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BMW R 1200 GS |
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NastyNils auf der 12er GS |
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Pragmatischer Weg
BMW ging bei der Entwicklung der R 1200 GS einen sehr pragmatischen
Weg. Man entsandte scheinbar die BMW Crew zu den schönsten Alpenpässen mit einem
elendig langem Fragebogen und schrieb fleißig alle Wünsche der Reiseenduristen
nieder. Danach übergab man den Forderungskatalog an den Techniker welcher daraus
einen Haufen Metall, Elektronik und Plastik machte. Am Ende durfte auch noch der
Designer ran und zeichnete drum herum die 12er GS. Die GS erfüllt die Wünsche
von beinahe allen Reisenduristen perfekt. Hervorragende Sitzposition, sehr guter
Windschutz, idealer Motor für diesen Typ von Motorrad, ermüdungsfreies und
präzises Handling ergeben eine weltklasse Big-Enduro.
Mächtiges Zubehörprogramm
Doch die wesentlichen
Vorteile der BMW gegenüber der Mitbewerber beginnen dort wo das eigentliche
Motorrad aufhört. Rund um die GS kann sich der Reisefreak aus einem hochwertigen
Sortiment aus Extras, Zubehör und Bekleidung eine Wunschliste für die nächsten
10 Weihnachtsfeste schreiben. Fix integriert ins Motorrad bekommt man die
Heizgriffe und das BMW ABS. Für viele Tourenfahrer heutzutage scheinbar ein Muß
- die Verkaufszahlen sprechen Bände. 90% der GS Fahrer ordern mit dem Motorrad
das intelligente Gepäcksystem. Perfekt abgestimmt und passgenau weil extra für
die GS gefertigt. Optisch immer noch das geringere Übel als die Zubehörlösungen
aus dem Handel. Wer das Motorrad dann nach seinen Wünschen ausgestattet hat,
darf bei der Kleidung weiter träumen. Bekleidung, Handschuhe und Stiefel gibt es
von BMW in passendem Design und passender Farbe. |
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Diese Front taucht auf den Pässen Südtirols erstaunlich oft im Spiegel
auf. Nicht selten wird sie dann immer größer. |

Vife Lösung beim Seitenkoffer. Mit einem Hebelmechanismus kann man den
Koffer in die Stellung "Wandschrank" bringen. Perfekt wenn man von der
Alten auf die Strasse gesetzt wird... |

Das Zubehör ist perfekt integriert und wirkt niemals angeschraubt.
Handprotektoren und Griffheizung sind Teil des Motorrades. |

