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Carbon ist nicht gleich Carbon, steht auf der
Marushin Website geschrieben. Der RS-MX wird aus "3K Aviation
Quality Carbon" hergestellt. Schon neu machte der Helm einen wertigen
Eindruck, die echte Überraschung war aber der Eindruck NACH der Rallye.
Trotz vieler Schläge von Ästen, kleiner Stürze, Steinhagel und grober
Handhabung sah der Helm nach einer intensiven Dusche fast aus wie neu.
Die Schrauben, das Innenleben und das Schild machen einen sehr edlen
Eindruck. Der Doppel-D Verschluss zum Beispiel ist aus leichtem und
festem Titan gefertigt, die Schrauben am Helm aus Aluminium. Die
Innenpolsterung ist herausnehmbar und waschbar.
Beim Test in Bulgarien fuhren wir harte Tage im
Gelände und außer Lobhudelei kann ich nix berichten. Der Helm sitzt
perfekt und das niedrige Gewicht schont definitiv die Nackenmuskulatur.
Sicherheitsbedenken wegem dem Gewicht hatte ich offen gesagt keine. Klar hab ich
das Teil bei keinem Full-Contact-Crash ausprobiert, aber die üblichen Stürze
beim Endurofahren steckte er Problemlos weg. Die ECE Norm wird erfüllt.
Am letzten Fahrtag war ich fix und fertig und wollte schon den frischen
Reservehelm verwenden. Er hat 1.500 Gramm, roch aber noch nicht nach
vergammeltem Endurosocken. Doch ich hatte mich zu sehr an die 850 Gramm
gewöhnt und schlüpfte nach einer kurzen Anprobe wieder in die stinkende
Schale. Nun duftet das edle Teil ja wieder und wird mir bestimmt noch
viele gute Dienste erweisen.
Der Deluxe-Helm kostet knapp 400 Euro (suchen
und finden auf 1000PS) und war bei der Rallye im Fahrerlager
überraschend häufig anzutreffen. Scheinbar hatten viele Teilnehmer die
gleiche Idee wie ich: Fehlendes Fahrkönnen muss durch den
bedingungslosen Einsatz von Geld und Technik wettgemacht werden.
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