehm ist.
Das habe ich bei wesentlich tourentauglicher ausgelegten Motorrädern
schon schlechter erlebt. Zusammenfassend würde ich bei der CBR
1000RR leichte Vorteile gegenüber der ZX 10R im Landstraßenbetrieb
sehen. Einfach deshalb, weil sie Dank der weicheren Abstimmung auf
allen Straßenbelägen leichter beherrschbar bleibt. |
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| Beim Test
am Salzburgring waren wir zu Gast bei der Fa. Motorrad Sommer aus
Weißkirchen. Auf dieser schnellen
Strecke ist es möglich, die Leistung der Motorräder richtig
auszunutzen. Es reicht bei beiden Motorrädern, um 299 km/h auf den
Tacho zu zaubern. Rein subjektiv erschien mir die Kawasaki noch
etwas schneller als die Honda. Der als „Gegengerade“ bekannte
Streckenabschnitt setzt sich eigentlich aus Kurven zusammen, die
alle voll durchfahren werden können. Selbst hier entstehen weder bei
der Honda noch bei der Kawasaki Fahrwerksunruhen. Das ist nicht so
selbstverständlich wie man heutzutage glauben möchte. Noch vor
einigen Jahren sind an diesem Streckenabschnitt leistungsstarke
Serienmotorräder durch die Gegend geeiert, dass nur die härtesten
Jungs das Kabel wirklich voll gespannt hielten (und selbst das ist
nicht sicher). |

Die ersten Runden: Klaus auf der Kawa, NastyNils auf der Honda
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Nocksteinkehre am Salzburgring:
NastyNils geht innen an Klaus Grammer vorbei! Oder war es doch
umgekehrt? |
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Salzburger Geraden sind krumm! - kurze
Anmerkung von NastyNils An
dieser Stelle muss ich die Ausführungen von Klausi kurz unterbrechen
und ein paar Zeilen vom Salzburgring zum Besten geben.
Irrer Raser: Wos is los Nils?
Geht dei 1000er nix? I bin in der Gegengeraden mit meiner 750er an
Dir vorbei?
NastyNils: Kann nicht sein?
Auf der Start Ziel Geraden hab ich alles eingesaugt! Bin der Regent
der Geraden!

Irrer Raser: Net die Start
Ziel! Die Gegengerade dort hinten! (zeigt auf Streckenabschnitt
hinter uns -siehe Karte)
NastyNils: Welche Gerade? Ich
seh dort keine Gerade! Dort sind doch lauter Kurven!
Irrer Raser: Geh bitte! Des is
fast a ganz a lange Grade!
NastyNils: Ich glaub ich
spinn! Das ist ein elendiges Geschlängel dort hinten! Kann man dort
voll am Gas bleiben oder wie?
Irrer Raser: Na sicher! Ist ja
a Grade!
NastyNils: Scheisse! Das sind
Kurven! |
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| Die
nächsten Turns gingen dann schon ein wenig besser. Ich hab mir auf
der ZX 10 R einfach ganz fest eingeredet dass ich mich auf einer
ganz ganz langen Geraden befinde. Ein vorsichtiger Blick auf den
Tacho macht mich fix und fertig. Die verdammte 1000er beschleunigt
auch über 200 noch unglaublich rasant. Bei ca. 260 auf meiner Uhr
kommt Klausi auf der CBR 1000 RR an mir vorbei. Das kann unmöglich
sein! Ich hab nur einmal kurz vor Schreck das Gas gelupft und schon
ist man Zweiter. Viel erschreckender fand ich aber die dezenten
schwarzen Striche welche der Klausi mit den ausgelutschten Reifen
bei schätzungsweise Tempo 280 in die „Gerade“ zeichnet. Ich sammle
die letzten Reste Mut und lass den Gasgriff weiter offen. Bei Tempo
285 hab ich dann lieber wieder auf die Strecke geschaut und war
stolz und zufrieden mit meiner Hi-Speed Leistung. Die Demütigung kam
jedoch nach der Rückkehr in die Boxengasse. Wie schnell bist Du denn
da hinten auf der Gegengeraden Klausi? „I woas net so genau! Bei 299
rennt da Tacho nimma weiter. Aber da ist es no lang net aus!“ |

299 auf der Uhr! Aber da ist es no lang net aus! |
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| Klausi
spricht weiter - Tuning Sowohl für
die CBR 1000RR als auch für die ZX 10R wird etliches an
Tuningmaterial angeboten, um noch besser für die Zeitenjagd auf der
Rennstrecke gerüstet zu sein. Ein vollständiger Superbike-Kit für
die ZX 10R wird seitens Kawasaki erst für die Saison 2005 angeboten.
Daher beschränkt sich das momentan Verfügbare im Wesentlichen auf
ein programmierbares Steuergerät und verschiedene Fahrwerksteile.
Bei Honda ist das diesbezügliche Angebot umfangreicher. Eine kleine
Aufzählung der notwendigen Teile, um Herrn Vermeulen im Windschatten
folgen zu können: Kabelbaum mit programmierbarem Steuergerät,
Power-Up-Kit I (Nockenwellen, Ventil- und Kupplungsfeder,
Zündkerzen), Power-Up-Kit II (Kolben, Ventile), Renngetriebe,
Fahrwerksteile, usw. Für weitere
Informationen sollte man sich an einen Honda oder Kawasaki
Vertragspartner wenden. Diese werden gerne Auskunft geben und noch
viel lieber etwas verkaufen. |