Das BMW Flaggschiff in gewohnter Ausstattung. Jedes Gepäcksystem ist
zwar immer eine optische Niederlage - auf der GS aber immerhin noch das
geringere Übel. |
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Die Gegner in Bedrängnis
Normalerweise sind pragmatische Lösungen oft sehr langweilig. Doch bei all
dem musterschülerhaften Pragmatismus hat man die Emotionen nicht vergessen. Das
Motorrad ist nicht nur praktisch, komfortabel und perfekt für jede Reise sondern
macht auch noch viel Spaß beim Fahren. Der Motor liefert viel Dampf ohne den
Piloten dabei in Bedrängnis zu bringen. Sehr easy zu fahren und sehr easy zu
dosieren. Bei flotten Südtirol Runden ist man mit einer GS auf alle Fälle vorne mit
dabei. Das Motorrad liebt jede Art von Kurve und Kurvenradius. Auf der Autobahn
ist man bis Tempo 200 im sicheren Bereich. Darüber geht es zäh aber doch bis
Tacho 220.
Die Bedienelemente und das Cockpit an der GS sind ebenfalls ein Traum.
Der Bedienknopf für den Bordcomputer befindet sich leicht zu erreichen am
linken Lenkerende und das Cockpit gibt optisch einiges her. Hardcore GS Fans
haben BMW jedoch bis heute jedoch nicht den elektronischen Übereifer bei der
1200er verziehen. Man arbeitet wie bei Autos mit einem Canbus-System und ohne
Schmelzsicherungen. Für den normalen Kunden stellt dies kein Problem dar, für
den Afrika-Durchquerer mit 25kg Werkzeug im Gepäck scheinbar schon.
Viel Reise Know-How bei BMW
Die BMW verkörpert für mich die ideale Kombination von Fahrleistung und
Komfort. Nicht ganz so stark und aggressiv wie die KTM LC8 Adventure aber mit
dem Komfort einer wesentlich schwereren Varadero oder Caponord. Bei dem
Flaggschiff gibt sich BMW keine Blöße und hat viel Hirnschmalz und extrem viel
Reise Know-How investiert.
Wer die Wunschliste mit Motorrad, Extras und Zubehör ordentlich und
gewissenhaft ausfüllt sprengt normalerweise jedes vernünftige Motorrad Budget.
Aber dafür hat man dann auch ein vernünftiges Motorrad mit dem man vernünftig
Gas geben kann. |
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Perfektes Zubehör:
Hermann Ortmaier, verantwortlich für Zubehör und Bekleidung bei BMW
Österreich kramt für 1000PS in seinen Statistiken. "90% aller Käufer
einer 12er GS kaufen auch gleich Seitenkoffer dazu", berichtet er
zufrieden. Rechts die Hitparade der meistverkauften Zubehörteile beim
BMW-Neumotorradkauf. Schon das Original-Zubehörprogramm ist extrem
umfangreich und lässt fast keine wünsche offen. Wer damit nicht genug
hat, greift zum Touratech Katalog und findet noch extremere Teile. Das
reichhaltige und perfekt abgestimmte Zubehörprogramm für die BMW R 1200
GS ist sicherlich mit eine Grund für die große Begeisterung für dieses
Motorrad. |
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Topseller: |
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| Seitenkoffer |
90% |
| Topcase und Träger |
70% |
| Zylinderschutz klein |
45% |
| Motorschutzbügel |
40% |
| Innentaschen |
40% |
| Tankrucksack |
40% |
| Navigation |
20% |
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KTM LC8 Adventure |
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Wer braucht das Eisen?
Die KTM LC8 Adventure ist ein Motorrad das eigentlich niemand braucht. Sie
ist das einzige Motorrad im Feld mit dem man eine Runde auf der
Motocross-Strecke, eine Ralley quer durch die Sahara, eine paar schnelle Runden
auf der Rennstrecke, eine Endurosonderprüfung oder eine energischen
Sonntagsrunde problemlos meistert. Das Motorrad wurde scheinbar von ein paar
irren Motorsportfreaks entworfen und gebaut. Auch wenn die Leistungsangaben der
Hersteller in diesem Bereich einigermaßen eng beisammen liegen, liefert die KTM
die spürbar stärkste Performance an den Hinterreifen. Dies liegt aber nicht an
den nackten PS-Zahlen, sondern an der Kombination Motorabstimmung,
Leistung und Gewicht. Der Motor ist
kompromisslos auf Power ausgelegt und dabei bleibt auch der Komfort im Vergleich
zu den anderen Enduros etwas auf
der Strecke. |

