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Doch das aktuelle Projekt hatte keine nostalgischen Gründe: Im harten
Sporteinsatz werden Erkenntnisse gewonnen, mit denen Produkte für den
Endverbraucher entwickelt und optimiert werden. Das gilt sowohl für
Touratech-Teile als auch für Originalzubehör wie den Motorschutz der F
800 GS, der direkt für BMW produziert wird. „Das Motorrad wurde
ausschließlich zu Testzwecken aufgebaut. Denn was sich beim Rennen
bewährt, funktioniert im Alltag erst recht“, heißt es dazu aus der
Entwicklungsabteilung des Schwarzwälder Motorradausrüsters. „Viele Teile
werden aber in die Serienfertigung einfließen“, sind sich die
Touratech-Entwickler sicher.
Rund 30.000 Kilometer hatte die BMW F 800 GS bereits auf dem Tacho und
beim „Kurs Ost“-Projekt von Claudia und Andreas Hülsmann schon die
hintersten Winkel der ehemaligen Sowjetunion gesehen, bevor aus der voll
ausgestatteten Reiseenduro ein sportliches Motorrad wurde, das den
zwölfstündigen Härtetest auf dem circa 30 Kilometer langen Rundkurs in
den walisischen Wäldern erfolgreich bestand. Pilotiert wurde das
Schwergewicht von Raceteam-Mechaniker Lars Würdemann (Potsdam), der
zusammen mit Touratech-Entwickler Ian Rowley auch federführend bei
diesem Umbau war. Und damit die F 800 GS richtig zeigen konnte, was in
ihr steckte, startete Würdemann nicht auf der verkürzten
Big-Bike-Strecke, sondern als Marathonfahrer gegen die
Sportenduro-Konkurrenz in der Expert Class, wo er nach sieben Runden und
12:06:58 Stunden als Neunter ins Ziel kam. |