Klausi legt um! Mit der CBR 1000
RR findet er sich von Anfang an zurecht |
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| Fazit:
Für welches Motorrad man sich
letztendlich entscheidet ist im wesentlichen Geschmackssache. Wobei
das keine Frage der Leistung oder der Fahrwerksgeometrie insgesamt
ist, sondern eine Frage der Fahrwerksabstimmung. Diese wäre durch
einen Fachhändler ihres Vertrauens an beiden Motorrädern ohne all zu
großen finanziellen Aufwand für den jeweiligen Verwendungszweck
anzupassen. Scheinbarhat man bei Honda mehr Wert auf
Alltagstauglichkeit gelegt. Die Honda ist das ausgewogenere Motorrad
und auf Landstrassen und Südtiroler Pässen leichter zu bewegen. Bei
Kawasaki war vermutlich die Sekundenjagd auf der Rennstrecke das
oberste Entwicklungsziel. Das Motorrad läuft etwas rauer und hat
mehr Brutalität in sich. Persönlich bin ich froh, dass es
solche Motorräder gibt und Gott sei Dank gibt es auch Rennstrecken,
auf denen man zumindest versuchen kann deren Potential auszuloten.
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NastyNils in der Nocksteinkehre.
Auf der Gegengeraden folgt der Angriff der 3 Verfolger! |
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NastyNils grübelt! Wo gehört der Auspuff
hin?
Immer mehr Hersteller springen auf
den „Auspuff-unterm-Sitz“ Zug auf. Kawasaki bleibt bei der ZX 10 R
der puristischen Linie treu und verlegt den Auspuff seitlich. Bei
Honda gibt man sich modebewusster und verlegt den Auspuff der CBR
1000 RR wie bei der RC211V unterm Sitz. Doch rein technisch
betrachtet bringt ein Auspuff unterm Sitz eher Nachteile. Zum einen
ist aufgrund der längeren Sammelrohre der Auspuff unterm Sitz
schwerer. Rennstreckenpiloten werden schmerzhaft feststellen müssen
das z.B eine Akrapovic Komplettanlage für die ZX 10 R um 300
billiger ist als für die CBR 1000 RR. Auch leistungsmäßig ist eine
unter dem Sitz geführte Anlage aufgrund der längeren Rohrlängen
nicht so optimal. Beim Sturz wiederum kommen in den meisten Fällen
die Honda Piloten billiger davon. Der seitlich geführte Kawa Topf
wird sicherlich beim kleinsten Rutscher ordentlich zusammengefaltet,
wobei der Honda Topf leichte Rutscher oft unbeschadet übersteht.
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Ein Wort zum Sport
Auf Basis der aktuellen 1000er wird auch
in allen internationalen und nationalen Superbike Ligen angegriffen.
Hier hat für die heurige Saison Honda scheinbar etwas schneller
entwickelt. Das Alphatechnik Team in der deutschen IDM zum Beispiel
ist seit Saisonbeginn auf ihren Hondas nicht zu biegen. Das Eisen
war von Anfang an bärenstark und bot auf jeder Strecke eine mächtige
Performance. Gegen Saisonmitte hat es Honda auch in der Superbike WM
geschafft den Ducatis Einhalt zu gebieten. Die Kawa Piloten hatten
es heuer zu Saisonbeginn ja etwas schwerer, da die Motorräder erst
recht spät geliefert wurden und somit blieb nicht mehr viel Zeit für
Abstimmungsarbeit. Kawasaki hat in der starken britischen Superbike
Meisterschaft mit Scott Smart einen schnellen Fahrer mit dem man
neue Racing-Teile ausprobiert und der auch schon einige Siege
eingefahren hat. Von diesen Erfahrungen werden die anderen Piloten
dann zeitverzögert sicherlich auch profitieren. |
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Adrenalin um 15.000 Euro
Es soll ja ein paar reiche Schnösel
geben welche für irres Geld mit einer MIG über Sibirien heizen oder
sich ins All schießen lassen. Eine vergleichsweise kostengünstige
Alternative für solche Adrenalinschübe sieht folgendermaßen aus:
1000er kaufen, Salzburgring buchen und das Gas offen lassen.
Honda CBR 1000RR im 1000PS Bike Katalog
Kawasaki ZX 10 R im 1000PS Bike Katalog
Text: Klaus Grammer
Nützliche Kommentare: NastyNils
Fotos: Andi Winkler |