Schon nächstes Jahr wird es die perfekte KTM Bremsanlage mit ABS geben. |

Wenn es darauf ankommt, ist die KTM die schnellste Reiseenduro im Feld.
Gegner werden sich mit dieser Ansicht begnügen müssen. |
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Bild oben: Sämtliche Teile an der KTM wurden massiv und getreu
dem KTM Slogan "Ready to Race" verbaut. Schwinge, Fahrwerk und Rahmen
reichen für einen Dakar Einsatz - sollte für uns reichen!Bild links: Mit der 950er Adventure kann man auch problemlos Schwammerl
suchen fahren. Mit passenden Reifen liegen die Grenzen des Motorrad sehr
hoch. |
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Die beste Performance im Feld
- aber nicht bei den Zulassungszahlen!
Bei den Federelementen wurde feinste Offroad Ware verbaut und Schwinge
und Rahmen schauen nicht nur extrem massiv aus sondern sind es auch.
Entsprechendes Fahrkönnen vorausgesetzt kann man es mit dieser Waffe bei der
Sonntagsrunde mit jedem Gegner aufnehmen.
Doch mit der geilen Performance des Eisens hat man bei KTM scheinbar ein
bisschen übers Ziel hinausgeschossen. Die LC8 hat sich bis heute nie zum
erhofften Verkaufsschlager entwickelt. Der Konkurrent BMW liegt bei den
Verkaufszahlen uneinholbar in Führung. Für viele Reiseenduropiloten ist die KTM
einfach ein wenig zu viel des Guten und sinnvolle Reiseextras, welche man bei
der BMW einfach bei der Bestellung ankreuzt sucht man vergebens. Auch in Sachen
Sitzkomfort und Soziustauglickeit muss man bei der KTM im Vergleich zu den
anderen Eisen im Feld Abstriche in Kauf nehmen.
Hardcore Reisende und
Andrücker
Es gibt aber Käuferschichten welche die Vorzüge der KTM auf keinen Fall
missen möchten. Das sind zum einen die argen Hardcore Piloten welche quer durch
Asien, Afrika oder Südamerika fahren. Die haben mit der KTM ein perfektes
Ralleymotorrad mit der man auch auf den ranzigsten Strassen dieser Welt eine
echte Freude hat. Zum anderen sind es ehemalige Supersport Piloten welche mit
der KTM eine vergleichsweise komfortable Winkelwerk Waffe gefunden haben. Es
kann kein Zufall sein, dass mir jeder KTM Adventure Pilot auf öffentlichen
Strassen immer mit dem Messer zwischen den Zähnen entgegen kommt. Besitzer
dieses Motorrad dürften mit großer Mehrheit schwere Andrücker sein.
3 Jahre Werksgarantie!
Einige Käufer der ersten Adventure Serie mussten viel Geduld mit dem Motorrad
am Stammtisch haben. "Hält das Eisen durch? Saftlt der Motor?" Die anfänglichen Probleme bekam KTM nach den ersten Produktionsmonaten in
den Griff. Um den Gegnern am Stammtisch und in den Schauräumen den Wind aus den
Segeln zu nehmen verkauft KTM nun jede Adventure mit einer beinharten 3 Jahre
Werksgarantie. Das kriegt man bei anderen europäischen Herstellern nicht mal
beim Auto - trotz weit geringerer Drehzahlen und wesentlich geringerer
Materialbelastung. Das zeigt auf alle Fälle wie ernst es KTM mit dem Themen
Qualität und Kundenzufriedenheit nimmt.
Insgesamt tanzt die KTM LC8 Adventure bei den angebotenen Reiseeisen stark
aus der Reihe. Sie bietet gegenüber den anderen Eisen deutliche Vorteile aber
klarerweise auch Nachteile. Eine tolle Bereicherung für dieses Segment ist sie
auf alle Fälle.
990er Adventure für die Saison
2006
Ab Frühjahr 2006 wird die neue
990er Adventure verfügbar sein. (1000PS berichtet Ende Februar vom
ersten Test). Auch die neue Adventure soll sich laut KTM nicht nahtlos
in den Big Enduro Einheitsbrei einreihen.
Martin Wabnegger - KTM Marketing
Österreich: "Auch die 990er Adventure wird im Reisenendurobereich ein
eigenes Segment abdecken. Vor allem Performance orientierte Piloten
werden zu den Käufern zählen. Einige Fans dieser Modellkategorie haben
sich ABS gewünscht - mit der 990er Adventure werden wir diesen Wunsch
nachkommen. Und bitte lieber Nils schick mir nicht den Kollegen Kot zur
990er Präsentation. Die Pay-TV Rechnungen sind uns peinlich!"
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Aprilia Caponord |
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Die Sitzbank ist ein großer Wurf. "Wenn ich nur aufhören könnte", wäre
der perfekte Slogan für die Caponord. |

Die Caponord ist das genaue Gegenstück zur KTM. Geländetauglichkeit
stand bei diesem Motorrad nicht im Pflichtenheft. Das merkt man schon an
der Platzierung der Kühler. |

Als einziges Eisen im Feld hat die Caponord einen Alu-Profilrahmen.
Sieht mächtig aus. Der Motor kommt aus Österreich: Rotax lässt grüßen.
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Perfekter Windschutz hinter der Caponord Kommandobrücke. |
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Aprilia liefert mit der Caponord
nun schon seit Jahren ein sehr konkurrenzfähiges Tourenmotorrad in die
Schauräume. Das mögliche Potential in dieser Klasse hat sie jedoch nie
ausgeschöpft. Scheinbar ist die Konkurrenz von BMW in diesem
Marktsegment zu groß für den italienischen Hersteller.
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Herz aus Österreich
Das Herz
der Caponord kommt übrigens aus Österreich. Auch in der Reisenduro verbaut
Aprilia den V2 Rotax Motor und spendiert aber klarerweise eine andere Abstimmung
als in der Mille. Die Abstimmung der Einspritzung und des Motors ist sehr gut
gelungen. Das Motorrad lässt sich sehr fein dosieren und gibt sehr wenig
Vibrationen an den Fahrer weiter. Insgesamt punktet die Caponord besonders mit
großem Fahrkomfort. Die Sitzbank gleicht einem fahrenden Sofa und hinterm
Windschild können sich auch mächtig fette Biker verstecken. Mit dem Motorrad
gelingt auch eine sehr lange Tour ohne Strapazen.
Komfort wird bestraft
Obwohl die Motorleistung am
Papier in etwa auf BMW und KTM Niveau liegen, kann die Aprilia bei den
Fahrleistungen nicht ganz mit den Kollegen aus Österreich und Deutschland
mithalten. Liegt vermutlich am Gewicht. Komfort wird
hier wie so oft leider mit zusätzlichen Kilo bestraft. Trotzdem kann man mit dem
Motorrad sehr zügig und vor allem sehr präzise durch die Landschaft orgeln.
Einzig in schnellen Wechselkurven spürt man hier deutlich das man auf einem
Reisemotorrad sitzt.
Für eine Tour zu Zweit ist die Caponord aber ein sehr guter Griff. Auch
hinten sitzt man auf der Aprilia auch nach langen Touren noch bequem.
Stark punkten kann die Aprilia auch beim Preis.
Derzeitiger Aktionspreis: 10.999 Euro
inkl. ABS statt 13.180 Euro. Das ist eine starke Ansage für ein tolles Reisemotorrad. Beim Preis / Leisungsverhältnis kann hier einzig und allein die Suzuki V-Strom mithalten.
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Honda Varadero |
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Die Varadero in der neuen Farbe Terra-Blue. |
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Mit Grauen erinnere ich mich noch an den 100.000 km Varadero Test meiner
übermütigen Kollegen vom Reitwagen. Ich hatte die Ehre die Varadero einmal mit
ein paar Tausend Kilometern, mit 50.000 Kilometern und dann noch mal mit 98.000
Kilometern am Tacho zu besteigen. Seit jenen Tagen weiß ich, was Qualität
wirklich bedeutet. Ich weiß wie andere Motorräder nach 50.000 Kilometern auf der
Uhr aussehen und ich weiß noch ganz genau wie sich damals die Varadero anfühlte.
Kein ausgelutschtes Getriebe, keine verschlissenen Bedienelemente, keine
rostigen Schrauben, keine scheppernden Teile und kein zusammen gerittener Motor.
Selbst als ich das Eisen mit 98.000km auf der Uhr übernahm, hielt sich mein
Mitleid mit der Varadero in Grenzen. Das Motorrad machte einen tadellosen
Eindruck und ein skrupelloser Gebrauchtmotorradkeiler hätte mit ein paar Tacho
Tricks ohne weiteres eine 20.000km Gurke daraus machen können. Die Latte für die
Mitbewerber liegt hier unerreichbar hoch. Mit keinem anderen Motorrad hätte ich
es mich getraut von Tankstopp zu Tankstopp Vollgas zu fahren. Es war eine irre
Zeit damals auf den deutschen Autobahnen mit der Dauertester Varadero. Ich
möchte diese Erfahrungen nicht missen, aber sicherlich nicht noch einmal
Wien-Frankfurt-Wien in 12 Stunden fahren.
Doch trotz des hohen Qualitätsniveau hat es Honda mit der Varadero nie
geschafft, den Kultstatus der Africa Twin zu erreichen. Echte Africa Twin Fans
pflegen ihre 750er auch noch heute und husten trotz vieler zusätzlicher PS auf
das 1000er Toureneisen aus dem Hause Honda. Die Varadero ist durch das hohe
Gewicht und das komfortable Fahrwerk nicht mehr ganz so vielseitig wie es die
Africa Twin damals war oder eine BMW GS heute ist.
Der Motor in der Varadero liefert genug Leistung aber durch das höhere
Gewicht fällt die Honda bei den Fahrleistungen im Vergleich zur GS oder KTM
etwas zurück. Seit letztem Jahr gibt es die Honda mit dem in dieser Klasse durch
die strenge Punktewertung des deutschen Blätterwaldes obligatorischen ABS zu
kaufen. Für Touren zu zweit ist die Honda auch eine gute Wahl. Die Sitzbank
liefert vorne wie hinten guten Komfort.
Das Fahrwerk war bei den ersten Modelljahren etwas zu
weich. Die Kritik wurde aufgenommen und es wurde reagiert. Klarerweise
nicht so straff wie das Fahrwerk eine KTM aber dafür auch mit mehr
Komfort. Insgesamt eine gute Abstimmung für ein Motorrad dieser Klasse.
Beim Preis / Leistungsverhältnis liegt man bei Honda mit der Varadero genau
in der Mitte. Insgesamt ein sehr ausgewogenes Motorrad . Zur Zeit läuft bei
Honda auch noch eine Aktion für die Varadero. Mit dem praktischen Hauptständer,
der Griffheizung und dem 3-teiligen Packsystem bestehend aus zwei Seitenkoffern
und einem 45 Liter Top-Case kriegt man um 600 Euro Aufpreis ein fertiges
Reisepaket.
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Schlicht in Schwarz |

Die Honda Varadero mit Travel Paket |
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Suzuki V-Strom |
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Suzuki ist mit der DL 1000 V-Strom relativ spät auf den Reisenduro Zug
aufgesprungen. Man hat sich dem Treiben der anderen Hersteller lange
zugesehen und dann einfach ein passendes Eisen für dieses Segment gebaut. In der
TL1000 hat der V2 von Suzuki nicht besonders viele Fans gefunden, doch in die
DL1000 passt er perfekt. Ein idealer Big-Enduro-Motor. Sehr gelungene
Abstimmung, wenig Vibrationen, dezenter aber ansprechender Sound und genau die
Leistung die man braucht. Auch die V-Strom ist ein sehr guter Kompromiss
zwischen Fahrleistungen und Komfort. Beim Gewicht nicht zu viel, beim Windschutz
nicht zu wenig und eine richtig dimensionierte Sitzbank machen viel Freude. Ich
bin mit der V-Strom schon zu zweit und alleine, auf Schotterstrassen und am
Pannoniaring unterwegs gewesen. Das Eisen macht überall Spaß und ist ein ganz
großes Universaltalent. Die V-Strom ist etwas agiler als die Varadero und die
Caponord aber nicht ganz so scharf wie GS und KTM. In Sachen Motorleistung steht
man den Bayern und Oberösterreichern zwar um nix nach, aber das Gewicht macht
sich natürlich etwas bemerkbar.
Beim Zubehör ist man bei Suzuki zwar nicht ganz so fit wie BMW aber man hat
massiv aufgeholt. Kofferset, Hauptständer, Sturzbügel und Ralleyguards können
aus dem Original-Zubehörprogramm bestellt werden.
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Suzuki punktet mit der V-Strom vor allem beim Preis / Leistungsverhältnis.
Das Motorrad deckt die Bedürfnisse von beinahe jedem Reiseenduristen zu einem
fairen Preis perfekt ab. Anders als bei den anderen Herstellern gibt es hier
übrigens eine vollwertige kleinere Alternative.
Die V-Strom 650 kann beinahe
alles was auch die 1000er kann. Der moderne V2 der kleinen V-Strom hinkt nur im
2-Personen Betrieb etwas nach. Ansonsten hat man auch mit 650 ccm und deutlich
weniger Kohle eine echte Big-Enduro in der Garage. Unschlagbarer Preis der
650er: 7.999 Euro. |

Auch für lange Reisen zu Zweit sehr geeignet. |

Das Windschild kann mit Schraubenzieher und ein paar Handgriffen in der
Höhe verstellt werden. |

Wir erinnern uns an großartige Einsätze bei den Big Enduro Rennen.
V-Strom immer am Podest. |
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Die Hitparade |
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Trotz der großen Auswahl in den Schauräumen zum Thema
Reiseenduro und der scheinbar gleichen Konzepte der Hersteller (V2 mit 1000ccm)
gibt es kleine aber feine Unterschiede bei der Positionierung der Motorräder.
Die Suzuki ist ein sehr gut gelungenes Universaltalent und kann bis auf harte
Geländeetappen alles, was man sich von einem Motorrad wünscht. Caponord und
Varadero sind erstklassige Reisemotorräder welche Fahrer und Beifahrer enormen
Komfort bieten und somit auf langen Touren viel Freude bereiten. KTM spricht mit
der Adventure etwas extremere Piloten an. Hartes Gelände und Supersport Gegner
im Winkelwerk sind damit kein Problem. BMW hat es geschafft mit der GS einen
Topseller in Sachen Leistung und Gewicht massiv zu verbessern ohne dabei die
geschätzten Vorteile zu verlieren. Ein ganz großer Wurf und für die meisten
Reiseenduristen nach wie vor die erste Wahl.
Unsere Hitparade für das Modelljahr 2005: |
| Herbrennen: 1. KTM LC8 Adventure
2. BMW R 1200 GS
3. Suzuki V-Strom |
Komfort: 1. Honda Varadero
2. Aprilia Caponord
3. BMW R 1200 GS |
Preis / Leistung: 1. Aprilia Caponord
2. Suzuki V-Strom
3. Honda Varadero |
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